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10 Jahre nach der Bankenkrise Bundesbank-Präsident Weidmann sieht deutsche Banken als Mitschuldige

Rückblickend sieht Jens Weidmann die Ursachen für die Bankenkrise nicht allein in den USA. Die Krise sei auch eine deutsche Krise gewesen.
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„Die deutschen Banken waren nicht nur Opfer“ Quelle: dpa
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann

„Die deutschen Banken waren nicht nur Opfer“

(Foto: dpa)

BerlinZehn Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers und der darauf folgenden weltweiten Bankenkrise verortet Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die Ursachen für die Krise nicht allein in den USA. Die Krise habe zwar in den USA ihren Anfang genommen, „aber die deutschen Banken waren nicht nur Opfer“, sagte Weidmann der „Bild“-Zeitung (Montag).

„Die Finanzkrise war auch eine deutsche Krise.“ Viele deutsche Institute seien hohe Risiken eingegangen, die sie letztlich nicht tragen konnten.

Dieses Geschehen habe damals „viele Bürger tief verunsichert und das Vertrauen in das Finanzsystem erschüttert“, sagte Weidmann weiter. „Auch das Vertrauen in den Staat hat wohl teilweise gelitten.“ Inzwischen sei die Regulierung strenger geworden, dennoch sei es eine „Illusion“ zu glauben, der Staat könne derartige Krisen komplett verhindern, sagte der Notenbank-Präsident.

Angesprochen darauf, dass bis heute nur sehr wenige Banken-Vorstände für ihre Fehler bestraft wurden, sagte Weidmann: „Ich verstehe, dass viele Bürger die Erwartung hatten, dass in besonders schweren Fällen Manager vor Gericht gestellt und bestraft werden. Und ich kann auch ihre Enttäuschung verstehen.“

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  • dpa
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1 Kommentar zu "10 Jahre nach der Bankenkrise: Bundesbank-Präsident Weidmann sieht deutsche Banken als Mitschuldige "

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  • Ach wie niedlich zu hören. Hohe Risiken eingegangen seien deutsche Finanzinstitute vor der Finanzkrise 2008, meint Herr Weidmann. Warum nennt er nicht Roß und Reiter? Warum sagt Herr Weidmann nicht, dass Banken bei der Vergabe von Krediten das Geld verleihen, das ihnen von ihren Aktionären und Sparern anvertraut worden ist?

    Herr Weidmann weiß natürlich, dass Banken beim Verleihen von Aktionärs- und Kundengeldern nicht herumzocken dürfen. Er weiß, dass Sorgfalt bei der Auswahl der Kreditnehmer und Prüfungen ihrer Bonität zu den Grundregeln des Berufsstandes gehören. Und Herr Weidmann weiß auch, dass praktisch alle Banken jahrzehntelang nach diesen allseits anerkannten Spielregeln verfahren sind und vor Gewährung jedes Kleinkredits über 3 000 EURO eine Schufa-Auskunft eingeholt haben. Die Regeln der Kreditgewährung kennt Herr Weidmann sehr wohl. Aber er verschweigt sie.

    Er erwähnt auch nicht, dass einst eine Art von Rausch über den ganzen Berufsstand gekommen ist. Zuerst bei den amerikischen Banken, die arbeitslose Habenichtse zum Hausbau gedrängt und ihnen ein paar Billionen Dollar Hypothekendarlehen aufgedrängt haben. Diese uneinbringlichen "subprime Kredite" wurden dann gebündelt und verbrieft und in alle Welt verkauft. Natürlich auch an sehr viele deutsche Banken, die sich ohne Bonitätsprüfung viele Milliarden an faulen Krediten andrehen ließen. All das weiß Herr Weidmann natürlich.

    Und er kennt auch die Boni, die die Bankvorstände aufgrund ihrer Geschäfte mit faulen Krediten zunächst einmal kassiert haben. Und er weiß, dass nach dem baldigen Platzen der faulen Kredite sich kein Bankvorstand straf- oder zivilrechtlich verantworten mußte. Im Gegenteil. Die Herren wurden mit goldenem Handschlag verantwortet. Zu dieser Blutsauerei meint Herr Weidmann, er könne die Enttäuschung der Bürger verstehen. Das nehme ich ihm nicht ab.

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