Russland-Investments Pokern mit Putin

Die Börsen quittieren die Krim-Krise mit Kursverlusten. Anleger, die über den Tag hinausschauen, fragen sich: Welche Investments können sich mittel- und langfristig lohnen – und von welchen sollte man die Finger lassen?
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Der russische Aktienmarkt stand zuletzt stark unter Druck. Lohnt der Einstieg?

Der russische Aktienmarkt stand zuletzt stark unter Druck. Lohnt der Einstieg?

DüsseldorfEin G8-Gipfel ohne Russland? Kontensperrungen für enge Vertraute des russischen Präsidenten? Egal. Wer genügend Asse im Ärmel hat, kann entspannt pokern. Das führt Russlands Präsident Wladimir Putin gerade der Weltöffentlichkeit vor: Auf die Annexion der Krim findet der Westen keine adäquate Antwort, weil eine militärische Reaktion außerhalb jeder Diskussion ist, politische Statements dem Herrscher in Kreml gleichgültig sind und wirtschaftliche Sanktionen vor allem auf diejenigen zurückfallen könnten, die sie beschließen.

„Russland und die europäischen Staaten sind in einer Schicksalsgemeinschaft miteinander verbunden“, sagt Markus Steinbeis, Leiter Fondsmanagement beim Vermögensverwalter Huber, Reuss & Kollegen. „Umfangreiche wirtschaftliche Sanktionen des Westens würden Russland langfristig sehr schaden können. Aber bei einem Wirtschaftskrieg gäbe es keinen Gewinner. Deshalb wird es ihn vermutlich auch nicht geben“, so Steinbeis.

Zwar wäre Russlands Wirtschaft verwundbar: Mehr als 80 Prozent des russischen Exports basiert auf der Ausfuhr von Rohstoffen, vor allem Gas. Ohne dieses Geschäft würde die Handelsbilanz Russlands ein dickes Minus ausweisen. Nicht nur umfangreiche Sanktionen gegen russische Banken würden die die Wirtschaft hart treffen.

Der Kapitalmarkt insgesamt ist bereits in Bewegung: „Viele Unternehmen ziehen schon seit Wochen Kapital aus Russland ab. Nicht zuletzt deshalb hat der Rubel an Wert verloren. Und deshalb sanken die Aktienkurse russischer Unternehmen an den Börsen. Aber die Kapitalflucht hat auch mittelfristig Auswirkungen auf Investitionen, den Konsum und die Kreditvergabe“, so Steinbeis.

Für die russische Wirtschaft kommt Putins Krim-Abenteuer darüber hinaus zu einem unpassenden Zeitpunkt: Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts stagniert aktuell bei 1,3 Prozent, die Industrieproduktion ist sogar rückläufig. In einem Szenario gegenseitiger Wirtschaftsblockaden droht dem Land eine Rezession.

Kaufen, wenn die Kanonen donnern?
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19 Kommentare zu "Russland-Investments: Pokern mit Putin"

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  • Ein Uni-Abschluss ist kein Kriterium. Ein BA, MA und Dipl. sagt nur etwas über fleißig geschriebene Seminararbeiten und bestandene Prüfungen aus. Der Web.de-Gründer hat keinen Uni-Abschluss, Steve Jobs hatte auch keinen, Außenminister Fischer auch etc.

  • Das hängt vom Spiel ab.

  • Super!

  • Zitat : Pokern mit Putin

    - wenn man sich einen Buben kauft und dafür einen As hinblättert......da muss man wohl bescheuert sein !

    Und genau das tut die EUtopia !

  • Jederzeit kann Russland nicht-russische Unternehmen und Investitionen in Russland verstaatlichen oder auf russische Unternehmen übertragen; wie z.B. auf der Krim. Kein nicht-russisches Unternehmen darf sich sicher fühlen. Die territoriale Integrität der Ukraine ist von Russland missachtet worden, ebenso wird Russland im Bereich der Wirtschaft verfahren: nicht mit militärischen Mitteln, sondern mit russischen Gesetzen.

  • Verstehe ich nicht.

  • Goldschmuckraststätte.
    Wir warten auf eine Diamantenschmuckraststätte, wie bei de beers: schlechter Service aber eine hohe Meinung von sich selbst.

  • Wer Geld in Russland investiert kauft auch Goldschmuck an einer Autobahnraststätte.

  • ha ha ha zu allen Zeiten hat es diese Katastrophen-Hansel gegeben und noch mehr hirnlose Dummies, die diese Totengräbern folgen.

    Geld kann man essen, ya
    Man kann sich dafür ALLES kaufen, was "sichtbar" ist udn was man anfassen kann. Den Rest kann ich mir alleine beschaffen.

    Glaubrt ihr man weiterhin an eure Katastrophe, ich glaube ans Geld und an mich.

  • Programmschreiber wurde mit Recht auf HB-Online der Zugang zu Börse Frankfurt verwehrt:
    Nun lungert Programmschreiber mit seiner Pseudoexpertise in den politischen Foren herum.
    Programmschreiber ist lediglich ein abgebrochener Studienkandidat für das Fach Wirtschaftsinformatik und mit Pauken und Fanfaren durch sämtliche Zugangsprüfungen gerauscht.

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