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Angebot der Banca Popolare Italiana für Antonveneta liegt auf Eis Italienische Börsenaufsicht greift in Übernahmekampf ein

Der entschieden geglaubte Übernahmekampf um die Banca Antonveneta nimmt eine neue Wendung. Nachdem die Staatsanwaltschaft Anfang dieser Woche Aktien der italienischen Bank beschlagnahmt hat, legt nun die Börsenaufsicht Consob die laufenden Übernahmeangebote der Volksbank Banca Popolare Italiana auf Eis.

kk MAILAND. Mit ihren beiden Gegenofferten hatte die Banca Popolare Italiana – ehemals Banca Popolare di Lodi – dafür gesorgt, dass das Übernahmeangebot der niederländischen ABN Amro am vergangenen Freitag erfolglos auslief.

Sowohl der Fall ABN Amro als auch das Schicksal der spanischen Banco Bilbao Vizcaya Argentaria haben gezeigt, wie schwer es ist, auf dem italienischen Markt Fuß zu fassen. Auch die spanische Übernahmeofferte für die italienische Banca Nazionale del Lavoro (BNL) ist am vergangenen Freitag am Widerstand eines nationalen Bieters gescheitert. Der italienische Versicherer Unipol hat ein höheres Übernahmeangebot für die BNL angekündigt, und die Spanier haben nur weniger als ein Prozent der Aktionäre von ihrem Angebot überzeugen können.

Doch im Fall ABN Amro könnte sich das Blatt nun noch einmal wenden. Consob-Chef Lamberto Cardia hat sich nun maximal 90 Tage Bedenkzeit genommen. Bis dahin wird er eine endgültige Entscheidung treffen. In der Begründung für die Suspendierung der Popolare-Angebote schreibt die Börsenaufsicht: Bei den jüngsten Untersuchungen sei der „begründete Verdacht eines schwerwiegenden Mangels an Information aufgekommen, der es den Empfänger der Offerten nicht erlaubt, zu einem fundierten Urteil“ zu kommen. Die Bedingungen der Offerten, die Aktionärsabsprachen und die finanziellen Garantien seien noch unklar.

Die Banca Popolare hat zwei Offerten vorgelegt: eine in Aktien mit Bar-Komponente und ein reines Cash-Angebot. Gestern hat die Volksbank bereits angekündigt, dass sie gegen die Entscheidung der Consob vor Gericht gehen werde. „Wenn die Consob tatsächlich die Angebote annulliert, würde das die Situation für ABN Amro ändern. Sie könnte dann wieder über ein neues Angebot nachdenken“, sagte eine Analystin.

Anfang der Woche hatte die Mailänder Staatsanwaltschaft bereits 40 Prozent der Antonveneta-Aktien beschlagnahmt, die in den Händen der Banca Popolare Italiana und weiterer befreundeter Aktionäre lagen. Sie wirft ihnen unerlaubte Absprache und Marktmanipulation vor. Die Beschlagnahme der Aktien hat bereits dazu geführt, dass die Hauptversammlung der Banca Antonveneta am Mittwoch in Abwesenheit der Banca-Popolare-Fraktion erneut mehrheitlich ABN-Amro-Vertreter in den Verwaltungsrat gewählt haben. Damit kommt es zu der absurden Situation, dass ABN Amro das Sagen bei Antonveneta hat, obwohl der Übernahmeversuch gescheitert ist. Sollten die Aktien wieder freigegeben werden, könnte die Banca Popolare allerdings gegen die Entscheidung der Hauptversammlung vorgehen.

Mit den Entscheidungen der Staatsanwaltschaft und der Consob gerät auch der Chef der Banca d’Italia Antonio Fazio immer stärker unter Druck. Denn er hat die Gegenofferte der Banca Popolare Italiana aktiv unterstützt.

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