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Alternative Anlagen Trotz Anzeichen für Überhitzung: Allianz will Tempo im Private-Equity-Geschäft halten

Die Versicherung ist ein großer Spieler im globalen Beteiligungsmarkt. Allein 2019 will sie bis zu drei Milliarden Euro investieren.
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Der Co-Chef für das weltweite Private-Equity-Geschäft ist bei ACP mitverantwortlich für 13 Milliarden Euro. Quelle: Allianz Global Investors GmbH
Michael Lindauer

Der Co-Chef für das weltweite Private-Equity-Geschäft ist bei ACP mitverantwortlich für 13 Milliarden Euro.

(Foto: Allianz Global Investors GmbH)

FrankfurtDer Münchener Versicherungskonzern Allianz ist eine der wenigen deutschen Adressen, die im internationalen Beteiligungsgeschäft mithalten können. Trotz vereinzelter Anzeichen für eine Überhitzung im Markt soll das Tempo bei den Investments in Zukunft nicht gedrosselt werden.

„Allianz Capital Partners (ACP) verwaltet aktuell mehr als 13 Milliarden Euro in Private-Equity-Fonds und investiert im Mittel zwei bis drei Milliarden Euro per annum. Das gilt auch für das laufende Jahr“, sagt Michael Lindauer, Co-Chef für das weltweite Private-Equity-Geschäft bei ACP.

Seine Gesellschaft ist aktuell in rund 300 Private-Equity-Fonds investiert, die angestrebte Nettorendite liegt zwischen zehn bis zwölf Prozent. Dabei weiß Lindauer durchaus, dass es zunehmend auch Probleme im Markt gibt.

Zu den Risiken zählten Schieflagen von Portfoliounternehmen in den Beteiligungsfonds. Es werde sich zeigen, ob im Boom der letzten Jahre teils A-Preise für B-Assets gezahlt wurden. Das entsprechende Risiko des Mangels an Disziplin werde ein wichtiges Thema bleiben, solange es einen hohen Betrag an nicht investiertem Kapital gebe, das sogenannte „dry powder“, sagt Lindauer.

Laut dem Analysehaus Preqin erreichten die nicht investierten Gelder im März dieses Jahres den neuen Höchststand von 1,26 Billionen Dollar. Der daraus resultierende harte Wettbewerb werde möglicherweise zu einstelligen Renditen führen, die aber immer noch attraktiv seien, meint Branchenexperte Christopher Elvin von Preqin.

Die Private-Equity-Gesellschaften übernehmen Unternehmen mit Eigenkapital und Krediten, restrukturieren sie und reichen sie in der Regel nach vier bis sieben Jahren an andere Firmen weiter oder bringen sie an die Börse. In den vergangenen Jahren sorgte der Mangel an lukrativen Übernahmekandidaten dafür, dass der nicht investierte Geldberg immer höher wurde.

ACP-Manager Lindauer glaubt deshalb, dass man zukünftig vermehrt sogenannte Delistings sehen wird, bei denen börsennotierte Gesellschaften vom Kurszettel genommen und in privater Regie gemanagt werden. Für kleinere Unternehmen könne Private Equity ohnehin die bessere Alternative sein, glaubt Lindauer. „Durch die neuen Vorschriften für den Anlegerschutz unter dem Stichwort Mifid geht die Abdeckung der Analysten bei vielen börsennotierten Unternehmen zurück.

Deshalb werden manche Unternehmen vielleicht unter Wert gehandelt“, glaubt der ACP-Stratege, der sich auf Private-Equity-Fonds in Europa, Asien und den USA konzentriert. Es gebe mittlerweile viele Unternehmen, „die am Kapitalmarkt nicht mehr verstanden werden“, sagte jüngst auch Martin Huth, Partner bei der Beteiligungsgesellschaft Triton.

Private-Equity-Manager hatten in den vergangenen Jahren auch vor milliardenschweren Übernahmen börsennotierter Unternehmen nicht zurückgeschreckt, etwa beim Arzneimittelhersteller Stada oder dem Anzeigenportal-Betreiber Scout24. Aber auch die Top-Liga bei den Aktienmärkten ist kein Tabu mehr. „Bei einem Zusammenschluss von verschiedenen Investorengruppen sind auch großvolumige Deals in der Dax-Kategorie denkbar“, so Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der Dekabank.

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