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Atul Gawande Harvard-Professor soll für Jeff Bezos und Warren Buffett das Gesundheitssystem aufmöbeln

Die Konzerne Amazon, Berkshire Hathaway und JP Morgan wollen eine eigene Krankenkasse schaffen. Ein renommierter Mediziner soll das Projekt leiten.
Update: 21.06.2018 - 08:50 Uhr Kommentieren
Amazon: Harvard-Professor soll für Jeff Bezos das Gesundheitssystem aufmöbeln Quelle: AP
Atul Gawande

Der Chirurg und Harvard-Medical-School-Professor soll das neue Unternehmen von Amazon, JP Morgan und Berkshire Hathaway führen.

(Foto: AP)

New YorkNach fünf Monaten Suche steht fest: Der Chirurg und Harvard-Medical-School-Professor Atul Gawande soll die neuartige Krankenkasse von Amazon, JP Morgan und Warren Buffetts Holding Berkshire Hathaway leiten. Der Mediziner ist auch Buchautor und schreibt regelmäßig für die Zeitschrift „New Yorker“.

Im Januar hatten die drei Vorstandsvorsitzenden Jeff Bezos, Jamie Dimon und Buffett angekündigt, ein eigenes Unternehmen zu gründen, dass den komplizierten US-Gesundheitsmarkt revolutionieren soll. Zunächst soll das Unternehmen Gesundheitsdienstleistungen für die Mitarbeiter der drei Firmen anbieten. Später könnte es aber auch ausgeweitet werden.

Durch die prominenten Unterstützter wird dem Unternehmen zugetraut, Einfluss auf die gesamte Branche zu nehmen. Die Firma wird ihren Sitz in Boston haben, wo Gawande lehrt. Seinen Posten soll er am 9. Juli antreten. Der Chirurg ist Sohn indischer Einwanderer.

Er habe seine Karriere in der Gesundheitsbranche dem Ziel gewidmet, in großem Maßstab effiziente Ansätze zu finden, die vielen Menschen das Leben retten, ihr Leiden reduzieren und verschwenderische Ausgaben reduzieren sollen, so Gawande. Der 52-Jährige hat auch einen Lehrstuhl für Gesundheitspolitik inne und bringt sich in politische Debatten ein. Er hat bislang aber kein größeres Unternehmen geführt. Bislang ist aber nicht klar, wie viele Mitarbeiter er führen wird oder wie die Gesellschaft heißen wird.

Kampf dem „Bandwurm“

Investment-Guru Warren Buffett hatte die vielen Spieler im teuren amerikanischen Gesundheitsmarkt als gefräßigen „Bandwurm“ bezeichnet, der die Gesundheit der Amerikaner nicht verbessert. „Ich bin hoch erfreut, als neuer CEO dieser Gesundheitsinitiative ernannt worden zu sein“, teilte Gawande mit. „Das System ist kaputt und es ist möglich, ein besseres zu schaffen“, ist er überzeugt.

„Wir haben von Anfang an gesagt, dass es extrem schwierig ist und dass wir das Wissen eines Experten mit der Einstellung eines Anfängers sowie eine langfristige Orientierung brauchen“, teilte Bezos mit. Gawande kombiniere diese drei Anforderungen.

Ein Artikel Gawandes hatte bereits 2009 das Interesse Buffetts geweckt. Die im New Yorker erschienene Analyse über ineffiziente US-Gesundheitsversorgung hatte der Investor öffentlich als „absolut großartig“ gelobt.

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