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Asset-Manager Eingefrorene GAM-Fonds stehen vor endgültiger Abwicklung

Der Schweizer Vermögensverwalter musste eine Reihe von Anleihefonds einfrieren. Deren Liquidation soll bald abgeschlossen sein, die Verluste für Anleger halten sich wohl in Grenzen.
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Die Suspendierung eines Star-Managers im Juli vergangenen Jahres hat den Fondsanbieter in eine tiefe Krise gestürzt. Quelle: Reuters
Logo des Fondsanbieters GAM

Die Suspendierung eines Star-Managers im Juli vergangenen Jahres hat den Fondsanbieter in eine tiefe Krise gestürzt.

(Foto: Reuters)

Zürich Die GAM Holding geht unterrichteten Kreisen zufolge davon aus, dass Anleger in den eingefrorenen Anleihefonds fast ihr gesamtes Geld zurückerhalten werden, nachdem sich das Unternehmen dem Ende des Liquidierungsprozesses nähert. Dieser wurde durch die Suspendierung des Star-Managers Tim Haywood Ende Juli ausgelöst. Er hatte die sogenannten Absolute-Return-Fonds von GAM verantwortet, die Anlegern stabile Erträge versprechen – egal, ob die Aktienkurse steigen oder fallen.

Doch laut GAM ging der Manager dabei zu weit. Das Unternehmen warf ihm vor, gegen interne Richtlinien verstoßen zu haben, die etwa die Annahme von Geschenken und Einladungen regeln. Anleger flohen nach der Suspendierung in Scharen aus den Fonds des schweizerischen Unternehmens. Die Gesellschaft fror daraufhin insgesamt mehr als sieben Milliarden Dollar in neun Fonds ein.

Doch die Investoren hatten nicht nur das Kapital aus den betroffenen Fonds abgezogen. Auch andere Produkte waren vom Exodus betroffen. Dort ging das verwaltete Vermögen um fünf Milliarden Franken zurück.

Nun verkauft GAM gerade die letzten Positionen und könnte die Liquidation in den kommenden Wochen abschließen, sagten mit dem Verfahren vertraute Personen, die wegen der vertraulichen Informationen anonym bleiben wollen. Die Gesellschaft sagte im vergangenen Monat, dass sie je nach Fonds bereits zwischen 66 und 92 Prozent der Vermögenswerte an die Anleger zurückgegeben habe.

„Die Liquidation läuft, und es ist verfrüht, explizite Vorhersagen über den Zeitpunkt oder das Endergebnis zu treffen“, sagte ein GAM-Sprecher. „Sobald die Liquidation abgeschlossen ist, werden wir die Anleger direkt informieren.“

Infolge der Krise soll der Schweizer Fondsanbieter außerdem durch eine tiefgreifende Sanierung wieder auf Kurs gebracht werden. Rund zehn Prozent der insgesamt mehr als 900 Stellen sollen im Verlauf des Jahres abgebaut werden. Mit dieser und weiteren Maßnahmen peilt die Gesellschaft eine Senkung der fixen Personal- und Sachkosten von insgesamt 282 Millionen Franken um mindestens 40 Millionen Franken an.

  • mic
  • Bloomberg
  • rtr
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