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Tool der Woche Hochzeit für Hochzeiten

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US-Unternehmen kaufen besonders gern
Das Übernahmekarussell dreht sich

KBR INC. REGISTERED SHARES DL -,001

WKN
ISIN
US48242W1062
Börse
L&S

+1,84 +8,32%
+23,19€
Chart von KBR INC. REGISTERED SHARES DL -,001
KBR
1 von 7

KBR

Die Analysten von der Deutschen Bank haben für ihren US-M&A-Basket Aktien von Unternehmen ins Visier genommen, die eine geringe Netto-Gewinnmarge, ein geringes Gewinnwachstum und volatile Cashflows aufweisen. Ein wichtiges Kriterium kommt hinzu: Die Unternehmen müssen an der Börse günstig bewertet sein. Letzteres trifft für den Engineering- und Bau-Konzern KBR zweifellos zu. Die Aktie geriet zuletzt stark unter Druck. Das Management muss nun dem Vorwurf entgegentreten, falsche Angaben in der Bilanz 2013 gemacht zu haben.

VeriFone Systems

WKN
ISIN
Börse

Chart von VeriFone Systems
VeriFone Systems
2 von 7

VeriFone Systems

Das Unternehmen ist ein weltweiter Anbieter von Technologie für elektronische Zahlungstransaktionen. Zu den Kunden des Unternehmens zählen unter anderem Finanzinstitute, Erdölfirmen, große Einzelhandelsunternehmen und Regierungsbehörden. Das Unternehmen gilt Experten der Deutschen Bank zufolge als potenzieller Übernahmekandidat auf dem US-Markt.

Aktienchart Staples

WKN
ISIN
Börse

Chart von Aktienchart Staples
Aktienchart Staples
3 von 7

Staples

Das US-Unternehmen Staples verkauft bisher Bürobedarf, Möbel und Technologie im Einzelhandel, rüstet sein Geschäftsmodell jedoch derzeit radikal um. Während die Einzelhandelsumsätze schrumpfen, setzt Staples nun ganz auf das Internet und den Online-Versand. Bis 2015 sollen bis zu 225 Geschäfte geschlossen werden. Das senkt die Kosten, macht Staples jedoch auf der anderen Seite zu einem Online-Versender unter vielen. Die Übernahme durch einen Platzhirsch wie beispielsweise Amazon würde nicht überraschen. Staples ist im Auswahlbasket des M&A-Zertifikats der Deutschen Bank enthalten.

RHOEN-KLINIKUM AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007042301
Börse
L&S

-0,10 -0,46%
+21,70€
Chart von RHOEN-KLINIKUM AG INHABER-AKTIEN O.N.
Rhön-Klinikum
4 von 7

Rhön-Klinikum

Die Münchener Sana Kliniken haben Ende März Interesse am Konkurrenten Rhön-Klinikum signalisiert und damit für Wirbel in der deutschen Krankenhausbranche gesorgt. Rhön-Klinikum ist Teil des SG M&A TR-Index, der als Basiswert für das M&A-Zertifikat der Société Générale dient.

Man Group

WKN
ISIN
Börse

Chart von Man Group
Man Group
5 von 7

Man Group

Die Man Group ist einer der wenigen börsennotierten Anbieter von alternativen Anlageprodukten und kämpft seit einiger Zeit mit Schwierigkeiten. Die zuletzt guten Quartalszahlen lassen aber Hoffnung aufkommen – auch auf eine Übernahme durch Konkurrenten, die den günstigen Zeitpunkt der noch niedrigen Bewertung der Aktie nutzen könnten. Im Februar ist der Aktienkurs um rund 20 Prozent in die Höhe gesprungen. Die Papiere der Man Group sind auch im Auswahl-Index des Société Générale-Zertifikats vertreten.

MR BRICOLAGE

WKN
ISIN
Börse

Chart von MR BRICOLAGE
MR BRICOLAGE
6 von 7

Mr. Bricolage

Die britische Baumarktkette Kingfisher hat im Übernahme-Basket der Raiffeisen Centrobank die höchste Gewichtung. Mittlerweile ist aus dem Übernahmekandidaten aber selbst ein Aufkäufer geworden. Nach der Veräußerung der Hornbach-Beteiligung im März will Kingfisher nun den französischen Konkurrenten Mr. Bricolage übernehmen und bietet derzeit 15 Euro pro Aktie.

PHAROL, SGPS S.A. ACCOES NOM. EO 0,03

WKN
ISIN
PTPTC0AM0009
Börse
L&S

+0,01 +5,61%
+0,11€
Chart von PHAROL, SGPS S.A. ACCOES NOM. EO 0,03
Portugal Telecom
7 von 7

Portugal Telecom

Der einstige Staatskonzern Portugal Telecom, Kurz PT, hat sich im Oktober vergangenen Jahres mit dem brasilianischen Telefonkonzern Oi zusammengeschlossen. Schon seit 2011 waren die beiden Unternehmen über Aktienpakete und Kooperationen miteinander verbunden. Durch den endgültigen Zusammenschluss ist nun ein Anbieter mit rund 100 Millionen Kunden entstanden. Die Aktionäre goutieren die Fusion bislang wohlwollend. Sowohl die Oi- als auch die PT-Aktien sind seit Oktober im Wert gestiegen. PT ist Teil des Übernahme-Baskets der Raiffeisen Centrobank.


Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: Könnte es auch diesmal so kommen? „Die Struktur des Käufermarktes hat sich heute gegenüber 2007 deutlich geändert. Vor sieben Jahren waren noch viele Finanzinvestoren aktiv. Heute sind es vor allem Industriekäufer, die Übernahmeziele suchen“, sagt Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ Bank. Ein weiterer Unterschied zeige sich bei der Finanzierung der Deals. „2007 wurden zwei Drittel aller Übernahmen bar bezahlt, in diesem Jahr ist das nur noch bei jeder zweiten Transaktion der Fall. Immer mehr Übernahmen werden mit eigenen Aktien bezahlt“, so Bielmeier.

Das könnte sich allerdings noch ändern. Etliche Großkonzerne verfügen über gut gefüllte Kriegskassen. Insbesondere US-Unternehmen gehen damit derzeit in größerem Umfang auf Einkaufstour. Pfizer und General Electric sind nur die beiden prominentesten Beispiele. „Durch die Niedrigzinspolitik der US-Notenbank hat sich die Liquiditätsausstattung der US-Unternehmen deutlich von ihren Tiefständen 2009 erholt und befindet sich sogar über Vor-Finanzkrisenniveau“, sagt Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. Doch die Unternehmen wissen trotz hoher Dividenden leider nicht mehr, wohin mit ihrer Liquidität.

In Forschung und Entwicklung zu investieren, zahle sich bestenfalls in ein paar Jahren aus. „Stattdessen sehen sich die Konzerne derzeit lieber nach geeigneten Übernahmekandidaten um, die ihnen sofort Umsatzsteigerungen und technologisches Wissen in Märkten und Bereichen bringen, zu denen sie bislang keinen Zugang hatten“, so Halver. Oder die Konzerne schalten durch Aufkäufe lästige Wettbewerber aus. Spektakulärstes Beispiel dafür war im Februar dieses Jahres die Übernahme des Unternehmens WhatsApp durch den Internetkonzern Facebook für 19 Milliarden US-Dollar.

Doch es gibt noch ein weiteres Argument für Unternehmen mit hohen Barbeständen, sich in den M&A-Markt zu stürzen: „Eine überzogene Liquiditätshaltung kommt an der Börse nicht gut an, da sich der Unternehmenswert durch eine niedrig verzinsliche Kassenhaltung nicht signifikant erhöhen lässt“, erklärt Robert Halver.

Vielmehr würden die weltweit rekordniedrigen Zinsen und die deutlich höheren Eigenkapitalrenditen der Kapitalgüterindustrie die großen Konzerne geradezu dazu einladen, zusätzlich zur eigenen hohen Liquidität noch Fremdkapital aufzunehmen, um dann mit üppig gefüllten Kassen auf Shoppingtour zu gehen.

Finance Briefing
Ein Korb voller möglicher Übernahme-Kandidaten
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