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Risikopuffer Anleger im Dividendenrausch

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Risiko-Reduzierung mit Discountzertifikaten
Wie die Dax-Konzerne ihre Anleger verwöhnen
K+S
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Die Erholung der Düngemittelpreise haben dem Salz- und Düngemittelhersteller K+S zu einem kräftigen Gewinnanstieg verholfen. Seinen Aktionären stellte der Konzern nun eine höhere Dividende von 90 Cent (Vorjahr: 25 Cent) je Aktie in Aussicht.

Dividendenrendite: 2,6 Prozent
Dividende: 0,90 Euro pro Aktie

(Foto: dpa)
Deutsche Post
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Trotz eines boomenden Expressgeschäfts und einer Paketflut zu Weihnachten blieb der Gewinnanstieg des Konzerns im vierten Quartal 2014 deutlich unter den Markterwartungen. Der operative Gewinn kletterte dennoch auf 2,965 (Vorjahr: 2,865) Milliarden Euro, die Dividende soll um fünf Cent auf 0,85 Euro je Aktie steigen.

Dividendenrendite: 3,0 Prozent
Dividende: 0,85 Euro pro Aktie

(Foto: AFP)
Eon
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Der Energiekonzern hat im vergangenen Jahr den höchsten Verlust eines börsennotierten Versorgers in der Geschichte der Bundesrepublik geschrieben. Der Fehlbetrag belaufe sich auf 3,2 Milliarden Euro, teilte Eon mit. Der vor der Aufspaltung stehende Energieriese gab als Gründe hohe Abschreibungen auf seine Kraftwerke, die gefallenen Strom-Großhandelspreise und Wechselkurseffekte an.

Dividendenrendite: 3,5 Prozent
Dividende: 0,50 Euro pro Aktie

(Foto: dpa)
Continental
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Bereits im vergangenen Jahr verwöhnte Continental seine Anleger mit einer kräftigen Dividendensteigerung – und auch in diesem Jahr steigt die Dividende von 2,50 Euro auf 3,25 Euro.

Dividendenrendite: 1,3 Prozent
Dividende: 3,25 Euro pro Aktie

(Foto: dpa)
RWE
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Vergangenes Jahr war für RWE-Aktionäre wenig erfreulich. Die Aktie lief schlecht und die Dividende wurde gekürzt. Für die diesjährige Dividende will RWE die Berechnungsmethode ändern. Künftig wird der Konzern sich der Konzern hinsichtlich der Ausschüttung an operativen Mittelzuflüssen, der Verschuldung und der Ertragslage orientieren.

Dividendenrendite: 3,2 Prozent
Dividende: 0,80 Euro pro Aktie

(Foto: Reuters)
Merck
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Trotz des skeptischen Ausblicks der Chemiebranche auf das Jahr 2015 zeigen sich die Aktien von Merck seit Jahresanfang in blendender Verfassung. Um rund 15,5 Prozent verteuerten sich die Papiere und entwickeln sich damit besser als der Dax. Der Pharmakonzern will an seine Aktionäre daher fünf Cent je Aktie mehr ausschütten.

Dividendenrendite: 1,2 Prozent
Dividende: 1,00 Euro pro Aktie

(Foto: dpa)
Aktionäre dürfen sich auf Rekordausschüttungen freuen
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Die Dax-Konzerne haben jetzt schon rekordverdächtige 138 Milliarden Euro auf der hohen Kante und sie wissen nicht wohin mit dem vielen Geld. Niedrige Zinsen sind kein Anreiz zum Sparen und einige Banken drohen bereits mit Negativzinsen. Die Dax-Konzerne werden deshalb 2015 wohl einen Rekordwert von 30 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschütten. Das ergaben Berechnungen des Handelsblatts und der Commerzbank, die die Neun-Monats-Bilanzen und die Aussagen der Konzernchefs auswerteten.

Quelle: Handelsblatt, Commerzbank, Handelsblatt Research Institute

(Foto: AFP)

Die Lösung: Discount-Zertifikate auf dividendenstarke Aktien. Der Trick: Bei diesen Zertifikaten werden die für die betreffenden Aktien erwarteten künftigen Gewinnausschüttungen dazu genutzt, um die Konstruktionen der Zertifikate überhaupt möglich zu machen. Anleger legen sich also mit diesen Produkten Papiere ins Depot, in denen die erwarteten Dividenden bereits enthalten sind. Sie sichern sich dadurch bei Kauf des Produktes die erwarteten Dividenden für die Laufzeit des Zertifikates. Zudem sichern sich Anleger über ein Discount Zertifikat gleichzeitig in gewissem Umfang gegen Kursrückgänge ab. Eine hohe Volatilität sorgt dabei zusätzlich für eine Preisreduzierung der Discountzertifikate während der Laufzeit – was zum Schluss unter dem Strich eine höhere Rendite bedeuten kann.

Discountzertifikate verbriefen also ein Versprechen auf Dividenden, die im ungünstigsten Fall für den Emittenten geringer ausfallen oder gar nicht ausgezahlt werden. Sollten später tatsächlich vom betreffenden Unternehmen weniger Dividenden gezahlt werden als ursprünglich prognostiziert, zum Beispiel wegen einer überraschenden Dividendenkürzung, geht das zu Lasten des Emittenten. Da dieser Effekt den Emittenten selbst natürlich auch bewusst ist, sind solche Risiken zum Teil eingepreist. Die besten Konditionen gibt es deshalb bei Aktien, bei denen die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Dividendenzahlung sehr gering ist.

Anleger, die sich mithilfe von Discountzertifikaten hohe Dividendenversprechen im Voraus sichern wollen, sollten deshalb nicht nur Discountzertifikate auf Aktien mit hoher Dividendenrendite bevorzugen. „Anleger sollten aber auch darauf achten, dass Unternehmen, in die sie investieren, eine möglichst verlässliche Dividendenhistorie und eine solide Bilanzentwicklung aufweisen“, sagt Stephan Witt von FiNUM Private Finance in Berlin.

Als Paradebeispiel dafür nennt er den Mischkonzern Procter & Gamble. „Der weltweit agierende Mischkonzern ist enorm krisenresistent. Selbst in Konjunkturkrisen verzichten die Menschen nicht auf den Kauf von Seife und Windeln. Gleichzeitig punktet Procter & Gamble mit seinen Marken in aufstrebenden Industriestaaten in Asien“, erklärt Stephan Witt. Was für Dividendenjäger aber vor allem interessant ist: „Seit 1890 hat der Konzern noch niemals eine Dividendenzahlung ausfallen lassen. Und in den vergangenen 60 Jahren wurde die Dividende von Jahr zu Jahr stets erhöht“, so Witt.

Das Unternehmen weist derzeit eine erwartete Dividendenrendite von über drei Prozent aus. Schon das wäre ein Argument für die Aktie, die derzeit rund 86,20 Dollar (75,50 Euro) kostet. Mit einem passenden Discountzertifikat lässt sich diese Quote noch erhöhen. Beispiel: Ein Discountzertifikat auf Procter & Gamble, herausgegeben von BNP Paribas (WKN PA5AS5) mit einem Cap bei 80 Dollar und einer Laufzeit bis Weihnachten 2015 kostet aktuell 67,54 Euro.

Das entspricht einem Rabatt von mehr als zehn Prozent auf den Aktienkurs. Darin enthalten ist die Dividende, die demnächst ausgeschüttet wird und anteilig die erwartete Dividende für das folgende Geschäftsjahr, berechnet auf die Laufzeit des Discountpapiers. Unter dem Strich bleibt bis zum Fälligkeitsdatum des Zertifikats am 24. Dezember eine maximale Rendite von 3,8 Prozent absolut oder 4,3 Prozent per annum.

Solide Basiswerte für weniger Risiko
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5 Kommentare zu "Risikopuffer: Anleger im Dividendenrausch"

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  • Ihr Weg ist ein Weg, einer von Vielen . Doch nicht immer ist es sinnvoll, eine Kuh zu kaufen, wenn man nur ein Glas Milch trinken will. Sprich: Als Immobilieneigentümer hat man natürlich auch Verwaltungsaufwand, insbesondere Nachvermietungsrisiken und Revitalisierungskosten zu berücksichtigen. Diese belasten die Mietrendite. Indirekte Immobilien-Investments haben den Reiz, dass man sich um nichts scheren muss und trotzdem eine ordentliche Rendite erzielt. Es kommt wie gesagt auf den Anbieter an. Ich würde mein Geld ganz sicher nicht jedem Initiator anvertrauen und mir das Investitionsmodell ganz genau anschauen. In jedem Fall kann man mit Sachwertanlagen in Immobilien derzeit nichts falsch machen, außer zu teuer einzukaufen.

  • Herr Christian [email protected]
    Ich will Sie nicht ärgern aber wenn ich eine Wohnung kaufen will, dann mache ich das. Irgendwelche Zettel kaufe ich bestimmt nicht.

  • Eine interessante Rendite-Alternative können die neuen KAGB-regulierten Immobilienfonds mit Spezialisierung auf Wohnimmobilienentwicklung sein. Sie sind aufgrund eines ausgeglichenen Rendite/Risiko-Profils meiner Meinung nach planbarer als Aktien. Es kommt jedoch auf den Anbieter an. Hier ist sorgsam zu selektieren, wie die Investitionen erfolgen, z.B. reine Eigenkapitalbasis, möglichst hoher Streuungsgrad in mehrere Objektentwicklungen und Konzentration auf die stark nachgefragten Metropolregionen (insbesondere Berlin). Wichtig ist dabei auch der Exit: Ein Immobilienfonds mit Bestandshaltung, der die Rendite durch die Vermietung von Immobilien erzielt, wird sich sicher schwerer tun, als ein Beteiligungsangebot, bei dem die Wohnungen zum Zeitpunkt der höchsten Wertschöpfungsphase im Leben einer Immobilien sofort verkauft werden. Bei letzterem ist jedoch der Exit sicherzustellen.

    Als Anleger sollte man in seinem Portfolio ohnehin nicht einseitig auf Aktien setzen - es geht auch wieder genauso schnell bergab und dann ist das Gejammer groß. Insofern Sachwertanlagen in jedem Fall einbeziehen in die Anlageentscheidung. Es wäre begrüßenswert, wenn der Autor im Rahmen eines weiteren Artikels auf seriöse Anlage-Alternativen hinweisen würde, die ebenso Rendite liefern, ohne die Risiken zu forcieren.

  • Für Fonds gilt. Es steht jeden Tag ein Dummer auf nur finden muß man ihn.
    Daher die Werbung.

  • "Zinsen wird es in den kommenden Jahren quasi nicht mehr geben." Liebes HB, es gibt neben BUndesanleihen auch Anleihen von Unternehmen, die sehr wohl Zinsen zahlen. Könnte man erfahren, wer der Auftraggeber für die Aktienwerbung ist? Warum wird ein Aktienfonds mit wesentlich höherem Risiko beworben, während ETFs mit Unternehmensanleihen bei vergleichbarer Rendite aber weniger Risiki unerwähnt bleiben?

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