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Wien avanciert vom Mauerblümchen zur Top-Börse

In der Hochzeit der New Economy war alles sexy, nur nicht die Börse Wien. Deren Leitindex ATX dümpelte vor sich hin, genauso wie in der Zeit danach, als die Internetblase platzte. „Wir haben keine Technologiewerte im ATX“, sagt Alfred Reisenberger, Analyst bei der Bank Austria. „Zum Glück ist aber auch der Kelch von Bilanzskandalen und halsbrecherischen Übernahmen an uns vorüber gegangen.“
  • Marcus Pfeil (Handelsblatt)

DÜSSELDORF. Erst in diesem Jahr blühte der Finanzplatz an der Donau richtig auf – der ATX kletterte kürzlich auf 1 518 Punkte, dem höchsten Stand seit fünfeinhalb Jahren. Mit einem Plus von rund 30 % seit Jahresanfang weist das Börsenbarometer damit die beste Wertentwicklung aller international wichtigen Indizes aufZum Vergleich: Der S&P legte im gleichen Zeitraum 20 % zu, der Dow Jones lediglich 18 %. Und in den Jahren 2001 und 2002 glänzte der ATX mit einem Plus von 6,3 % bzw. 0,8 %, während die Weltbörsen herbe Verluste verbuchten.

Drei Gründe macht Erste-Bank- Analyst Günther Artner für das Aufblühen der Wiener Börse verantwortlich: den Privatisierungskurs der Regierung, die EU-Osterweiterung und die vom Staat geförderte private Altersvorsorge.

Die Osteuropa-Phantasie sei lange die Triebfeder im Markt gewesen. Denn die Papiere, die von dem überdurchschnittlichen Wachstum in Osteuropa profitieren, sind im ATX mit rund 78 % gewichtet. „ Mit österreichischen Aktien kaufen Anleger westliche Unternehmen mit westlicher Risikostruktur, die überdurchschnittlich vom Wachstum in den Beitrittsländern profitieren“, sagt Artner. „Mit einer Telekom Austria haben Anleger die Möglichkeit, in Kroatien, Slowenien und demnächst auch in Serbien und Bulgarien an der Telekommunikation zu verdienen.“ Weitere Profiteure seien der Zellstoffaufbereiter Andritz, der Spezialhersteller Böhler Uddeholm und der Verpackungsspezialist Mayr-Melnhof. Diese Werte profitierten in Zukunft auch vom Chinageschäft. Das Thema China löse langsam die Osteuropa-Phantasie ab. „Diese Karte haben wir nun gespielt“, sagt auch Reisenberger.

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