Griechenland Der Grexit rückt näher

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat immer versprochen, alle Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern zu erfüllen. Doch der Markt sieht das anders – und stuft die Grexit-Wahrscheinlichkeit nun höher ein.
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Urteil zum Reformpaket: Unglaubwürdig

Urteil zum Reformpaket: Unglaubwürdig

DüsseldorfWährend der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bei seinen Gesprächen mit Gläubigern über die Bedingungen für Rettungskredite nicht vorankommt, erklärte ein Vertreter seiner Regierung am Freitag, Griechenland werde seine Schulden nicht mehr bedienen, falls die Kreditgeber die Mittel nicht freigeben.

Griechenland schlägt eine Restrukturierung vor, bei der bestimmte Zahlungen an das Wirtschaftswachstum gebunden sind; das Land fordert zudem niedrigere Zinsen und mehr Zeit für die Rückzahlungen. Zwar sollen private Anleihegläubiger davon nicht betroffen sein - doch es besteht die Gefahr, dass die Gespräche scheitern, Griechenland aus dem Euroraum austritt und alle Beteiligten Verluste erleiden.

„Die größte Angst ist im Moment ein Austritt Griechenlands aus Versehen“, sagte Padhraic Garvey, Leiter Zinsstrategie weltweit bei ING Groep NV in London. „Im absoluten Extremfall wäre die einzige praktikable Lösung, alle staatlichen Schulden in eine ewige Anleihe ohne Laufzeitbegrenzung zu packen, die dann niemals zurückgezahlt würde.“

Dem Land geht allmählich das Geld aus. Laut CMA zeigen Kreditausfall-Swaps eine 72-prozentige Wahrscheinlichkeit dafür an, dass Griechenland innerhalb von fünf Jahren Kreditverpflichtungen nicht bedient. Anfang März hatte dieser Wert noch bei 67 Prozent gelegen.

Die Verzinsung zehnjähriger Papiere kletterte am heutigen Montag (30.3.) leicht auf 11,10 Prozent. Griechenland versucht derzeit fieberhaft, die Staatspleite abzuwenden. Auf die Stimmung der Anleger drückte zudem, dass die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote des Euro-Staates herabgestuft hat. Die Kreditwürdigkeit wird nun mit CCC bewertet, bislang stand Griechenland bei Fitch auf B. „Wir warten weiter ab, doch die Uhr tickt immer lauter“, schrieben die Analysten der Metzler Bank in einem Kommentar.

Die Renditen dreijähriger Anleihen liegen fast zehn Prozentpunkte höher als die der zehnjährigen Papiere. Üblicherweise erhalten Investoren mehr, wenn sie für einen längeren Zeitraum Geld verleihen, um sie für die Inflation zu entschädigen.

Im Falle Griechenlands aber ist die unmittelbare Sorge die, ob man überhaupt sein Geld zurückbekommt. So ist die Notierung der fünfjährigen Anleihen auf 68 Prozent vom Nominalwert gefallen, von knapp hundert Prozent vor einem Jahr, als die Papiere begeben wurden.

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41 Kommentare zu "Griechenland: Der Grexit rückt näher"

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  • Griechenland verdient den GREXIT, obgleich dadurch die lang ersehnte Vision von "United States of Europe" immer ferner wird. Als dass der sture Norden Europas nicht schon Hindernis genug ist, allem voran England.

  • Das ist Politik und das sind Beamte. Deswegen dauert alles und alles wird nach hinten geschoben und gehofft und verdrängt und sich den Realitäten zu stellen. In der Wirtschaft wäre das Griechenland schon längst aus dem Euroraum verbannt worden. Stattdessen wird das Risiko und die Nachteile auf die Bevölkerung übertragen. Die Politiker selbt haben ja nichst zu befürchten und sowieso ihre hohen Pensionen sicher. Die brauchen daher keine zusätzlichen Altersversorgungsprodukte. Diese sind bis auf fasr null gesenkt. Rendite gleich null. Tagesgeld ebenso. Diese Sparer bluten seit Jahren aus. Meine eigene Altersversorgungsprodukte sind um 6-stellig gesunken. Diese Probleme haben Politiker weniger bis gar nicht. Deshalb handeln sie zum Wohle des Volkes oder wie soll man das nennen. Das deutsche Volke zahlt seit Jahren die Zeche, zumindest der einzelne Sparer. Und es wird noch Jahre dauern. Und der USA Urlaub oder die Schweiz ist nur noch für Priviligierte zahlbar. Das will man doch, oder? Und der deutschd Michel freut sixh auf seine zwischenzeitlich 50 oder 60 Stundenwoche und die Firma freut sich zum Exportweltmeidte. Nur die Rente wird such weniger, Da kann man (n) sich bewegen wie man will. Für 1200 bis 1500 Euro Höchstrente sich die A..... aufreißen und ggf.seine Gesundheit ruinieren. Ich weiß nicht, ob dies der richtige Weg ist. Für viele bestimmt nicht. Soetwas kann man mit dem deutschen Michel machen. Er kümmert sich nicht, ist dahingend dumm und unaufgeklärt.
    Die Politik schert sich um solche Dinge nicht, die den einzelnen bewegen. Wenn soetwas wie Pegida auf die Strasse geht wird der Spiegel vom letzen Jahrtaussend hervorgeholt und vorgezeigt. Diese Poltiker sind nicht besser als die hier lebenden "Personen mit Migrationshintergrund" den dann bei Problemen oder einer Konfrontstion nur einfällt "Du Nazi, du...." Das ist trivial, wenn man sich nicht den eigentlichen Problemen der Bürger stellt und diesen mit anderen Argumenten ausweicht.

  • Dass Griechenland und ein Großteil der Griechen ein gespaltenes Verhältnis zur Realität haben, konnte man seit Jahrzehnten wissen. Europa steht nicht mit dem Euro auf dem Spiel, sondern Europa steht durch den Euro auf dem Spiel. Es gehört nicht zusammen was nicht zusammenpasst: Die krass unterschiedliche Wirtschaftskraft, die krass unterschiedliche Mentalität zwischen Süd und Nord.
    Warum wohl gewinnen die europakritischen Parteien in Straßburg und in den Nationalstaaten immer mehr Zulauf? Von Juncker bis Draghi wird der europäische Gedanke der Verträge von Rom konterkariert. Europa kommt nur voran, wenn man sich darauf besinnt, was man gemeinsam will. - Und da muss jedes Mitglied was dazugeben wollen. Das jetzige Europa wird an der selbst verursachten Asymetrie scheitern. Wer Europa nur als Kasse sieht, sich die selbst verschuldete Misswirtschaft in Politik und Ökonomie dauerhaft finanzieren zu lassen, der muss raus, aus Euro und aus EU!

  • Deutschland muß raus aus dem Euro, die Wirtschaft ist viel zu stark für diese Währung und das ist das Problem. Die Leute die deutsche Staatsanleihnen
    kaufen wissen das, denn wenn Schicht im Schacht ist machen die Fonds locker 20% plus. Konnte man gerade am Franken sehen.

  • Es sollte mal jeder im Internet nachlesen das in den großen Städten fast immer die Höchstrente von 2830 . Gezahlt wird bei 14 Monatsgehältern . Diese Woche wird wieder ein Monatsgehalt extra gezahlt , das schimpft sich dann Ostergeld ( wie Weihnachten) auch. Dann bringt man immer den Schafhirten vom Lande im Fernsehen mit 180.- Rente. Wer sollte wohl dann wen ünterstützen ???
    Beim Wohneigentum dasselbe . Doppelt sovielmal wie bei uns besitzen ein Haus.
    Man soll das mit der Tränendrüse ............je eher der GREXIT desto besser

  • Wie ein paar Beiträge das ganze Lügen-Theater vorführen, nichts stimmt an all den Behauptungen des EU-Regimes.

  • analytische gesehen, haben Sie Recht!
    Die Frage ist nur, warum GR mit Russland antichambriert, wenn es die EU vorführen will?
    Die Fananzmärkte sind auch bei Russland die gleichen und im Unterschied zu GR wird die EU hoffentlich in der Lage sein Kapitalverkehrskontrollen innerhalb von Stunden zu aktivieren und die Grenzen nach GR (Schengenraum) auch innerhalb von Stunden zu schliessen.
    Also ausser das Sysriza recht hat sehe ich keinen Vorteil in der GR Vorgehens- Verhandlungslogik.
    Nach einem GREXIT könnte GR exportieren aber das können Sie heute auch und tun es nicht. Aber ach ja die neue Drachme wäre billiger damit läuft der Export besser, aber woher sollen die Tomaten kommen? Und der Sonnenstrom und Gas und Öl muss weiter in sehr hohem Masse eingeführt werden und damit man es nicht vergisst an Modernisierung ist nach einem GREXIT 10 Jahre lang nicht zu denken, weil Investitionsgüter zur Ankurbelung der Wirtschaft gar nicht zu finanzieren wäre und die bösen Ausländer kommen dann und kaufen für sehr (!) billiges geld alle Hotels und Schiffe auf, so dass der letzte BIP gegen '0' gehen würde.
    Aber wir deutschen sollten nicht so streng und neunmal klug sein!

  • Lassen wir die Griechen doch endlich fallen, die wollen es ja anscheinend auch ! Wenn die EU und unsere Regierung solch eine Angst vor dem Grexit haben, dann kann da was gar nicht stimmen. Wenn ein solch kleines Land wie Griechenland den EURO kollabieren lassen kann und das gesamte System der EU, dann hängt wieso alles nur noch an einem Seidenen Faden. Was werden die denn dann mal machen wenn sich Spanien, Frankreich oder Italien mal melden sollte......???

  • Das wird teuer 1000 Euronen für jeden, Murksel hat wieder perfekt gearbeitet.
    Macht dann 500Milliarden plus 80Milliarden ist 580Milliarden. Echt teuer die Frau.

  • Stimmt genau!!! Aber man liest ja alleweil, dass es die "Mehrheit der Deutschen" (das sind die Umfragen mit 1064 Beteiligten) gar nicht so sehr stört.....Anders wäre das vermutlich, wenn die "Griechenland-Umlage" (1000,--/Person) direkt an der Haustüre abkassiert würde....!!!

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