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Abbaueinheit Deutsche Bank verkauft 50-Milliarden-Dollar-Portfolio an Goldman Sachs

Die Deutsche Bank verkauft Wertpapiere im Wert von 50 Milliarden Dollar an Goldman Sachs. Die Titel sind mit Wertpapieren aus Schwellenländern verknüpft.
Update: 27.11.2019 - 16:42 Uhr Kommentieren
Die Deutsche Bank hat im Juli eine sogenannte Capital Release Unit (CRU) ins Leben gerufen und Bilanzpositionen im Wert von insgesamt 288 Milliarden Euro hineingepackt. Quelle: dpa
Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat im Juli eine sogenannte Capital Release Unit (CRU) ins Leben gerufen und Bilanzpositionen im Wert von insgesamt 288 Milliarden Euro hineingepackt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Als Vorstandschef Christian Sewing im vergangenen Sommer seine neue Strategie für die Deutsche Bank verkündete, gehörte dazu auch eine Abbaubank, in der die Frankfurter Bilanzpositionen aus Geschäften parkten, die sie nicht mehr weiter betreiben wollen. Jetzt schrumpft diese Abbaubank zumindest ein Stück weit.

Finanzkreisen zufolge kauft die US-Investmentbank der Deutschen Bank Positionen im Nennwert von 50 Milliarden Euro aus der sogenannten Capital Release Unit ab. In der Regel wechseln solche Papiere allerdings mit einem deutlichen Abschlag den Besitzer.

Deshalb lassen sich aus dem Nennwert keine präzisen Schlüsse ziehen, wie stark der Verkauf zur versprochenen Reduzierung der Risiken in der Abbaubank beiträgt. Die an Goldman verkauften Titel seien mit festverzinslichen Wertpapieren aus Schwellenländern verknüpft, heißt es.

Über den Verkauf hatte zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, weder die Deutsche Bank noch Goldman Sachs wollten den Deal kommentieren. Durch den Verkauf der Vermögenswerte aus der Capital Release Unit will die Deutsche Bank Eigenkapital freischaufeln, das sie für ihren tiefgreifenden Konzernumbau braucht.

Die Positionen in der Abbaubank umfassten ursprünglich 74 Milliarden Euro an risikogewichteten Aktiva und eine Gesamtverschuldung (Leverage Exposure) von 288 Milliarden Euro. Ende des dritten Quartals lag das Leverage Exposure noch bei 177 Milliarden Euro und Vorstandschef Christian Sewing hat versprochen, diese Kennzahl bis Ende des Jahres auf 119 Milliarden Euro zu senken. Neben Goldman haben bereits die französische Großbank BNP Paribas, die britische Barclays und das Wall-Street-Haus Morgan Stanley Positionen aus der Abbaubank der Frankfurter übernommen.

Mehr: Die Deutsche Bank erwartet im kommenden Jahr bei Aktien, Anleihen und Rohstoffen eher Seitwärtsbewegungen. Doch Festlegungen sind tückisch – gerade jetzt.

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