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Unübersichtlicher Markt Profianleger meiden zu komplexe Zertifikate

Verkaufsschlager der Finanzbranche sind Zertifikate. Profianleger gucken genau hin: Zu komplexe Produkte fallen bei ihnen durch. Lieber drehen sie auch mal den Spieß um und machen den Emissionshäusern Vorschläge.
  • Patrick Mönnighoff

Fast täglich flattert ein neues Zertifikat in den E-Mail-Ordner von Joel Pick. Meist überfliegt der Partner der PSM Vermögensverwaltung in München das Angebot nur kurz - und löscht die Mail. "An den meisten neuen Produkten verdienen doch nur die Banken", sagt der Portfoliolenker. Zwar setzen auch professionelle Vermögensverwalter immer stärker auf dieses Produkt, aber sie haben wenig übrig für die Trendhetze der Branche.

Bis zu 70 Milliarden Euro werden allein in Deutschland bis Ende des Jahres in Zertifikate investiert sein. Auf der Kaufliste der Privatanleger stehen Garantieprodukte ganz oben, die seit dem Börsencrash 2000 den Nerv der Zeit treffen und mittlerweile knapp die Hälfte des Markts ausmachen. Auch die immer komplizierteren Konstrukte wie Knockout-, Turbo-, Rainbow- oder Expresspapiere finden reißenden Absatz. Zertifikate ermöglichen den Käufern, bei einer geringeren Mindestinvestition von der Entwicklung verschiedener Basiswerte zu profitieren, ohne sich die entsprechenden Papiere direkt ins Portfolio zu legen.

Produkte zu umständlich

Doch den Profis geht es wie den Privatanlegern: Auch ihnen sind die neuen, komplizierten Produkte, die mittlerweile fast im Stundentakt den Ideenwerkstätten der Emittenten entspringen, zu umständlich. "Zertifikate sind zwar ein Bestandteil unserer Anlage", sagt Gerald Kichler, Leiter Portfoliomanagement bei der Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch. "Unsere Richtlinie ist jedoch ganz klar: je einfacher das Produkt, desto besser."

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