„Agenda 2020“ Allianz fordert mehr Maßnahmen gegen Investitionsstau

Die geringen Investitionen im öffentlichen und privaten Sektor seien die Schwachstelle der deutschen Wirtschaft, so die Allianz. Immerhin sei der konjunkturelle Tiefpunkt überwunden – dank des Exports..
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Fahnen der Allianz: Die Bundesregierung soll die Investitionen anfeuern. Quelle: dapd

Fahnen der Allianz: Die Bundesregierung soll die Investitionen anfeuern.

(Foto: dapd)

FrankfurtDie Allianz fordert von der Bundesregierung eine aktivere Standortpolitik und Maßnahmen gegen den Investitionsstau. "Wir brauchen dringend eine Agenda 2020 für bessere Investitionsbedingungen in Deutschland", sagte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise am Dienstag in Frankfurt.

Zu geringe Investitionen im öffentlichen und privaten Sektor seien die "einzige Schwachstelle" der deutschen Wirtschaft, der Heise ansonsten trotz der Euro-Krise eine robuste Verfassung und gute Zukunftsaussichten attestierte. Für das kommende Jahr rechnet er mit einem Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent. In diesem Jahr sei wegen der Belastung aus dem schwachen vierten Quartal 2012 nur ein mageres Plus von einem Prozent drin.

Den Tiefpunkt Ende vergangenen Jahres hat die deutsche Wirtschaft aber laut Heise längst hinter sich gelassen und ist recht vielversprechend ins Jahr gestartet: "Die Anhaltspunkte für eine konjunkturelle Beschleunigung sind inzwischen sehr deutlich. Unter der Voraussetzung, dass keine extremen Schocks auftreten, gibt es aus unserer Sicht keine Gründe, warum sich der Aufschwung nicht auch 2014 fortsetzen sollte."

Die größten Impulse gingen vom Export aus, der nach Ansicht Heises in diesem und im kommenden Jahr wegen der Belebung des Welthandels wieder stärker zur Konjunktur beitragen dürfte. Der kräftige Rückgang der Exporte im Februar dürfe nicht überbewertet werden.

Positive Impulse erwartet der Ökonom in den nächsten Monaten auch von der Binnennachfrage: "Neben dem Bau sollte auch der private Verbrauch an Schwung gewinnen". Motor hinter dieser für Deutschland zuletzt ungewohnt positiven Entwicklung sei vor allem der robuste Arbeitsmarkt, da nach wie vor viele Firmen neue Beschäftigte einstellten. Das "Jobwunder" in Deutschland dürfte sich deshalb nach Einschätzung der Allianz fortsetzen.

Nächstes Jahr erwartet Heise im Schnitt noch 2,77 Millionen Arbeitslose, so wenige wie seit Jahren nicht mehr. Ebenfalls positiv für Nachfrage und Konsum: auf breiter Front steigende Einkommen bei einer gleichzeitig sehr gedämpften Teuerung.

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