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Am Freitag werden Zahlen vorgelegt Deutsche Bank steht vor deutlichem Ergebnisplus

Analysten rechnen mit einem guten ersten Quartal für das Kreditinstitut.

po FRANKFURT/M. Die Deutsche Bank dürfte dank gestiegener Erträge aus dem Zins- und Provisionsgeschäft, einer weiter sinkenden Risikovorsorge und einem ausgeprägtem Kostenbewusstsein im ersten Quartal ein deutliches Ergebnisplus ausweisen. Im ersten Quartal hat der deutsche Branchenprimus nach Schätzungen von Analysten einen Gewinn von 821 Mill. Euro erzielt. Im Vorjahresquartal lief, bedingt durch Sonderabschreibungen, noch ein Verlust in Höhe von 219 Mill. Euro auf. Zum Vergleich: Die weltweite Nummer eins, die amerikanische Citigroup, verdiente im ersten Quartal dieses Jahres unter dem Strich 5,3 Mrd. Dollar (rund 4,4 Mrd. Euro).

Mit diesem Ergebnis würde die Deutsche Bank die positive Tendenz der vergangenen Monate fortsetzen. Als dritte deutsche Großbank legt das Frankfurter Geldhaus am kommenden Freitag seine Zahlen für das erste Quartal vor. Bisher hat das Ergebnis der Commerzbank bereits positiv überrascht; die Bank die Veröffentlichung zwei Wochen vorgezogen. Auch für die Münchener Hypo-Vereinsbank, die am Donnerstag Zahlen vorlegt, rechnen die Experten mit einem deutlichen Anstieg des Gewinns.

Zwar können die Ergebnisse der ersten drei Monate nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. Doch es deutet einiges darauf hin, dass die deutschen Banken die Krise der vergangenen Jahre hinter sich lassen. Die Deutsche Bank will spätestens 2005 zu den europäischen Wettbewerbern aufschließen und eine Eigenkapitalrendite von 25 % vor Steuern erwirtschaften. Die Anstrengungen von Konzernchef Josef Ackermann zielen aber darauf ab, diesem Wert schon in diesem Jahr so nah wie möglich zu kommen.

Im ersten Quartal dürfte das Geldhaus vor allem von dem deutlich gestiegenen Zins- und Provisionsüberschuss profitiert haben. Das Handelsergebnis bleibt dagegen nach Analystenschätzungen trotz der guten Entwicklung an den Kapitalmärkten hinter dem starken Vorjahresquartal zurück. Trotzdem rechnet der Helaba Trust damit, dass die Sparte Firmenkundengeschäft und Investment-Banking (CIB) rund 73 % zum Gesamtergebnis beitragen wird. Die Privatkundenbereich peilt im laufenden Jahr einen Ergebnissprung um 30 % auf 1 Mrd. Euro an. Privatkundenchef Rainer Neske zeigte sich vor kurzem sehr zuversichtlich, dieses Ziel auch erreichen zu können. Die Risikovorsorge für faule Kredit wird den Prognosen der Experten zufolge im ersten Quartal auf 203 Mill. Euro sinken. In den ersten drei Monaten 2003 lagen die Wertberichtigungen bei 380 Mill. Euro. Die Kosten werden auf rund 4,1 Mrd. Euro taxiert. Damit liegt die Deutsche Bank im Plan, für das Gesamtjahr 2004 hat Ackermann einen Kostenblock von rund 16 Mrd. Euro angekündigt.

Auf den Aktienkurs dürften die Zahlen aber ohne nennenswerte Auswirkungen bleiben: „Angesichts der von den US-Investmentbanken jüngst veröffentlichten Ergebnisse, die durch hohe Steigerungen gekennzeichnet waren, sollte der erwartete Gewinnzuwachs im Aktienkurs bereits hinreichend berücksichtigt worden sein“, schreiben die Analysten von Helaba Trust.

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