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ADR JP Morgan zahlt Strafe wegen „Phantom-Aktien“

JP Morgan hat bei der Ausgabe von Aktienhinterlegungsscheinen gegen Regeln verstoßen – nun zahlt die Bank eine große Summe. Auch die Deutsche Bank hat bereits in einem solchen Fall Strafe gezahlt.
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JP Morgan legt den Skandal um die „Phantom-Aktien“ bei. Quelle: Reuters
Größte US-Bank

JP Morgan legt den Skandal um die „Phantom-Aktien“ bei.

(Foto: Reuters)

WashingtonJP Morgan legt mit einer Zahlung von 135 Millionen Dollar in den USA ein Ermittlungsverfahren wegen „Phantom-Aktien“ bei. Die größte US-Bank habe bei der Ausgabe von Aktienhinterlegungsscheinen (ADRs) gegen die Regeln verstoßen, teilte die US-Börsenaufsicht SEC mit. In Deutschland ermitteln die Behörden wegen möglicher Steuertricksereien mit sogenannten Vorab-ADRs.

Bei ADRs (American Depositary Receipts) handelt es sich um Aktienhinterlegungsscheine, die in den USA gehandelt werden und die normalerweise mit Aktien im Depot der ausgebenden Bank unterlegt sein müssen. In zahlreichen Fällen wurden aber der SEC zufolge ADR-Papiere ausgegeben, ohne dass die Institute die betreffenden Papiere besaßen sogenannte Vorab-ADR.

Auch JP Morgan habe die Papiere an Broker ausgegeben, obwohl weder der Broker noch deren Kunden die dafür nötigen Aktien besaßen. JP Morgan ist bereits das achte Institut, das wegen seines Umgangs mit Vorab-ADRs eine Strafe zahlt. Die Deutsche Bank berappte deswegen im Sommer fast 75 Millionen Dollar.

In Deutschland gehen die Behörden dem Verdacht nach, dass die Inhaber von Vorab-ADRs deutsche Finanzbehörden getäuscht und Steuererstattungen kassiert haben, obwohl zuvor gar keine Steuern auf Dividenden gezahlt worden waren. Insofern ähnelt die neue Masche den Cum-Ex-Modellen. Cum-Ex steht für den Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende, um Steuern zu sparen.

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  • rtr
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