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Anlage im Zinstief Dividenden-Regen statt Strafzinsen

Die Negativzinsen bei Banken haben eine ganz andere (Neben-)Wirkung: Börsennotierte Unternehmen werden laut Experten höhere Dividenden ausschütten. Mit welchen Produkten Anleger von diesem  Geldregen profitieren können.
5 Kommentare
Im kommenden Frühjahr dürfte die Summe der Dividenden auf 29,6 Milliarden Euro steigen - Anleger dürfen sich auf einen so hohen Geldregen wie noch nie freuen. Quelle: Getty Images

Im kommenden Frühjahr dürfte die Summe der Dividenden auf 29,6 Milliarden Euro steigen - Anleger dürfen sich auf einen so hohen Geldregen wie noch nie freuen.

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfRobert Halver hat eine klare Meinung zur Geldanlage. „Ich habe mein Zinsvermögen längst auf ein erträgliches Maß gestutzt“, sagt der Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank. Denn die Strafzinsen, die von ersten Banken erhoben werden, lassen ihn nicht nur real, sondern auch nominal „verarmen“. Doch für ihn gibt es Alternativen: „Ich nutze den Dividendeneffekt bei Aktien: Die hohen Ausschüttungen lege ich immer wieder an und an und an….“

So wie Robert Halver geht es vielen Anlegern. In Zeiten von Minizinsen oder sogar Strafzinsen bei Banken sind Dividenden gefragt. „Die Vorliebe der Investoren für Dividenden ist im derzeitigen Nullzinsumfeld so ausgeprägt wie noch nie“, lautet das Ergebnis einer Umfrage des Analysehauses Sentix. Hingegen würden Anleger Aktien kaum noch aus dem Motiv der Kurssteigerungen heraus kaufen.

Bemerkenswert sei zudem, dass der Indikator in diesem Jahr untypischer Weise auch nach Ablauf der Dividendensaison weiterhin eine starke Vorliebe der Anleger für Ausschüttungen signalisiert hat. Laut der Sentix-Studie ist im laufenden Halbjahr diese Präferenz nun sogar so ausgeprägt wie noch nie.

Die Negativzinsen der Banken haben außerdem noch eine ganz andere Wirkung. „Das Risiko, bei den Banken Strafzinsen zu zahlen, wird die Firmen animieren, mehr Geld auszuschütten“, erklärt Andreas Hürkamp, Aktienexperte der Commerzbank, den Trend. So rechnen Experten mit deutlich höheren Dividendenzahlungen. Denn die Dax-30-Unternehmen haben schon jetzt rekordverdächtige 138 Milliarden Euro auf der hohen Kante - und bekommen dafür kaum noch Zinsen.

Der Anlagenotstand treibt die Konzernchefs zu einer einfachen Lösung: Von den eigenen Gewinnen wird weniger einbehalten und mehr ausgeschüttet. Im kommenden Frühjahr dürfte die Summe der Dividenden auf 29,6 Milliarden Euro steigen - so viel wie noch nie. Während die Nettogewinne um fünf Prozent zulegen, wachsen die Dividenden doppelt so stark.

Und nicht nur in Deutschland, auch weltweit dürften die Ausschüttungen im nächsten Jahr ansteigen: „Trotz der ungewissen Aussichten für die Weltwirtschaft erwarten wir, dass auch 2015 ein gutes Dividendenjahr wird“, prognostiziert Alex Crooke vom britischen Fondshaus Henderson Global Investors.

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5 Kommentare zu "Anlage im Zinstief: Dividenden-Regen statt Strafzinsen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Paul Mueller

    "Scherz, oder?"

    Nein, das nennt man Gehirnwäsche. Der DAX interessiert mich erst wieder bei einem Stantd von 7000 (falls es dann noch unser Geldsysten, wie wir es kennen, noch gibt).

  • da kann ich nur zustimmen-Fonds sind die schlechteste Wahl.
    Wenn ich die Fonds endlich aus meinem Anlagevermögen(mit +/-
    Gewinn)streichen kann wäre ich deutlich im plus.

  • "Da gehen aber noch 1-2% Fondsmanagementgebühr ab"

    Sie werden doch keine Fonds kaufen wollen. Da sind Sie
    doch gleich enteignet.

  • "...Hingegen würden Anleger Aktien kaum noch aus dem Motiv der Kurssteigerungen heraus kaufen. ..."

    Ach so? Warum werden dann täglich in jeder deutschen Zeitung, auch dem HB, in mindestens 2 Artikeln der Stand und die Entwicklung des DAX bis zum Erbrechen analysiert, wenn Kursgewinne angeblich nebensächlich sind? Scherz, oder?

  • Wie verzweifelt die Finanzbranche ist kann man an der Anzahl der bestellten Artikel erkennen.

    Beim dritthöchsten Kursgewinnverhältnis seit 100 Jahren (2. 1929 und 1. 2000) kann man auch den größten Dumpfbacken nichts mehr vom Dax 20.000 in 3 Jahren erzählen.

    Dann muss man die Dividendenstory aufwärmen. 2-3% beim Dax vor Steuern. Da gehen aber noch 1-2% Fondsmanagementgebühr ab. Danach bleibt inflationsbereinigt nichts über.

    Aktien die kein Kurssteigerungspotential haben bringen langfristig keine Rendite. Das ist das kleine 1x1 des Investments.