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Apple Pay in Deutschland Warum Apple vor einem Flop stehen könnte

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„Apple kommt an den Sparkassen nicht vorbei“
Das sind die neuen Apple-Produkte
huGO-BildID: 39143204 The iPhone 6, at left, and iPhone 6 plus are shown next to each other during a new product release on Tuesday, Sept. 9, 2014, i
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Groß und größer: Apple bringt zwei Varianten des iPhone 6 heraus. Die kleinere misst 4,7 Zoll (links). Die größere Variante, iPhone 6 Plus genannt, misst sogar 5,5 Zoll groß und ist damit ähnlich groß wie das Galaxy Note von Samsung.

(Foto: ap)
Apple unveils new gadgets
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Unverkennbar ein iPhone: Die Designsprache hat sich nicht wesentlich verändert, aber die Ränder an der Vorderseite sind nun abgerundet.

(Foto: dpa)
Apple Unveils iPhone 6
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Das iPhone 6 Plus liegt fast wie ein Tablet in der Hand. Beim Telefonieren sind diese Ausmaße unpraktisch, doch inzwischen stehen bei vielen Nutzern E-Mails, Apps und Videos im Mittelpunkt – dafür kann das Display nicht groß genug sein.

(Foto: AFP)
Apple Unveils iPhone 6
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Den größeren Bildschirm des iPhone 6 Plus nutzt Apple etwa, um die E-Mail-Anwendung komfortabler zu gestalten. Im Querformat sind nun zwei Spalten zu sehen, wie Marketing-Chef Phil Schiller hier erklärt.

(Foto: AFP)
Phil Schiller, Senior Vice President at Apple Inc., announces new pricing for iPhones an Apple event at the Flint Center in Cupertino
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Größenvergleich: Das iPhone 6 Plus neben iPhone 6 sowie der älteren Generation mit iPhone 5s und 5c.

(Foto: Reuters)
New Apple Watch is pictured during an Apple event at the Flint Center for the Performing Arts in Cupertino
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Dieses Mal stellte Apple aber nicht nur ein neues iPhone vor, sondern auch seine Computeruhr Apple Watch.

(Foto: Reuters)
Apple CEO Tim Cook speaks on stage during an Apple event at the Flint Center in Cupertino
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Apple-Chef Tim Cook scheute bei der Vorstellung der Computeruhr keine großen Vorbilder: Er kündigte sie mit dem Satz „One more thing“ an, also eine Sache noch – den prägte sein verstorbener Vorgänger Steve Jobs, der damit gerne am Ende der Präsentationen die spannendsten Dinge ankündigte.

(Foto: Reuters)

Dabei geht es nicht allein um die Zahlungsabwicklung - ein Geschäft in dem die Margen ohnehin relativ klein ist und in dem sich nur mit einer hohen Transaktionszahl wirklich Geld verdienen lässt. Die größere Gefahr ist, dass die neuen Konkurrenten wie Apple und Google, aber auch Telekommunikationsriesen wie Telekom und Vodafone das Geschäft mit dem Zahlungsverkehr als Einstieg für lukrativere Finanzgeschäfte nutzen könnten. So könnten Kontobewegungen und Zahlungen mit der Zustimmung des Kunden ausgewertet werden und so maßgeschneiderte Kredite oder Treuesysteme angeboten werden. Geschäfte, die derzeit noch den Banken vorbehalten sind.

Trotzdem geben sich die deutschen Institute kämpferisch. „Wenn das System in Deutschland eingeführt wird, kommt Apple an den Sparkassen nicht vorbei“, tönte Sibylle Strack vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband jüngst im Spiegel. In Wahrheit ist es umgekehrt: Institute, die auf dem iPhone vertreten sein wollen, müssen wohl oder übel mit Apple kooperieren. Denn der Konzern kontrolliert den Zugang zur NFC-Schnittstelle im iPhone, der technischen Basis für das bargeldlose Zahlen. So kann sich Apple die Konkurrenz auf dem eigenen Gerät vom Hals halten.

Experte Hommel rät darum, eine doppelte Strategie zu fahren, also gleichzeitig mit Apple zu kooperieren und eigene Angebote für Smartphones mit anderen Betriebssystemen zu entwickeln. „Die deutschen Banken und Sparkassen brauchen ihre eigenen Lösungen und ihre eigene Infrastruktur in diesem Bereich – zur Not sollten sie dabei auch zweigleisig fahren.“  Immerhin würden 88 Prozent aller Smartphone-Besitzer in Deutschland nicht Apples iOS nutzen. Genug Marktpotential für ein erfolgreiches eigenes Angebot.

Der Zug für die deutschen Institute sei noch nicht abgefahren, meint Experte Hommel. „Banken und Sparkassen können beim Mobile Payment immer noch eine wichtige Rolle spielen, weil sie diejenigen sind, die Zahlungsverkehr sehr gut und effizient abwickeln können und auch die Risiken richtig managen.“ Auch beim Datenschutz genießen die Sparkassen ein deutlich höheres Vertrauen als Apple und die Telekommunikationsriesen.

„Vielleicht stärkt an dieser Stelle gerade die Regulierung die Position der Banken, verlangt sie doch von uns einen sehr verantwortungsvollen, sensiblen Umgang mit Kundeninformationen und -daten“, sagt auch DZ-Bank-Chef Kirsch. „Viele der neuen Anbieter können oder wollen da nicht mithalten.“

Ohnehin wirken die Deutschen bei den neuen Zahlkonzepten besonders skeptisch. Eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband zeigte zuletzt, dass drei von vier Bürgern in Deutschland Apple Pay, Google Wallet und andere mobile Bezahldienste nicht in Anspruch nehmen wollen, die Hälfte „ganz bestimmt nicht“.

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Mehr zu: Apple Pay in Deutschland - Warum Apple vor einem Flop stehen könnte

7 Kommentare zu "Apple Pay in Deutschland: Warum Apple vor einem Flop stehen könnte"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das Problem für Apple ist aber spätestens mit der Ratifizierung von TTIP beseitigt. Dann hätte die EU jedwede entsprechende Regelung als Marktbegrenzung zu unterlassen. Widrigenfalls könnte Apple vor internationalem Schiedsgericht entgangenen Gewinn rechtskräftig als Schadenersatz ausurteilen lassen.
    Ob CETA und TTIP wirklich so gute Ideen sind, darf getrost hinterfragt werden. Allerdings sind Merkel, Gabriel und Co dazu kaum kompetent und berufen; leider.

  • »…wir können das nämlich nicht, leider.«
    Aber dafür können wir Panzer (Achtung Satire!)

  • Herr Ungläubig hat recht. Apple ist längst ein pazifisches Unternehmen geworden, darum sieht das iPhone 6 auch aus wie es aussieht. Und das wir sowas nicht hinbekommen, obwohl es gut ist, wird etwas verständlicher wenn man sich die Kommentare von Traustein reinzieht. Weiterhin gilt es zu bedenken: Wir Deutschen haben in der modernen IT nix zu melden, wir können das nämlich nicht, leider.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Der deutsche Markt ist für APPLE wie eine Träne im Ozean und was die Banken betrifft so sind sie viel zu träge und konservativ (hier gibt es immer noch einen Weltspartag trotz mieser Zinsen). Den Vertrauensbonus haben sie spätestens verspielt indem sie jede Transaktion, die € 10.000 überschreitet dem Big Brother melden müssen (wg. Terrorismus) huhuuu :–( und wenn TTIP tatsächlich durchgesunken wird ist der Drops sowieso gelutscht. Zu guter Letzt: Bad news are good news, die Aktie hat in den letzten 6 Monaten um € 30 zugelegt ;–)), sollte das HB doch wissen. Noch Fragen?

  • ich frag mich schon seit 5 jahren wieso deutsche banken so ein system nicht etablieren. Sind die so doof dass sie nicht die zukunft erkennen? Auf der schiene könnte man locker 10 bis 15 jahre reiten