Chartanalyse Ratlose Goldinvestoren

Bei Gold stochern die Investoren im Nebel: Seit Ende 2009 hält der Seitwärtstrend des Edelmetalls an - kurzfristig überwiegen aus charttechnischer Sicht sogar die Risiken. Welche Produkte jetzt Rendite bringen.
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Goldbarren in unterschiedlicher Größe: Investoren sind ratlos - seit längerer Zeit steigt der Kurs des Edelmetalls nicht mehr. Quelle: dpa

Goldbarren in unterschiedlicher Größe: Investoren sind ratlos - seit längerer Zeit steigt der Kurs des Edelmetalls nicht mehr.

(Foto: dpa)

Düsseldorf„Gemessen an den Brandherden des abgelaufenen Jahres sowie an unterschiedlichen Maßnahmen praktisch aller wichtigen Notenbanken hat sich beim Goldpreis im abgelaufenen Jahr per Saldo nicht viel getan“, sagt Jana Meier, Chartexpertin der Bank HSBC Trinkaus und Burkhardt. Das Resultat: 2012 brachte erstmals seit Etablierung des Bullenmarktes zu Beginn des neuen Jahrtausends kein neues Verlaufshoch.

Im Gegenteil: Nach Meinung von Meier ist der Bogen für Aufwärtsgewinne vorerst eher überspannt. Darauf deuten mehrere sogenannte „inside quarters“ hin. Dabei liegen die Hoch- und Tiefpunkte eines Quartals innerhalb der Handelsspanne der vorherigen drei Monate. Gold hat beispielsweise seit seinem Allzeithoch bei 1920 US-Dollar im dritten Quartal 2011 die letzten Hoch- und Tiefpunkte markiert. Seitdem hat diese Handelsspanne Bestand und wurde in keinem der folgenden Quartal vergrößert.

Vorerst überwiegen sogar die Risiken. Schließlich hat das Edelmetall in den vergangenen Wochen die wichtigen Marken zwischen 1670 US-Dollar und 1659 US-Dollar durchbrochen. In diesem Bereich liegt derzeit unter anderem auch die 200 Tage-Durchschnittslinie. Übergeordnet sollten Anleger laut Meier die wichtige Widerstandsmarke bei 1791 US-Dollar und die Unterstützungslinie bei 1527 US-Dollar beachten. Und im Ausbruchfall „prozyklisch agieren“.

Produkte für risikofreudige Investoren
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13 Kommentare zu "Chartanalyse: Ratlose Goldinvestoren"

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  • Damals, als die Türme fielen und die Welt sich abrupt
    änderte, der teuro hier in Plastktüten eingeführt wurde,
    also vor etwa 12 Jahren war die Zeit zum Kaufen von Gold (Kilos auf die Hand). Wer konnte der hat und fühlt sich gut. Was ist in diesem letzten Jahrzehnt alles geschehen was das VERTRAUEN in FINANZPRODUKTE gen null tendieren läßt. Natürlich, man muss es liegen lassen können das glänzende Metall, wie einen schönen Brillianten, wie einen alten Wagen, ein fröhlich- wertvolles Bild, ein Stück Weide oder Forstland, einen Hereke aus der Türkei oder sonstwas. Nur die Freude, nur Vertrauenb,Sicherheit zählen in Zeiten von akademischen staatstragenden Reden, Bunga- Bunga, Kriegen, Deutscher malwieder jenseits von Ceuta und Port Said- Suez und dem Wunsch nach Gleicheit, Vergrauung, Einheitlichkeit fürs gemeine Volk, wie sie in D. U- und S- Bahnen (fernab von blauen Staatslimousinen hinter den
    Palästen, Zentralen der Macht) schon weitgehend verwirk-
    licht sind. Was bedeutet es schon wenn einer der alten
    Granden des Geschäfts (z. B. Philantrop S.)auf allen Kanälen rausposaunen läßt, er verkaufe sein Gold (- Papier).
    Für Besitzer phys. Goldes deutet es wenig bis nichts. Natürlich für den Gold verarbeitenden Goldschmied und zugleich für den Käufer seiner Produkte in der Welt ist ein Fallen des Goldpreises erwünscht und z. Zt. sicher auch
    notwendig, doch weniger für den langfristig, an sich und
    seine Familie denkenden "Anleger". Dieser sollte die Ent-
    wicklung besonders in dieser Zeit jetzt, jetzt gelassen sehen.

  • Seit 2000 von ca.250 USD(als Gordon Braun den Grosstei der britiscen Goldreserven nach grossartiger Ankuendigunng auf den Markt warf) 12 Jahre in Folge gestiegen!!!
    Kein andere Anlageklasse weist eine derartige Erfolgsbilanz auf.Eine Konsolidierung ist mehr als ueberfaellig.
    Selbst falls Gold seinen Boden erst bei 1375 USD findet ist dies noch ein Zugewinn von 450 %.
    Alan Greenspan betrachtet Gold als das ultimative Zahlungsmittel und als einzige Moeglichkeit fuer den normalen Buerger sich vor herbeigefuehrter Infation (finanzieller Repression) u schuetzen.Daher droht ein neues Goldverbot.
    Der Mann hatrecht!
    Kursziel bis 2016 5000 USD!
    Kursziel fuer in der Herstellung extrem teuren Papiergeldes langfristig NULL.
    Vergleicht man die Berge Papiergeld,mit dem Gold,welches seit 2000 gefordert wurde ist Gold nicht nur unterbewertet,sondern spottbillig.

  • Bitcoins sind wie Gold, nur elektronisch. Eine Waerung ohne Politiker, ohne Zentralbanken, ohne Falschgeld

    Einfach mal google fragen.

    Die Wertentwicklung steil nach oben.

    Hier kann man sich fuer ein paar Euro mal einen bitcoin besorgen.

    https://www.bitcoin.de/r/dvee25

    Ein paar % kann man riskieren.

    Ich bin auch Goldfan, nur Bitcoins sind ein prima Ergaenzung

    Ich find HB sollte mal wieder einen Artikel darüber bringen


  • Die wichtigste Information aus dem Mehrjahresüberblick ist, dass die Zntralbanken nicht mehr Nettoverkäufer, sondern Nettokäufer sind. Das ist wie der schriftliche Beweis, dass die Leitwährungen nicht mehr "sicher" genug sind, um Währungsreserven dort zu halten.

  • Das Wesentliche steht in der Überschrift: Ratlosigkeit. Tatsächlich verunsichert die Kursentwicklung, denn sie hat sich von der Entwicklung der Fundamentaldaten entkoppelt. Deshalb haben die Chartkünstler wieder Konjunktur. Wer aber glaubt, spekulatives und psychologisches Verhalten mit Lineal- und Buntstiftakrobatik erklären zu können, sollte von den Finanzinstituten und -dienstleistern vor allem anderen Ballast abgeworfen werden, um Seriosität nicht zu verlieren. Die langjährigen Erfahrungen zeigen, dass Charts nur als e i n Hilfsmittels für l a n g f r i s t i g e Trendvorhersagen taugen. Die konkreten Schwellwerte (Kurswertbezug) sind reine Kaffeesatzleserei. Leider lässt sich aber damit nicht nur noch viel Geld verdienen: Ratlosigkeit wird in fremdem Interesse manipuliert. Das Ziel ist deckungsgleich mit der Absicht, die unaufgefordert zugesandte FAX-Kaufempfehlungen verfolgen. Mein Rat: Ratlosigkeit darf nicht zur Dummheit werden! Ich empfehle Analysten die Analyse des Investorenverhaltens in Verbindung mit vergangenen und künftig erwarteten Fundamentaldaten. Wer aber Gefallen am Murks findet, möge die Charts von gestern und vorgestern über die tatsächlichen Kursdiagramme legen. Es könnte sehr heilsam sein. Wie sich der Goldpreis entwickeln wird, vermag ich nicht einzuschätzen, zumal Käufe und Verkäufe großer Investoren oft zur Vorbereitung günstiger Bedingungen für späterer Käufe und Verkäufe dienen.

  • Die Headline (Seitwärtsbewegung seit 2009) ist in Dollar als auch in Euro gerechnet völliger Unsinn und schlichtweg falsch! Liest hier denn niemand Korrektur?
    Im Artikel steht dann ja auch seit 2012, das ist richtig und mir nach 300 Prozent Wertanstieg auch völlig gleichgültig. Da kein Verchuldungsproblem gelöst wurde geht es nach einer Verschnaufpause auch wieder weiter.

    http://www.kitco.com/gold_currency/index.html?currency=euro&timePeriod=5y&flag=gold&otherChart=no

  • Kaufen Sie sich besser ein Meisterwerk und hängen Sie sich dieses an die Wand. Davon habe Sie mehr. Bei Gold müssen Sie fast täglich dem Sinkflug zusehen.

    Viel Spaß noch mit Ihrem Gold!

    Und für den Rest der Gold-Fans: Kaufen! Kaufen! Kaufen! Es warten noch genügend Verkäufer...

  • @Flash Gordon

    Fachlich ist das vollkommen korrekt.

    Diesen Kommentar haben Sie in den letzten zwei Monaten aber schon zum vierten oder fünften Mal fast wörtlich ( mit steigender Frequenz) wiederholt.

  • Zitat…Merbod. Eine Umrechnung von Gold in Euro, Dollar und Ähnliches ist insofern bedeutungslos….

    Wenn man es als "Religion" betrachtet, gebe ich ihnen Recht.

  • Nur am Rande bemerkt, längerfristig die Schlechteste. Hätte ich vor 40 Jahren statt in Aktien in Gold investiert, würde eine Rendite um 3% (inflationsbereinigt) herausspringen. Das aber auch nur wegen dem letzten Hype. Lässt sich leicht im Netz recherchieren.

    Inflationsabsicherung ...? Fehlanzeige. Keine Parallelen.

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