Chartanalyse Goldpreis stabilisiert sich

Nach dem Absturz während der vergangenen Wochen findet das gelbe Edelmetall aus charttechnischer Sicht nun langsam seinen Halt. Doch die Aussichten auf deutliche Kurssteigerungen sind ebenfalls begrenzt.
7 Kommentare
Goldbarren mit 24 Karat: Der Kurs für das Edelmetall hat auch charttechnischer Sicht nach dem Absturz im April einen Boden gefunden. Quelle: Reuters

Goldbarren mit 24 Karat: Der Kurs für das Edelmetall hat auch charttechnischer Sicht nach dem Absturz im April einen Boden gefunden.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfGold könnte nach der ungewöhnlich steilen Talfahrt im April nun zunächst einen Boden gefunden haben. Diese Ansicht vertritt Charttechniker Frederik  Altmann. Für ihn erscheint das Erholungspotenzial dennoch begrenzt. „An die steile Aufwärtsbewegung bis auf das Rekordhoch über 1.920 US-Dollar je Unze wird das gelbe Metall kaum anknüpfen können“, sagt er.

Der Goldpreis hatte im April bei 1.321 US-Dollar ein erstes Zwischentief markiert und dieses in einem erneuten Test im Mai bis auf 1.338 Dollar gut halten können. (siehe Grafik) „Diese Unterstützungszone sollte dem Goldpreis als Boden dienen, zumal hier ein Tief von Ende 2010 bis Anfang 2011 gehalten wurde“ meint Altmann.

Im Gegenzug wird das Erholungspotenzial aber bereits durch eine starke Widerstandszone bei 1478 Dollar (jüngstes Reaktionshoch) bis 1522 Dollar gebremst. „Hier lag vor dem Kurseinbruch im April eine zentrale Unterstützung für den Goldpreis, die sich nun zum wichtigen Widerstand gewandelt hat“, erläutert Altmann.  In diesem Bereich bremst dann auch der aktuelle Abwärtstrend über wichtige Hochs seit Ende 2012.

Diese charttechnische Situation mit entsprechenden Zertifikaten umzusetzen, ist nicht einfach. Denn attraktive Bonusprodukte, die sich für eine Seitwärtsbewegung anbieten, gibt es nicht. Mit den meisten lassen sich keine vernünftige Renditen erzielen. Und die eine entsprechende Rendite bieten, haben ein sehr hohes Aufgeld. So lässt sich mit dem Bonuszertifikat der DZ Bank (WKN: DZ3G6E, Laufzeit bis Ende des Jahres) eine maximale Rendite von 19 Prozent erzielen, falls die Schwelle von 1200  Dollar während der gesamten Laufzeit nicht gerissen werden sollte. Doch das Produkt hat aktuell ein Aufgeld von mehr als 45 Prozent. Dieser Verlust käme hinzu, falls der Goldpreis unter die Sicherheitsschwelle fallen sollte.

Was spekulative Anleger kaufen können
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

7 Kommentare zu "Chartanalyse: Goldpreis stabilisiert sich"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @steuerhilfe.net
    "Physisches Gold ist Geld"
    So ein Quatsch!
    Geld, ist immer die gerade gültige Währung!
    Gold hat immer einen Wert, so wie alle Rohstoffe oder sonstige "Hardware"! Aber wie viel "gültige Währung" ich für mein Gold oder was auch sonst bekomme, unterliegt großen Schwankungen.
    Die Zeit, in der ich mit Gold in den Supermarkt gehe, wird nie kommen.

  • Physisches Gold ist Geld, daran ändern auch irgendwelche Charts oder Derivate nichts.

  • Verbesserung: muß heißen ... ABER die Verzinsung geht weiter.

  • @alexfiftyfour

    Das ist mehr als eine einfache Rezession bzw. der Konjunkturzyklus. Seit ca. 2000 befinden wir uns im Kreditwinter, dh. einer typischerweise ca 15-20 Jahre dauernde Periode wo die Kreditmengen-Inflation nicht mehr funktioniert wie bisher weil sie an ihr natürliches Limit kommt (Expansion seit Ende 2. Weltkrieg).

    Klassische Deflation wird dieses Mal (reines Fiatgeldsystem) durch die massive Basisgeldmengen-Expansion und Nullzins-Politik der Zentralbanken bekämpft. Das bzw die Reflation ingesamt funktioniert aber nur wenn Banken und "Nichtbanken" mitspielen und das Ergebnis dieses Kampfes der Giganten (natürliche Deflation/Kreditzyklus-Ende gegen Zentralbanken) sind bislang zwei Crashperioden und zwei (mehr oder weniger gelungene) Reflationierungen seit 2000 - resultierend insgesamt in ein Patt über diese Zeitperiode.

    Eine ausreichend große Katastrophe (Lehman-Event) könnte zu einem Zusammenbruch der Reflationierung seit 2008/9 führen (nicht Verwechseln mit Wirtschaftsaufschwung). Zypern war offenbar nicht groß genug - wobei man das natürlich nicht so "linear" sehen darf - der nächste Tropfen könnte es sein, der das Faß zum Überlaufen bringt, egal wie groß er ist.
    Irgendwo muß der Damm brechen. Die Expansion ist am Ende angelangt oder die Verzinsung geht weiter.

  • Knock-out-Zertifikate lassen in leicht manipulierbaren Märkten in denen den Großbanken Schwellwerte ihrer Kunden bekannt sind meistens die Bank gewinnen. Und lange Seitwärtstrends erkennt nur der Trader der sein Kapital am liebsten täglich mehrmals umschlagen würde.

    Für den Normalanleger reicht die Frage ob Krisen für die nächsten Jahre unwahrscheinlich sind oder ob er jetzt beginnen soll in Gold zu sparen um noch 5% seines Vermögens außerhalb des Bankensystems zu haben.

    Allerdings reicht die Weltfördermenge bekanntlich nicht aus dass auch nur 1% der Durchschnittsdeutschen diese 5% erreichen. Insofern ist "sparen" in Gold nicht massentauglich und wird daher nicht propagiert weil sonst eventuell Panik ausbrechen würde.

  • Was sich da zusammenbraut ist genau das Gleiche, was alle 5-7 Jahre kommt: Eine Wirtschaftskrise.

    Der Wirtschaftszyklus nähert sich meiner Meinung nach langsam dem Ende. Einem nun fast 5 Jahre dauernden Aufschwung folgen dann wieder 2 schlechte Jahre und danach kommt der nächste Aufschwung.

  • Analysiert man den heutigen Gold und Euroflash, so braucht man keine magische Glaskugel und auch kein irgendwie geartetes Analysetool, sondern nur seinen verstand um zu kapieren, dass sich da was extrem Massives zusammenbraut und zwar nicht in Europa, sondern ueber dem Atlantik!
    Das Blatt wendet sich nach dem Prinzip des groessten Katastrophenpotentials! Lange ging die Strategie der Ablenkung auf, doch sie ist nicht von Dauer, wie alle Luegen!
    Die naechsten Tage werden interessant, aber nur fuer den der nicht dem Mainstream folgt!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%