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Tool der Woche Hochzeit für Hochzeiten

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Anleger müssen wachsam bleiben

Im Gegensatz zur Société Générale geht die Raiffeisen Centrobank einen relativ einfachen Weg: Im Mai 2006 identifizierten die Österreicher 15 europäische Blue Chips, die als potenzielle Übernahmekandidaten in Frage kamen. Daraus bildeten sie einen gleich gewichteten Aktienkorb. Ein Austausch von Basketmitgliedern findet nur statt, wenn das betreffende Unternehmen mit einem anderen fusioniert und die Aktien vom Markt genommen werden. Inzwischen hat sich die Zusammensetzung etwas verändert. Aktuell sind 16 Unternehmen im Korb enthalten.

Und auch die Gewichtung hat sich deutlich verschoben: Allein die Merck KGaA macht mittlerweile rund zwölf Prozent des Aktienkorbs aus. Die Commerzbank dagegen kommt gerade noch auf 0,27 Prozent Indexgewichtung. Der Nachteil des RCB-Baskets ist damit offensichtlich: Im Laufe der Zeit bilden sich Klumpen-Risiken. Denn die Zusammensetzung des Aktienkorbs wird nicht regelmäßig neu gewichtet. Vorteil: Der Managementaufwand ist gering. Deshalb fallen auch keine Gebühren dafür an.

Einen gesonderten Blick auf den M&A-Markt in den USA bietet der neue „US M&A Aktienkorb“ von der Deutschen Bank (WKN DE04VN). Das Zertifikat besteht aus einem einfachen Basket aus 17 US-Unternehmen, die von einer potentiellen Übernahmefantasie profitieren könnten. Die Deutschbanker versprechen zwar kein aktives Management, haben aber ein wachsames Auge auf den Korb. Die Zusammenstellung wird gegebenenfalls angepasst. Das Währungsrisiko gegenüber dem Dollar trägt der Anleger.

Auch die UBS hat ein M&A-Produkt im Angebot. Das Zertifikat auf den Mergers & Acquisitions Europe Index (WKN UB8MAE) bildet die Kurs-Entwicklung der Aktien aus der UBS M&A Watch List ab. In dieser Liste werden potenzielle europäische Übernahmekandidaten von den UBS Analysten zusammengetragen. Die Liste ist allerdings in den vergangenen Monaten geschrumpft, sodass gemäß den Zertifikate-Bedingungen derzeit allein nur der MSCI Europa Index ein Drittel des Auswahlkorbs im Zertifikat ausmacht. So erklärt sich auch, dass sich der Kurs des Zertifikats mehr oder weniger im Gleichklang mit dem Gesamtmarkt bewegt.

Fazit: Konzern-Fusionen bedeuten für die zu übernehmenden Unternehmen in der Regel kräftige Kurssteigerungen. Mit M&A-Zertifikaten erhöhen Anleger die Chance, davon zu profitieren. Index-Zertifikate auf die gängigen Leit-Indizes wie Dax und Dow Jones können aber auch eine Alternative sein, denn größere Kurssteigerungen der Übernahmekandidaten haben auch Einfluss auf den Gesamtmarkt. Allerdings sollten Anleger auch die Entwicklung kritisch im Blick behalten. Werden die Preise für Übernahmen obszön, droht ein böses Erwachen. Den großen M&A-Jahren 2000 und 2007 folgte jeweils ein gewaltiger Börsencrash.

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