Contracts for Difference Anleger wetten auf die Börse

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"CFDs sind aber keine Wertpapiere im Sinne des Börsengesetzes", sagt Andreas Schmidt, Vorstandsmitglied der Bayerischen Börse. Sein Unternehmen gründete mit der FX-Direkt-Bank das Marktsegment Contrex und will überwachen, wie die Preise von CFD-Wetten gestellt werden. CFDs sind aber nicht börslich handelbar. "Denn die hochspekulativen Hebelprodukte sind nicht fungibel", erklärt Schmidt. Sprich: Hinter CFDs steht kein realer Vermögenswert, wie etwa bei Aktien der Unternehmensanteil.

Profis wie Fondsmanager oder Vermögensverwalter setzen daher nicht auf CFDs. "Wir sichern unsere Portfolios mit Futures und Optionen, denn das sind Wertpapiere die über einen ordentlichen Börsenkurs verfügen", sagt Michael Busch, Portfoliomanager bei FIVV.

Die Kurswetten kommen besonders semi-professionellen Tradern gelegen. Die Zahl der CFD-Transaktionen jedenfalls steigt - im ersten Quartal 2009 um 29 Prozent auf 5,5 Millionen.

Der Münchener Börsenvorstand Schmidt glaubt dennoch: "CFDs werden immer ein Nischenprodukt bleiben."

Handelsplätze

Im Norden

wollten die Börsen Hamburg und Hannover bereits vergangenen Februar exklusiv mit dem Brokerhaus Cityindex einen überwachten CFD-Handel etablieren. Doch die Pläne landeten schnell wieder in der Schublage des Hamburger Börsenchefs .

Im Süden

überwacht die Bayerische Börsen AG - nicht die Münchener Börse selbst - den CFD-Handel der FX-Direkt-Bank. Viel mehr als die Dokumentation der Preisfeststellung dieses einen Anbieters bietet sie jedoch nicht. Eine Ausweitung auf andere CFD-Händler steht nach Angaben des Börsenvorstands derzeit auch nicht an.

Im Westen

zog IG-Markets zwar in das Gebäude der Börse Düsseldorf. Bei der räumlichen Nähe soll es jedoch auch bleiben. Der britische CFD-Anbieter plant keine Zusammenarbeit mit dem rheinischen Handelsplatz.

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