Altlasten der Finanzkrise Morgan Stanley zahlt Millionen - ohne Schuldgeständnis

In den USA wird die Finanzkrise weiter aufgearbeitet: So muss die US-Investmentbank Morgan Stanley für ihre Verkaufspraktiken 275 Millionen Dollar zahlen. Ein Schuldgeständnis enthält die Vereinbarung jedoch nicht.
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Morgan Stanley zahlt 275 Millionen Dollar. Quelle: Reuters

Morgan Stanley zahlt 275 Millionen Dollar.

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New YorkDer US-Investmentbank Morgan Stanley droht erneut eine Millionenstrafe im Zusammenhang mit Altlasten aus der Finanzkrise. Das Geldhaus einigte sich nach Angaben von Dienstag grundsätzlich mit der US-Börsenaufsicht SEC auf die Zahlung von 275 Millionen Dollar. Das Institut steht in der Kritik, weil sie noch 2007 an der Ausgabe von Wertpapieren beteiligt war, die auf minderwertigen Hypothekenkrediten beruhten und schon bald Verluste schrieben. Die Vereinbarung enthalte kein Schuldeingeständnis und müsse von der SEC noch abschließend gebilligt werden, erklärte die Bank. Auch umstrittene Hypothekengeschäfte der Bank of America sind wieder ins Visier der Behörden geraten.

Morgan Stanley hofft, dass die Vereinbarung dazu beiträgt, die Aufräumarbeiten nach der Krise abzuhaken. Zuletzt waren die Rechtskosten dafür aber wieder gestiegen. 2013 schossen sie auf 1,95 Milliarden Dollar in die Höhe von 513 Millionen Dollar 2012 und 151 Millionen 2011. Das waren fast 17 Prozent aller Betriebsausgaben. Erst kürzlich hatte sie eine Klage der Immobilienmarkt-Aufseher mit der Zahlung von 1,3 Milliarden Dollar beigelegt. Auch gegen andere Banken wird in diesem Zusammenhang wegen umstrittener Hypothekenpraktiken ermittelt, die als einer der Auslöser der globalen Finanzkrise gelten, die im Platzen der Blase am US-Immobilienmarkt ihren Anfang nahm.

Auch der Bank of America droht neuer Ärger mit Hauskrediten. US-Behörden prüften, ob die zweitgrößte Bank des Landes der Regeln eines Regierungsprogramms verletzt haben könnte, teilte das Institut am Dienstag mit. Untersucht werde, ob die Bank of America Kredite bewilligt hat, die den Anforderungen der staatlichen Absicherung nicht genügt hätten. Erst Anfang Februar hatte sich Branchenprimus JPMorgan mit dem Justizministerium wegen geschönter Hauskredite auf einen Vergleich in Höhe von 614 Millionen Dollar geeinigt.

  • rtr
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