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Risikopuffer Anleger im Dividendenrausch

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Risiko-Reduzierung durch gezielte Streuung
Dividenden sind die neuen Zinsen
Allianz
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Im vergangenen November hat der Vorstand der Allianz eine Änderung der Dividendenpolitik beschlossen. Die Ausschüttungsquote wurde von 40 auf 50 Prozent des Jahresüberschusses der Allianz Gruppe erhöht. Die Aktionäre dürfte es freuen. Die Dividendenhistorie des Konzerns ist allerdings nicht frei von Makel. Im Jahr 2008 wurde – wie bei vielen börsennotierten Unternehmen – aufgrund der Finanzkrise die Dividende gekürzt. Dass Konzerne es schaffen, auch in schweren Zeiten die Dividenden anzuheben, zeigen andere Beispiele…

(Foto: dpa)
Novo-Nordisk
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Der dänische Medizinkonzern Novo-Nordisk hat sich auf das Thema Diabetes spezialisiert und profitiert von der weltweit steigenden Zahl der Diabetiker. Die Aktionäre freut es: Der Konzern hat in den zurückliegenden 16 Jahren ununterbrochen in jedem Jahr die Dividende erhöht.

(Foto: Reuters)
Fresenius Medical Care
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Der weltweit führende Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care erfreut seine Aktionäre seit 17 Jahren ununterbrochen mit Dividendenerhöhungen. In den vergangenen Jahren hat sich der Aktienkurs so gut entwickelt, dass die Dividendenrendite unter zwei Prozent gesunken ist. Die Ausschüttungen spielen bei einem Kursplus von 150 Prozent in fünf Jahren allerdings nur eine untergeordnete Rolle.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Nestlé
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Mit 92 Milliarden Schweizer Franken Jahresumsatz ist das Unternehmen der größte Nahrungsmittelhersteller der Welt. Selbst in Jahren der Finanzkrise erzielten die Schweizer Cash-Flows in zweistelliger Milliardenhöhe. Die Dividenden wurden in den vergangenen 18 Jahren ununterbrochen von Jahr zu Jahr erhöht. Aktuell bieten die Aktien eine Dividendenrendite von etwa 3,3 Prozent.

(Foto: Reuters)
L'Oreal
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Der Schönheits-Konzern L´Oreal macht zur Freude der Anleger auch an der Börse eine gute Figur. Seit 19 Jahren erhöht das Unternehmen ununterbrochen die Dividenden.

(Foto: dpa)
Fresenius
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Der Gesundheits-Konzern Fresenius hat Ende Januar vermeldet, dass die Dividende angehoben wird. Für Investoren, die die Aktie schon länger im Depot haben, ist das mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Fresenius erhöht seit 21 Jahren regelmäßig die Höhe der jährlichen Ausschüttung.

(Foto: dpa)
Roche
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Auch der Pharma-Gigant Roche Holding gehört zu den verlässlichen Dividendenzahlern. Seit 28 Jahren erhöhen die Schweizer jedes Jahr die Höhe der Ausschüttungen. Derzeit bietet die Aktie eine Dividendenrendite von 3,5 Prozent.

(Foto: dpa)

Weitere Beispiele für Dividenden-Produkte sind die beiden ETFs auf den Stoxx Global Select Dividend 100 Index von db x-trackers (WKN DBX1DG) und iShares (WKN A0F5UH). Der Index, auf den sich die beiden ETFs beziehen, enthält 100 Aktien mit hohen Dividendenausschüttungen aus dem Stoxx Global 1800 Index, der sich aus 600 europäischen, 600 nordamerikanischen und 600 Werten aus dem asiatisch-pazifischen Raum zusammensetzt. Der Index ist dadurch breiter diversifiziert als der Euro Stoxx Select Dividend 30 Index – enthält aber aufgrund der weltweiten Streuung auch ein gewisses Währungsrisiko.

Investoren, die ihr Risiko bei der Anlage in Dividendenaktien reduzieren wollen, sollten breit streuen. Bei der Auswahl der Investments gilt es deshalb, genau hinzusehen. „ETFs auf klassische Aktienindizes oder aktiv gemanagte Dividenden-Fonds bieten zwar eine gewisse Verteilung des Risikos auf verschiedene Aktien. Klumpen-Risiken sind aber nicht ausgeschlossen“, erklärt Claus Walter von der Freiburger Vermögensmanagement. Als Beispiel nennt er den Stoxx Global Select Dividend 100 Index, der zu einem Drittel Aktien aus den USA und Kanada enthält.

„Mit Eon und Münchner Rück sind gerade einmal zwei deutsche Vertreter unter den 100 Werten. Unter den Top-10 findet man gar keine deutsche Aktie“, so Walter. Beim aktiv gemanagten Verkaufsschlager, dem Fonds DWS Top Dividende (WKN 984811) liegt der Nordamerika-Anteil sogar bei 50 Prozent, die Euro-Zone ist nur zu rund 16 Prozent vertreten. „Als Anleger muss ich mich da fragen, ob ich zur Hälfte in US-Dollar-Werten investiert sein will. Das ist eine sehr grundsätzliche Entscheidung“, sagt Claus Walter. Auch die Branchenverteilung sollten sich Anleger genau ansehen.

„Der Dax zum Beispiel besteht zu einem Viertel der Gewichtung aus Finanztiteln. Entsprechenden Einfluss hätte es auf den Index, wenn die Finanzbranche noch einmal unter Druck geraten würde“, so Walter. Auch der Dividendenindex DivDax biete dazu keine wirkliche Alternative: „In den vergangenen fünf Jahren haben sich die beiden Indizes nahezu identisch entwickelt“, rechnet Walter vor.

Eine Lösung des Problems ungleicher Verteilung sieht Walter in der gezielten, individuellen Zusammenstellung eines Dividendenaktien-Portfolios, in dem Branchen und Regionen möglichst gleich verteilt sind – und bei dem sich Anleger bei jeder einzelnen Aktie die Frage stellen sollten: Würde ich in diese Aktie auch dann investieren, wenn die Dividende niedriger wäre? „Solide Bilanzen und eine hohe Kontinuität in der Geschäftsentwicklung sollten maßgeblich bei der Auswahl sein“, so Walter.

Auch wenn ein hoher Dividenden-Kupon lockt, gilt: Grundsätzlich müssen konservative Anleger bei Aktien in Kauf nehmen, dass die Volatilität höher ist als bei Anleihen. Eine höhere Renditechance bedeutet eben auch ein höheres Risiko. Und dieses Risiko scheuen konservativ orientierte Anleger oft. Doch es gibt eine Möglichkeit, den Nachteil der höheren Volatilität in einen Vorteil umzumünzen und hohe Dividenden bei reduziertem Risiko einzufahren.

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5 Kommentare zu "Risikopuffer: Anleger im Dividendenrausch"

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  • Ihr Weg ist ein Weg, einer von Vielen . Doch nicht immer ist es sinnvoll, eine Kuh zu kaufen, wenn man nur ein Glas Milch trinken will. Sprich: Als Immobilieneigentümer hat man natürlich auch Verwaltungsaufwand, insbesondere Nachvermietungsrisiken und Revitalisierungskosten zu berücksichtigen. Diese belasten die Mietrendite. Indirekte Immobilien-Investments haben den Reiz, dass man sich um nichts scheren muss und trotzdem eine ordentliche Rendite erzielt. Es kommt wie gesagt auf den Anbieter an. Ich würde mein Geld ganz sicher nicht jedem Initiator anvertrauen und mir das Investitionsmodell ganz genau anschauen. In jedem Fall kann man mit Sachwertanlagen in Immobilien derzeit nichts falsch machen, außer zu teuer einzukaufen.

  • Herr Christian [email protected]
    Ich will Sie nicht ärgern aber wenn ich eine Wohnung kaufen will, dann mache ich das. Irgendwelche Zettel kaufe ich bestimmt nicht.

  • Eine interessante Rendite-Alternative können die neuen KAGB-regulierten Immobilienfonds mit Spezialisierung auf Wohnimmobilienentwicklung sein. Sie sind aufgrund eines ausgeglichenen Rendite/Risiko-Profils meiner Meinung nach planbarer als Aktien. Es kommt jedoch auf den Anbieter an. Hier ist sorgsam zu selektieren, wie die Investitionen erfolgen, z.B. reine Eigenkapitalbasis, möglichst hoher Streuungsgrad in mehrere Objektentwicklungen und Konzentration auf die stark nachgefragten Metropolregionen (insbesondere Berlin). Wichtig ist dabei auch der Exit: Ein Immobilienfonds mit Bestandshaltung, der die Rendite durch die Vermietung von Immobilien erzielt, wird sich sicher schwerer tun, als ein Beteiligungsangebot, bei dem die Wohnungen zum Zeitpunkt der höchsten Wertschöpfungsphase im Leben einer Immobilien sofort verkauft werden. Bei letzterem ist jedoch der Exit sicherzustellen.

    Als Anleger sollte man in seinem Portfolio ohnehin nicht einseitig auf Aktien setzen - es geht auch wieder genauso schnell bergab und dann ist das Gejammer groß. Insofern Sachwertanlagen in jedem Fall einbeziehen in die Anlageentscheidung. Es wäre begrüßenswert, wenn der Autor im Rahmen eines weiteren Artikels auf seriöse Anlage-Alternativen hinweisen würde, die ebenso Rendite liefern, ohne die Risiken zu forcieren.

  • Für Fonds gilt. Es steht jeden Tag ein Dummer auf nur finden muß man ihn.
    Daher die Werbung.

  • "Zinsen wird es in den kommenden Jahren quasi nicht mehr geben." Liebes HB, es gibt neben BUndesanleihen auch Anleihen von Unternehmen, die sehr wohl Zinsen zahlen. Könnte man erfahren, wer der Auftraggeber für die Aktienwerbung ist? Warum wird ein Aktienfonds mit wesentlich höherem Risiko beworben, während ETFs mit Unternehmensanleihen bei vergleichbarer Rendite aber weniger Risiki unerwähnt bleiben?

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