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Twin-Win-Zertifikate Gewinne in jeder Richtung

Ob die Kurse steigen oder fallen ist bei Twin-Win-Zertifikaten nebensächlich. Wichtig für Anleger ist, dass sich die Kurse überhaupt bewegen. Je stärker die Ausschläge sind, desto höher fallen die Gewinne aus. Allerdings gilt das Prinzip nur beschränkt: Zu tief fallen dürfen die Kurse nicht, sonst drohen Anlegern hohe Verluste.
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Auf oder Ab? Bei Twin-Win-Zertifikaten ist die Börsenrichtung zunächst einmal zweitrangig. Foto: dpa Quelle: dpa

Auf oder Ab? Bei Twin-Win-Zertifikaten ist die Börsenrichtung zunächst einmal zweitrangig. Foto: dpa

(Foto: dpa)

Die Börsenwelt ist eigentlich sehr schlicht: Aktienkurse können steigen und fallen - und je nachdem, auf welcher Seite ein Anleger positioniert ist, gewinnt oder verliert er. Eine Abkehr von diesem Grundprinzip vollziehen Twin-Win-Zertifikate. Hier erzielen Anleger sowohl bei steigenden, als auch bei (begrenzt) fallenden Kursen Gewinne. Entscheidend ist, dass sich die Kurse überhaupt bewegen.

Möglich wird dieses Auszahlungsprofil durch eine Kombination verschiedener Optionen. Ein Twin-Win-Zertifikat besteht aus einer Kaufoption mit Basispreis Null (Zero-Strike-Call), sowie weiteren Call-Optionen mit einem Strike in Höhe des Basispreis des Zertifikates. Hinzu kommen zwei Down-and-Out-Put-Optionen.

Diese komplizierte Struktur führt dazu, dass für Anleger zwei Marken im Mittelpunkt stehen: Der Basispreis, also der Ausgangskurs des Basiswertes bei Emission des Zertifikates, sowie die Barriere, die unterhalb des Ausgangsniveaus liegt.

So lange die Barriere während der Laufzeit nie unterschritten wird, ist die Funktionsweise eines Twin-Win-Zertifikats einfach: Stagnieren die Kurse, wäre eine Direktanlage in die Aktie oder den Index die bessere Alternative gewesen. Denn Dividenden erhalten Anleger wie bei den meisten Zertifikaten auch bei Twin-Win-Papieren nicht. Steigen oder fallen die Kurse hingegen, erzielen Anleger Gewinne. An Kurssteigerungen des Basiswertes partizipieren sie voll, zudem werden auch Kursverluste eins zu eins in positive Erträge umgewandelt. Je stärker die Kursbewegungen ausfallen, desto besser ist es also zunächst einmal für Anleger.

Uneingeschränkt gilt diese Aussage allerdings nur für Kursbewegungen nach oben. Geht es mit dem Basiswert abwärts, ist hingegen irgendwann Schluss mit der Umwandlung in Gewinne. Hierfür sorgt die Barriere. Wird diese während der Laufzeit unterschritten, entfällt die positive Wirkung von Kursverlusten. Das Twin-Win-Zertifikat wandelt sich in diesem Augenblick zu einem reinen Partizipationszertifikat: Anleger erzielen dann nur noch Gewinne, wenn der Basiswert über das Ausgangsniveau steigt. Liegt der Basiswert dagegen Minus, macht auch der Zertifikatsinhaber Verluste.

Aufgrund ihres besonderen Profils eignen sich Twin-Win-Zertifikate für Anleger, die einen starken Kursanstieg eines Basiswertes erwarten, zwischenzeitlich (begrenzte) Verluste aber nicht ausschließen wollen. Für Seitwärtsphasen sind die Produkte hingegen nicht geeignet.

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