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Differenzkontrakte CFDs: Hebel 100 für hartgesottene Zocker

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Vorsicht ist vor allem geboten, da die Verluste nicht auf das Guthaben auf dem CFD-Konto beschränkt sind. Reicht der Betrag nicht aus, um die Schulden beim Broker zu begleichen, müssen Anleger bei den meisten Anbietern Geld nachschießen, um das Konto auszugleichen.

Zwar benachrichtigen die meisten Broker ihre Kunden, ehe diese nachschusspflichtig werden, andere schließen die Positionen sogar automatisch, bevor es so weit kommt. Jedoch hilft das nicht, wenn die Börse morgens mit hohen Auf- oder Abschlägen eröffnet, die der Spekulation des Kunden zuwiderlaufen. Gegen solche "Overnight Gaps" können sich Anleger einzig mit sogenannten garantierten Stopps absichern. Diese Option bieten die meisten CFD-Broker an, allerdings nur gegen zusätzliche Gebühr.

"Wie sinnvoll ein garantierter Stopp ist, haben die Turbulenzen im vergangenen Herbst gezeigt", sagt Stefan Riße, Geschäftsführer von CMC Markets in Deutschland. Viele Anleger hätten in den hektischen Börsenphasen viel Geld verloren. Allerdings hat Riße auch beobachtet, dass die Anleger aus ihren Fehlern gelernt haben: "Das Risikobewusstsein ist insgesamt gestiegen, die Hebel sind kleiner geworden."

Andere Anleger haben sich vermutlich erst mal ganz zurückgezogen. Zwar vermelden die Anbieter weiter große Zuwachsraten und beziffern ihren Kundenstamm in Deutschland mit mehr als 40 000. Die Zahl der aktiven CFD-Trader dürfte aber deutlich geringer sein. IG-Experte Lippa schätzt, dass drei Viertel aller CFD-Konten nicht für den täglichen Handel genutzt werden, sondern die Anleger nur alle zwei oder drei Monate handeln.

Angesichts der hohen Risiken und der Zinskosten für Positionen, die über Nacht gehalten werden (siehe "Was Sie über CFDs wissen sollten"), werden die Kontrakte bisher im Wesentlichen für kurzfristige Spekulationen genutzt. Eine weitere Funktion von CFDs wird nach Meinung von Riße bisher hingegen übersehen: "Mit CFDs kann ich mein Portfolio mit geringem Einsatz absichern", sagt er. Dies sei insbesondere für Anleger interessant, die ältere Aktienpositionen halten, die nicht der Abgeltungsteuer unterliegen. "Wenn ich diese Papiere aus Steuergründen halten möchte, nach den jüngsten Kursanstiegen aber mit Rückschlägen rechne, ist ein CFD eine interessante Option."

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