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Anstehende Quartalszahlen Deutsche Bank bestätigt die Gewinnprognosen der Analysten und stimmt sie auf höhere Kosten ein

Finanzchef James von Moltke geht von einem niedrigeren Gewinn im dritten Quartal aus. Die Kosten könnten aber etwas höher ausfallen. Die Aktie fällt.
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Deutsche Bank bestätigt die Gewinnprognosen der Analysten Quelle: dpa
Deutsche Bank

Im zweiten Quartal gelang es der Deutschen Bank, die Erwartungen des Marktes zu übertreffen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Umbau der Deutschen Bank zieht sich in die Länge. Im dritten Quartal dürfte das größte deutsche Kreditinstitut nach Schätzungen von Analysten rund 327 Millionen Euro vor Steuern verdient haben, nur etwa ein Drittel des Gewinns des Vorjahreszeitraumes. Mit den aktuellen Analystenschätzungen fühle er sich insgesamt wohl, sagte Finanzchef James von Moltke auf einer Konferenz der Bank of America in London.

Nur die bereinigten Kosten dürften etwas höher liegen. Analysten taxierten diese auf 5,45 Milliarden Euro. Von Moltke betonte, die Bank werde auf 5,5 Milliarden Euro eher abrunden als aufrunden müssen. Auf die hartnäckig hohen Kosten hat Vorstandschef Christian Sewing ein besonderes Augenmerk gelegt und will diese unbedingt senken.

Ein Faktor, der eigentlich wenig mit dem operativen Erfolg der Bank zu tun hat, dürfte das Ergebnis aber auf jeden Fall optisch belasten: Die Risikoprämien der Bank sind gesunken, eigentlich eine gute Nachricht. Aufgrund internationaler Bilanzregeln steigt dadurch aber auch der Wert der Schulden, was den Gewinn belastet. „Solche Schuldenanpassungen sind in den Konsensschätzungen selten berücksichtigt“, so von Moltke.

Mit Blick auf die Postbank-Integration betonte der Finanzvorstand, diese werde noch Jahre dauern. „Wir machen Fortschritte und beschleunigen den Prozess, wo wir können“, so von Moltke. Doch so sehr die Bank an einer Beschleunigung des Ganzen arbeite: „Vielleicht machen wir die Fortschritte etwas langsamer als wir uns wünschen würden“, so von Moltke. Die Bank lege aber Wert darauf, bei der Integration sehr sorgfältig vorzugehen.

Im Mai hatte die Deutsche Bank die Postbank rechtlich mit ihrer deutschen Privatkundensparte verschmolzen. Derzeit arbeitet die Bank an den Plänen für eine gemeinsame Zentrale der neuen Einheit. Danach werde man den Fokus auf den Technologiebereich und andere Aspekte legen, so von Moltke.

Den Anlegern scheint das Tempo der Deutschen Bank beim Umbau nicht zu genügen. Die Aktie zählte am Vormittag mit einem Minus von 1,2 Prozent zu den fünf größten Verlierern im Dax. „Die Restrukturierung zieht sich hin. Viele Investoren sind enttäuscht darüber, dass es nicht auch mal positive Überraschungen gibt“, sagte NordLB-Analyst Michael Seufert dazu.

Nicht jede positive Überraschung entfaltet jedoch langfristige Wirkung: Noch im Vorfeld zu den Zahlen zum zweiten Quartal hatte die Deutsche Bank die Analysten per Pflichtmitteilung mit einem unerwartet hohen Gewinn überrascht. Bei Vorlage der Details hatte sich dann allerdings herausgestellt, dass auch viele Einmaleffekte dazu beigetragen hatten.

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