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100 Milliarden Dollar bis 2025 HSBC will nachhaltig investieren

Verantwortliches Investieren liegt im Trend, immer mehr Anleger denken langfristig und nachhaltig. Auch große Player wie die britisch-chinesische Großbank HSBC stecken sich immer höhere Ziele.
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HSBC: Europas größte Bank zeigt, wie es geht Quelle: Reuters
HSBC in Hong Kong

Die Bank hatte sich im Zuge der Finanzkrise einer Schrumpfkur unterzogen. Dies zahlt sich zunehmend aus.

(Foto: Reuters)

London Die Summe lässt schon mal hinschauen: Die HSBC will 100 Milliarden Dollar in nachhaltige Investments anlegen, und zwar bis 2025, teilte die britische Großbank am Montag mit. Es ist eins von mehreren hausinternen Klimazielen. Die Bank will bis 2030 ihre Stromversorgung komplett auf Ökostrom umstellen. Bislang hat sie erst die Marke von 24 Prozent erreicht. Auch will sie in Industrieländern keine Kohlekraftwerke mehr finanzieren – im Rest der Welt aber schon.

Die Selbstverpflichtung kam am ersten Tag der Weltklimakonferenz in Bonn. Zu dem Treffen wurden 25.000 Vertreter von 200 Staaten, 500 Nichtregierungsorganisationen und Medien erwartet. Vorstandschef Stuart Gulliver sagte, die HSBC wolle Unternehmen weltweit beim Übergang in die kohlenstoffarme Zukunft helfen.

Verantwortliches Investieren liegt im Trend, immer mehr Anleger berücksichtigen Faktoren wie Umwelt, Soziales und Governance (kurz ESG) bei ihren Entscheidungen. Es zählt nicht mehr allein der Profit, sondern auch die Art und Weise, wie man ihn erwirtschaftet. Laut der Global Sustainable Investment Alliance waren 2016 weltweit schon 22,9 Billionen Dollar nach diesen Kriterien angelegt – ein Zuwachs von 25 Prozent gegenüber 2014.

Und die Zeichen stehen auf weiteres Wachstum: 68 Prozent der Anleger weltweit planen, ihre klimafreundlichen Investments zu erhöhen. Das ergab eine von der HSBC in Auftrag gegebene Umfrage. Große Player wie Goldman Sachs treiben den Wandel voran: So peilt die US-Investmentbank bis 2025 an, 150 Milliarden Dollar in saubere Energie anzulegen.

Die Unternehmen reagieren auf das Anlegerinteresse. 84 Prozent aller großen europäischen Firmen haben laut der HSBC-Umfrage eine ESG-Strategie. Auf dem nord- und südamerikanischen Kontinent sind es 54 Prozent, in Asien 43 Prozent.

Gute Arbeitsbedingungen, funktionierende interne Kontrollen und Transparenz können den Wert einer Firma erhöhen: Unternehmen, die gewisse Standards einhalten, gelten als weniger riskant und werden belohnt. Die Bank of America hat kürzlich die Performance aller Aktien im S&P-Index untersucht: Diejenigen mit einem guten ESG-Rating schnitten um rund fünf Prozent besser ab als die mit einem schlechten Rating.

Die wertvollsten Banken weltweit
Marktkapitalisierung der weltgrößten Privatbanken
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Die Marktkapitalisierung gibt den aktuellen Börsenwert einer Firma an. Sie ergibt sich, wenn man den aktuellen Aktienkurs mit der gesamten Aktienanzahl multipliziert. Die Marktkapitalisierung ist somit abhängig von den Erwartungen am Aktienmarkt an die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens und kann entsprechend stark schwanken. Welche Großbanken seit der Finanzkrise in den Augen der Anleger stark nachgelassen haben oder auf der Überholspur sind.

(Foto: dpa)
Platz 59: Deutsche Bank
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Die Deutsche Bank ist das größte Kreditinstitut Deutschlands. Seit über einem Jahr wird die Bank allein von John Cryan geführt. Die großen Herausforderungen betonte der Vorstandschef einmal mehr bei der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“. Seit Beginn der Finanzkrise im Sommer 2007 hat die Deutsche Bank in den Augen der Anleger am Aktienmarkt deutlich nachgelassen. Anfang 2007 lag die Marktkapitalisierung noch bei 53,03 Milliarden Euro. 2017 sind davon nur noch 27,8 Milliarden Euro übrig.

(Foto: Reuters)
Platz 15: BNP Paribas
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Die französische Großbank entstand im Jahr 2000 aus der Fusion der Banque Nationale de Paris und der Paribas. Hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung gehört die BNP Paribas zu den 15 größten Banken weltweit. Selbst die Finanzkrise konnte der Geschäftsbank nicht viel anhaben – im Gegenteil. Im Januar 2007 lag ihre Marktkapitalisierung bei 76, 9 Milliarden Euro. Und obwohl der Wert ab Beginn der Krise zeitweise sank, hat die Bank 2017 79,8 Milliarden Euro sogar zugelegt.

(Foto: Reuters)
Platz 14: Toronto-Dominion Bank
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Die Bank of Toronto, aus der später die Toronto-Dominion Bank entstand, wurde 1855 von einer Gruppe Kaufleute und Müller gegründet. Heute arbeiten bei der kanadischen Großbank weltweit über 80.000 Menschen. Die Erfolgsgeschichte spiegelt sich auch in der Entwicklung der Marktkapitalisierung wider. Die Finanzkrise konnte ihr in der Hinsicht nichts anhaben. 32,6 Milliarden Euro betrug die Marktkapitalisierung vor der Krise im Januar 2007, 2017 nun satte 84,6 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)
Platz 13: China Merchants Bank
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Die China Merchants Bank kann eine ähnliche Erfolgsgeschichte vorweisen. Vor 30 Jahren fing sie mit einem Kapital von 100 Millionen Yuan (ca. 128.000 Euro) und 30 Mitarbeitern an. Die Marktkapitalisierung lag Anfang des Jahres 2007 noch bei 23,36 Milliarden Euro, nach Beginn der Krise im selben Jahr bereits bei 50,25 Milliarden Euro. Heute kann die chinesische Großbank eine Marktkapitalisierung von 85,7 Milliarden Euro verzeichnen.

(Foto: Reuters)
Platz 12: Commonwealth Bank of Australia
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Die Commonwealth Bank bezeichnet sich selbst als Australiens führende Bank. Zuletzt befand sich das Unternehmen jedoch aufgrund von Geldwäschevorwürfen in der Bredoullie. Die Marktkapitalisierung ist mit 86,4 Milliarden im Jahr 2017 trotzdem beträchtlich. Seit Januar 2007 hat sich die Bank damit um fast 50 Milliarden Euro gesteigert.

(Foto: Reuters)
Platz 11: Banco Santander
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Im Jahr 2007 feierte die spanische Universalbank ihr 150-jähriges Bestehen. Gemessen an der Marktkapitalisierung zählt die Banco Santander damals wie heute zu den wertvollsten Banken weltweit. Aktuell liegt die Marktkapitalisierung bei 87,3 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)
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