Allianz-Rivale Axa steigert Gewinne in 2016

Der französische Versicherungsriese Axa steigert seinen Nettogewinn um vier Prozent. Der Allianz-Rivale zeigt sich hochzufrieden – und gewappnet für ein mittelfristiges Ergebnisziel
Update: 23.02.2017 - 14:19 Uhr Kommentieren
Frankreichs größter Versicherer Axa konnte 2016 seine Gewinne steigern. Damit ist man auf Kurs für ein mittelfristiges Ergebnisziel. Quelle: Reuters
Axa steigert Gewinne

Frankreichs größter Versicherer Axa konnte 2016 seine Gewinne steigern. Damit ist man auf Kurs für ein mittelfristiges Ergebnisziel.

(Foto: Reuters)

ParisFrankreichs größter Versicherer Axa will den italienischen Rivalen Generali nicht übernehmen. Das Thema stehe nicht auf der Agenda, weil es kein Nutzen bringe, sagte Axa-Chef Thomas Buberl am Donnerstag. Axa habe durch viele große Akquisitionen mittlerweile eine „kritische Größe“ erreicht. Mega-Deals seien daher nicht nötig. Italiens führende Filialbank Intesa Sanpaolo spielt mit dem Gedanken, Generali zu schlucken. Ein Rückzug der Bank gilt aber bei Insidern aus der Versicherungsbranche nicht als ausgeschlossen. Auch ist ein Weiterverkauf von Generali-Teilen denkbar.

Im abgelaufenen Jahr kletterte der Axa-Nettogewinn um vier Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Analysten hatten dem Allianz-Rivalen etwas mehr zugetraut. An der Börse in Paris verloren Axa-Aktien knapp ein Prozent an Wert.

Die Nummer zwei der Branche in Europa sieht sich zudem auf Kurs, das mittelfristige Ergebnisziel zu erreichen. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg 2016 um vier Prozent. Für den Zeitraum 2016 bis 2020 peilt der Konzern pro Jahr drei bis sieben Prozent an. Preiserhöhungen und Kostensenkungen sollen dabei helfen, das Ziel zu ereichen.

„Das zweite Halbjahr ist besser gelaufen“, sagte Finanzchef Gerald Harlin. Höhere Einnahmen verzeichnete Axa in der Schaden/Unfall- sowie in der Lebensversicherung. Die Vermögensverwaltung schwächelte dagegen angesichts der anhaltenden Mini-Zinsen, die es den Anbietern schwermacht, am Kapitalmarkt eine attraktive Rendite zu erzielen.

Diese Versicherer sind systemrelevant
Aegon
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Insgesamt stuft der Financial Stability Board weltweit neun Versicherer als systemrelevant ein. Weil sich das FSB nicht dazu durchringen kann, auch Rückversicherer auf die Liste setzen, sucht man die Namen von Branchengiganten wie Warren Buffetts Berkshire Hathaway oder Munich Re vergeblich. Das Board führt die Liste ohne spezielle Reihenfolge, dementsprechend sind die Assekuradeure alphabetisch geordnet. Den Anfang macht die niederländische Aegon. 1983 gegründet, verwaltet der Konzern aus Den Haag 477 Milliarden Dollar an Vermögen. (Quelle: Financial Stability Forum)

Allianz
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Die Allianz mit Hauptsitz in München ist der einzige deutsche Versicherungskonzern, den das Financial Stability Board als systemrelevant einstuft. Und das aus gutem Grund: Mit einem verwalteten Vermögen von 928 Milliarden US-Dollar ist der 1890 gegründete Konzern in mehr als 70 Ländern der Welt vertreten – und ist damit der zweitgrößte Versicherer Europas.

AIG
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Die American International Group (AIG) wurde 1919 gegründet, hat ihren Sitz in New York und beschäftigt weltweit rund 66.000 Mitarbeiter. Aktien der AIG notieren an der NYSE in der Wall Street und in Tokio. Die Amerikaner managen 514 Milliarden Dollar.

Aviva
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Gleich mehrere britische Konzerne gelten laut FSB als systemrelevant: Aviva, die bis 2002 noch CGNU hießen, gehören zu den fünf größten Erstversicherern der Welt. Aviva verfügt über ein Gesamtvermögen von 574 Milliarden Dollar und beschäftigt etwa 30.000 Mitarbeiter weltweit.

Axa
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Die Axa-Gruppe mit Sitz in Paris ist mit 166.000 Mitarbeitern in 64 Ländern der Welt vertreten und knackt mit einem Gesamtvermögen von 1022 Milliarden Dollar die Billionen-Schallmauer. Axa hat mehr als 100 Millionen Kunden und gilt als größter Versicherungskonzern der Welt.

MetLife
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Der US-amerikanische Konzern Metropolitan Life Insurance Company, besser bekannt als MetLife, ist der größte Anbieter von Lebensversicherungen in den USA. Das Unternehmen wurde 1868 gegründet und beschäftigt etwa 70.000 Mitarbeiter. Laut aktuellem Quartalbericht kommen die New Yorker auf 952 Milliarden Dollar unter ihren Fittichen.

Ping An Insurance
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Der chinesische Ping An Insurance ist der einzige als systemrelevant erachtete asiatische Versicherer. Ping An wurde 1988 gegründet und ist Hong Kong und Shanghai gelistet. Zu der Holding gehören verschiedene Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor. Die Chinesen verzeichnen ein erfolgreiches Jahr mit starkem Wachstum, gemanagt werden knapp 690 Milliarden Dollar.

  • rtr
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