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Allianz-Tochter sieht sich gut ins neue Jahr gestartet Dresdner Bank will Rendite verfünffachen

Die Allianz-Tochter Dresdner Bank will nach der Rückkehr in die Gewinnzone in diesem Jahr auch noch ihre Rendite deutlich steigern.

HB FRANKFURT. „Unser kurzfristiges Ziel lautet, in diesem Jahr unsere Kapitalkosten zu erwirtschaften“, sagte Bankchef Herbert Walter am Mittwoch in Frankfurt. „Die erfreuliche Entwicklung in den ersten Monaten dieses Jahres stimmt uns mit Blick auf das Gesamtjahr zuversichtlich.“ Bezogen auf das Segment Banking der Allianz - also im wesentlichen die Dresdner Bank - werde 2005 eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von 8,85 (2004: 1,7) Prozent angestrebt, bekräftigte er. Dafür sollten die Erträge zulegen, der Verwaltungsaufwand weiter sinken und das Kapital effizienter eingesetzt werden: „Die Märkte und die Kunden müssen natürlich auch mitziehen.“

Die Dresdner Bank hatte nach zwei Jahren mit hohen Verlusten und massiven Sanierungsanstrengungen 2004 wieder Gewinn geschrieben. Inklusive der Kosten der Restrukturierung erzielte das Kreditinstitut nach Rechnungslegung des Allianz-Konzerns einen Nettogewinn von 142 Mill. €, schnitt damit aber deutlich schlechter ab als die Deutsche Bank und Commerzbank. 2003 musste die Bank noch einen Verlust von rund 1,3 Mrd. € verkraften. Allianz-Kreisen zufolge entspricht das Renditeziel für 2005 einem Nettogewinn von 650 bis 700 Mill. €.

„Die Rosskur, die wir unserer Bank zugemutet haben, war nicht umsonst“, sagte Walter. Die Dresdner Bank könne nun wieder profitabel wachsen. Der Bankchef stellte bis 2007 ein jährliches Wachstum der operativen Erträge um im Schnitt vier Prozent in Aussicht. Im vergangen Jahr waren die Erträge mit 6,351 Mrd. € in etwa stabil geblieben.

Etwas optimistischer gab sich Walter mit Blick auf die Risikovorsorge, die der Mutterkonzern Allianz für 2005 bereits auf maximal 500 (2004: 337) Mill. € beziffert hat. „Ob die Risikovorsorge tatsächlich 450 bis 500 Mill. € erreicht, sei dahin gestellt“, sagte er. In den ersten zwei Monaten 2005 habe die Dresdner Bank nämlich gar keine neuen Vorsorgemaßnahmen treffen müssen.

Die Kosten - 2004 sank der Verwaltungsaufwand um rund eine halbe Milliarde auf 5,4 Mrd. € - wolle das Geldhaus „weiter flach halten“, sagte Walter. Das Verhältnis der Kosten zu den Erträgen (Cost-Income-Ratio) solle binnen zwei bis drei Jahren um zehn Prozentpunkte auf rund 75 % sinken. „Wir werden dieses Jahr aber sicherlich nicht irgendeine neue Kosteninitiative auf den Weg bringen“, sagte er. Der geplante Abbau von 4700 Vollzeitstellen komme besser voran als geplant: Der Abbau sei bereits zu 80 % umgesetzt. Betriebsbedingte Kündigungen seien mittlerweile sehr unwahrscheinlich.

Wachsen will die Dresdner Bank auch im Filialgeschäft: Bei Konsumentenkrediten, wo die Frankfurter mit der Paribas-Tochter Cetelem zusammenarbeiten, solle das Neugeschäftsvolumen um 30 % zulegen. Darüber hinaus will das Institut vier neue Kontenmodelle einführen und damit sein Angebot für Filialkunden einfacher und übersichtlicher gestalten. Die Aktie der Allianz verlor bis zum frühen Nachmittag rund 0,3 % auf 97,73 €. Der Gesamtmarkt gab 0,6 % nach.

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