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2004 war ein verlorenes Jahr – Experten erwarten, dass US-Institute zuschlagen werden Europas Banken drücken sich um die nötige Konsolidierung

Den Satz des Jahres 2004 im europäischen Bankensektor prägte Fred Goodwin. „Das Klima in Europa hat sich verändert“, sagte der Chef der akquisitionsfreudigen Royal Bank of Scotland im August. Eine Übernahme in Europa über die Grenzen hinweg sei möglich und könne schnell weitere nach sich ziehen, fügte er hinzu.
  • C. Potthoff und F. Schönauer (Handelsblatt)

LONDON. Der Satz, den der Bankenchef wenig später bedauerte, löste eine Lawine von Spekulationen aus. Wann geht es los? Welches Institut fällt als erstes? Und vor allem: Was weiß Goodwin, Chef der zweitgrößten Bank in Europa? Wenig Konkretes offenbar. Denn für 2004 gilt das gleiche Fazit wie 2003: wieder ein verlorenes Jahr für die Kreditbranche.

Die erwartete Konsolidierung im europäischen Bankensektor bleibt aus. Daran ändert die 9,55 Mrd. Pfund (13,84 Mrd. Euro) teure Übernahme der britischen Hypothekenbank Abbey National durch die spanische Santander wenig. Die erste internationale Transaktion dieser Größenordnung seit Jahren war von besonderen Umständen geprägt. „Abbey war in einer schwachen Position, und Santander ist die wohl aggressivste spanische Bank“, sagt Martin Cross vom Broker Teather & Greenwood.

Wie wenig repräsentativ der Deal war, zeigte sich Ende vergangenen Jahres. Das frühe Scheitern der Fusionsgespräche zwischen der italienischen Bank San Paolo und der belgischen Dexia demonstrierte die Fallstricke grenzüberschreitender Fusionen. Insbesondere Dexia-Aktionäre fürchteten einen Machtverlust. Analysten monierten zudem, dass ein Zusammenschluss keine größeren Synergieeffekte gebracht hätte. Tatsächlich handelte es sich eher um den Versuch, einer befürchteten Übernahme durch größere Banken mit einem Zusammenschluss auf Augenhöhe zuvorzukommen. Dabei könnte eine solche Fusion sehr wohl der lang erwartete Startschuss sein: Hätte der Deal geklappt, wäre das kombinierte Institut mit einem Börsenwert von 37 Mrd. Euro an der Deutschen Bank vorbeigezogen.

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