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Accenture-Studie Deutsche Banken hinken bei Digitalisierung hinterher

Bankchefs in Deutschland reden gern über die Digitalisierung. Doch laut einer Accenture-Studie schneiden sie im internationalen Vergleich schlecht ab.
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Keine einzige deutsche Bank schafft es in dem Ranking in die beste Kategorie. Quelle: Reuters
Frankfurter Skyline

Keine einzige deutsche Bank schafft es in dem Ranking in die beste Kategorie.

(Foto: Reuters)

LondonDie meisten deutschen Banken nehmen die Digitalisierung nicht ernst genug. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Accenture, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Berater haben die 161 größten Banken in 23 Ländern untersucht und sie in drei Kategorien eingeteilt. „Digital fokussiert“ sind demnach Banken, die ihr Geschäftsmodell erfolgreich umgebaut haben und von der Digitalisierung bereits profitieren. „Digital aktiv“ sind die Institute, die die Transformation mit einzelnen Projekten begonnen haben, denen aber eine kohärente Strategie fehlt. Und dann gibt es drittens den großen Rest, der noch keine nennenswerten Fortschritte erzielt hat.

Keine einzige deutsche Bank schafft es in diesem Ranking in die beste Kategorie. Stattdessen verteilen sich die hiesigen Institute auf die Kategorien zwei und drei. „Unsere Analyse zeigt, dass Deutschland in der ‚Digital aktiv‘-Kategorie vertreten ist“, sagt Julian Skan, Bankenexperte bei Accenture. „Aber die meisten deutschen Banken fallen in die Restkategorie.“ Welche Geldinstitute das konkret sind, will Skan nicht nennen.

Insgesamt sind die Ergebnisse der Studie ernüchternd. Die untersuchten Banken haben demnach von 2015 bis 2018 weltweit eine Billion Dollar für IT ausgegeben. Der Großteil davon ging in die Wartung bestehender Systeme. Der Anteil der Investitionen in neue Projekte beläuft sich auf 30 Prozent.

Nur zwölf Prozent aller untersuchten Institute setzen die Digitalisierung beherzt um. Zu den Digital-first-Banken zählen die Bank of America, die britische Lloyds Banking Group, die Royal Bank of Canada, die spanische BBVA, die niederländische ING und die DBS Bank in Singapur. Immerhin 38 Prozent können sich „digital aktiv“ nennen. Satte 50 Prozent aller Banken fallen jedoch in die Restkategorie. Das heißt: Sie haben den Weckruf noch nicht gehört.

Die Autoren untersuchten zudem, ob sich der Grad der Digitalisierung auch in der Börsenbewertung und der Profitabilität einer Bank widerspiegelt. Bei beiden gab es eine positive Korrelation. So stieg die Eigenkapitalrendite der digital fokussierten Banken von 2011 bis 2017 um 0,9 Prozentpunkte. Bei denen, die die Digitalisierung verschlafen haben, fiel sie im gleichen Zeitraum hingegen um 1,1 Prozent.

Die höhere Profitabilität ergab sich laut der Studie allerdings nicht aus höherem Umsatzwachstum, sondern vor allem aus Kosteneinsparungen durch die Digitalisierung. Die Analyse bestätige, dass konsequente Digitalisierung zu besseren Unternehmensergebnissen führe, sagte Skan. „Die Schere zwischen den Besten und dem Rest geht weiter auf.“

Mehr: Vier Prozent Rendite hält die Deutsche Bank derzeit nicht für realistisch. Sie kassiert ihr eigenes Ziel. Grund: Der Umbau des Geldhauses kostet.

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