BP, Chevron, Exxon Öl-Aktien zum Schnäppchenpreis

Der Preisverfall beim Öl hat Spuren in den Bilanzen der Öl-Konzerne hinterlassen. Eine nachhaltige Konsolidierung der Branche ist nicht ausgeschlossen. Für vorausschauende Anleger können sich Chancen auftun.
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Experte: Jetzt in Öl investieren

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DüsseldorfRund sechzig US-Dollar kostet heute ein Öl-Fass der Sorte Brent. Ein Barrel Öl der Sorte WTI ist für unter 53 US-Dollar zu haben. Zwar sind die Preise in den vergangenen zwei Wochen um 17 Prozent gestiegen. Doch die Mini-Hausse hat nur dafür gesorgt, dass sich der Ölpreis derzeit auf einem Niveau stabilisiert, das gerade einmal etwa halb so hoch ist wie noch vor acht Monaten. Konkret: Mitte Juni 2014 kostete ein Fass Öl der Sorte Öl der Sorte Brent noch fast 115 US-Dollar.

Für den Preisrückgang werden verschiedene Faktoren als Gründe genannt. Als Hauptgrund gilt eine sinkende Nachfrage, vor allem aus China, dem weltweit größten Ölimporteur. Laut Internationaler Energie Agentur (IEA) werden derzeit täglich rund 1,5 bis zwei Millionen Barrel Öl mehr gefördert als der Markt benötigt. Besonders in den USA füllen sich die Lager. Seit Jahresbeginn sind die US-Rohölbestände stetig gestiegen.

Die Messpegel befinden sich auf einem Rekordhoch. „Um mehr als sieben Millionen Barrel pro Woche wächst die Menge an Öl in den US-Lagern. Schon diese Situation sorgt weiterhin für Druck auf den Ölpreis. Beim WTI-Öl sind deshalb durchaus neue Tiefststände unterhalb von 45 US-Dollar möglich“, sagt Carsten Fritsch, Rohstoff-Experte bei der Commerzbank. Mittelfristig sehe die Lage allerdings etwas anders aus.

„Die Anzahl der aktiven Ölbohrtürme nimmt in den USA ab. Die Ölfördermengen in den Vereinigten Staaten sind trotz dieser jüngsten Reduzierung zuletzt zwar weiter angestiegen. Aber in der zweiten Jahreshälfte wird sich bemerkbar machen, dass immer mehr Unternehmen ihre Investitionen zurückfahren und die Bohraktivitäten stark abnehmen“, so Fritsch. Deshalb könnte insbesondere der Preis für Öl der Sorte WTI, die vorwiegend in den USA gehandelt wird, steigen.

Auch Asoka Wöhrmann von der Deutschen Asset & Wealth Management geht von einem ähnlichen Szenario aus: „Wir rechnen bei US-Schieferöl in diesem Jahr mit einem Investitionsrückgang von 40 Prozent“, so Wöhrmann. Denn seit dem Jahreswechsel seien Aussagen zu Investitionskürzungen in die Höhe geschnellt und auch die Stilllegungen von Ölbohrtürmen in Nordamerika beschleunigten sich. „Nach einem turbulenten ersten Quartal, in dem der Preis unter 40 US-Dollar pro Fass WTI fallen kann, rechnen wir mit einer Erholung bis auf 65 US-Dollar bis Jahresende“, sagt Wöhrmann.

Die Branche könnte einen Anstieg des Ölpreises in der zweiten Jahreshälfte gut gebrauchen. Denn in den Bilanzen der Ölförderer hat der Preisverfall des schwarzen Goldes zum Teil tiefe Bremsspuren hinterlassen. „Die Analysten haben die Gewinnprognosen für die meisten Ölfirmen halbiert“, sagt Thomas Heidel vom Vermögensverwalter FIDAL in Krefeld.

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13 Kommentare zu "BP, Chevron, Exxon: Öl-Aktien zum Schnäppchenpreis"

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  • Doch Hr. Bauer hatte es.

  • Heizung und Strom haben wir noch nicht.

  • Die sonstigen Koppelprodukte von Bitumen bis zu Bunkeröl werden bei sinkdenden Mineralölverbräuchen preislich vermutlich gut durcheianander gewirbelt. Als Hauptpreisteiber sehe ich trotzdem die Mobilität von PKW und LKW. Die sonstigen Verwendungen dürften auf die Preissetzung einen vergleichbar geringen Einfluss haben - sofern man an die Preis-Absatz-Funktion glaubt.

  • Entschuldigung. Das Öl.

  • Denken Sie auch an die Kunststoffe oder Düngemittel. Auf Treibstoff kann man den Öl nicht reduzieren.

  • Ist akzeptiert! Ich will Sie nicht überreden; dennoch argumentativ:

    Zuviel ungelöste Probleme, von den Ladezyklen bis zur Akku-Entsorgung .... und vor allem: Zu teuer und nur für ausgewählte "Schichten" der Industrieländer als Modeprodukt!
    Das Öl wird zukünftig in den Schwellenländern verbraten, da Öl noch lange Zeit deutlich billiger bleibt als Energie auf Basis von High Tech Akkus. Hier wird das Wachstum vorwiegend herkommen: Folglich Internationale Ölmultis....

  • Finde ich gut, wenn Leute spekulativ auf Öl setzen, es muss ja jemanden geben, der die Gegenposition bezahlt. Der Tesla S hat gerade gezeigt, dass bei 100.000 Meilen noch 94% der Batterieleistung übrig sind und der E-Bus von Byd fährt bereits 250 km in der Stadt. Rein in die Öl Investments - aber ich bleibe PUT.

  • Wir können die verschienden Energieträger aber nicht beliebig austauschen.
    Deswegen gibts es drei Sektoren/Märkte:
    1.) Strommarkt (Netzanbindung)
    2.) Wärmemarkt (von Holz bis Öl, anber grundsätzlich nicht austauschabr und immobil)
    3.) Mobile Energie (Öl (im Verbennungsmotor), ggf. Strom)
    Öl wir im dritten Segment auf Sicht unersetzbar sein. Darauf zu setzen ist eher sicher als spekualtiv. Also rein in Öl-Investments; nicht erst seit heute.

  • Vielleicht ist es auch nur eine vorsätzliche Falschmeldung (passiert öfters....). Die ganze Welt denkt: "Oh! Wenn DER verkauft, hat es einen Grund. Schnell auch verkaufen!" Was passiert: Der Aktienkurs fällt stark. Was passiert dann: Clevere Invesoren kaufen, vielleicht auch DER, der dann heimlich grinst :-)
    Zwei Fragen die ich mir stelle: Ist Öl in 5 Jahren noch so billig wie jetzt? Wird die Nachfrage nach Öl fallen? Ich sage beides mal NEIN und somit ist auch meine Anlageentscheidung klar. Auch wenn DER verkauft...

  • Ein Barrel Öl ist gehandelte, hochkonzentrierte Energie. Pro Barrel sind ca. 1590 Kilowattstunden (kWh) Energie gebunden, von denen ich mit einem Motor ungefähr 30 - 40 % nutzen kann. Vergleiche ich den kWh-Preis der EEx Strombörse (ca. 30 € / 1000 kWh) mit den Öl kWh, dann dürfte Öl höchstens 20 Euro pro Barrel kosten.

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