Anlagestrategie Heilkraft fürs Depot

Der Schweizer Pharmariese Novartis will durch Zukäufe seine verschiedenen Geschäftsbereiche stärken. Selbst wenn die Aktie in den nächsten Monaten nur seitwärts tendieren sollte, bieten sich Chancen für Anleger.
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Das Basler Unternehmen Novartis ist einer der großen Player der Pharmabranche. Quelle: dapd

Das Basler Unternehmen Novartis ist einer der großen Player der Pharmabranche.

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DüsseldorfDie Pharmaindustrie ist im Übernahmefieber. Unter den großen Konzernen werden Geschäftsfelder getauscht und Marktteilnehmer überlegen, wer der nächste Fusions- oder Übernahmekandidat in der Branche sein könnte. Einer der großen Player der Branche ist Novartis.

Die Aktie hatte in den vergangenen Monaten bereits einen guten Lauf. Käufer des Discount-Zertifikats der Commerzbank auf die Novartis-Aktie (WKN CR0E8L) profitieren bereits bei einer Seitwärtsbewegung der Aktie bis Laufzeitende. Bei Discountern können Anleger die Aktie preiswerter erwerben, im Gegenzug ist aber die Rendite begrenzt.

Wer in der Pharmabranche wen übernehmen will
File photo shows a general view of a plant belonging to Germany's largest drugmaker Bayer AG in Leverkusen
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zu Die Pharmaindustrie steckt im Übernahmefieber. Die Meldungen über Megadeals häufen sich. Ein Überblick über die wichtigsten Pläne in der Pharmabranche.

Bayer und Merck

Der Dax-Konzern will sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten ausbauen. Dazu will der Konzern die Sparte für rezeptfreie Medikamente des US-Pharmariesen Merck & Co für 14,2 Milliarden US-Dollar (10,4 Milliarden Euro) übernehmen.

Pharmaceutical Giant Merck Announces It's Cutting 8,500 Jobs
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Mit ihren Angeboten habe die beiden Konzerne im Rennen um das Merck-Geschäft die Nase vorn. Die Sparte stellt unter anderem Dr. Scholl's-Fußpflegeprodukte, Sonnencremes der Marke Coppertone und das Allergiemittel Claritin her und kam 2013 auf Umsätze von etwa 1,9 Milliarden Dollar. Die Transaktion könnte bereits in dieser Woche stattfinden.

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Novartis und Glaxo-Smithkline und Eli Lilly

Ein großes Tauschgeschäft haben Novartis und Glaxo-Smithkline eingefädelt. Am 22. April gaben die beiden Konzerne bekannt, jeweils eine Sparte voneinander zu übernehmen. Der Schweizer Pharmariese Novartis kauft für 14,5 Milliarden Dollar der britischen Glaxo-Smithkline das Geschäft mit Krebsmedikamenten ab. Im Gegenzug erhält Glaxo für 7,1 Milliarden Dollar die Impfsparte von Novartis.

A jogger runs past a signage for pharmaceutical giant GlaxoSmithKline in London
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Mit im Paket des großen Pharma-Deals: ein Gemeinschaftsunternehmen für rezeptfreie Medikamente. Glaxo hält daran die Mehrheit, Novartis lediglich 36,5 Prozent. Das Joint Venture wird zu einem bedeutenden internationalen Spieler bei nicht verschreibungspflichtigen Mitteln.
Im Rahmen des Novartis-Konzernumbaus wird noch eine weitere Firma an der Vereinbarung beteiligt. Der US-Konzern Eli Lilly kauft den Schweizern für 5,4 Milliarden Dollar den Bereich Tiergesundheit ab.

File photo shows a scientist preparing protein samples for analysis in a lab at the Institute of Cancer Research in Sutton
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Mylan und Meda

Auch der US-Konzern Mylan ist auf Übernahmekurs. Der Generikahersteller hat Branchenkreisen zufolge den schwedischen Arzneimittelhersteller Meda ins Visier genommen. Rund neun Milliarden Euro soll Mylan die Übernahme wert sein. Doch es gibt ein Problem.

Pillen und Tabletten
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Meda verweigert sich der Übernahme. Die Schweden lehnten das Angebot von Mylan ab. Die Entscheidung des Vorstandes beruhe „auf dem starken Glauben an das Potenzial von Meda als eigenständiges Unternehmen“, heißt es in einer Mitteilung. Meda stellt Spezialmedikamente, frei verkäufliche Arzneien und Generika her.

huGO-BildID: 30973168 This undated photo provided by pfizer shows a real Viagra pill on top of counterfeit pills. In a first for the drug industry, P
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Pfizer und Astra Zeneca

Der US-Großkonzern Pfizer will seinen britischen Rivalen übernehmen. Bereits im Januar legte der Viagra-Hersteller ein erstes Angebot vor – fast 99 Milliarden Dollar (71,6 Milliarden Euro) wollte das Unternehmen für den Konkurrenten bezahlen. Doch Astra Zeneca wollte nicht. Im April bot Pfizer erneut viel Geld für eine Übernahme. Wieder lehnten die Briten ab. Doch Pfizer gibt nicht auf.

Das Basler Unternehmen ist eines der wichtigsten Firmen am europäischen Pharmamarkt. Erst vor wenigen Tagen hat Novartis vier Monate früher als erwartet die Zulassung der US-amerikanischen Pharmabehörde FDA für ein Medikament gegen Lungenkrebs erhalten. Unternehmenschef Joe Jimenez hat kürzlich angekündigt, die drei strategischen Geschäftsbereiche Pharma, Augenheilmittel und Generika weiter durch Zukäufe zu stärken.

Damit kehrt Jimenez sich von der Strategie seines Vorgängers Daniel Vasella ab, der beim Unternehmen mehr auf Diversifikation als auf ein konzentriertes Unternehmensportfolio gesetzt hat. Durch Zukäufe und durch weitere Investitionen in die eigene Forschung will sich das Unternehmen für die Zukunft rüsten. Für die Übernahmen ist ein Volumen zwischen zwei und fünf Milliarden US-Dollar vorgesehen. 

Von den Ende April bekannt gegebenen Zahlen zum ersten Quartal kamen eher wenig Impulse. Das Basler Unternehmen hat den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 14 Milliarden US-Dollar erhöht. Die Steigerung beim operativen Ergebnis war unter anderem Sondereffekten geschuldet.

Positive Impulse durch Konzernumbau
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