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Aufruf von Verdi Banken erwarten durch Warnstreiks kaum Folgen für Kunden

Die Gewerkschaft Verdi hat für die kommenden Tage zu Warnstreiks in Banken aufgerufen. Die betroffenen Insitute geben sich gelassen.
Update: 02.04.2019 - 17:14 Uhr Kommentieren
Von den Warnstreiks sind vor allem Berlin sowie Städte in Hessen, Brandenburg, Baden-Württemberg und die Regionen Münsterland und Ostwestfalen/Lippe betroffen. Quelle: Reuters
Verdi kündigt Warnstreiks an

Von den Warnstreiks sind vor allem Berlin sowie Städte in Hessen, Brandenburg, Baden-Württemberg und die Regionen Münsterland und Ostwestfalen/Lippe betroffen.

(Foto: Reuters)

BerlinAn mehreren Tagen in der ersten Aprilhälfte ruft die Gewerkschaft Verdi Bankangestellte in verschiedenen deutschen Städten zu Warnstreiks auf. Als erstes treten am 3. April in Hamburg unter anderem Beschäftigte der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Hamburger Sparkasse ganztägig in den Warnstreik, wie Verdi am Dienstag in Berlin mitteilte. Am 5. April seien in Berlin, sowie in Städten in Hessen, Brandenburg, Baden-Württemberg und in den Regionen Münsterland und Ostwestfalen/Lippe Mitarbeiter verschiedener Banken zum Warnstreik aufgerufen. In der Woche ab dem 8. April solle es zu weiteren Arbeitsniederlegungen kommen. Zudem gebe es zahlreiche Kundgebungen in vielen betroffenen Städten.

Wie viele Beschäftigte insgesamt aufgerufen seien, konnte die Gewerkschaft nicht sagen. Laut Verdi müssten Bankkunden sogar mit Filialschließungen rechnen. Die Banken sehen das anders: Die Arbeitgeberverbände der privaten und der öffentlichen Banken rechnen nicht mit größeren Einschränkungen. Bei bisherigen Aktionen sei es auch nicht zu nennenswerten Auswirkungen für Bankkunden gekommen. Eine genaue Einschätzung, welche Folgen die Warnstreiks konkret haben könnten, lasse sich aber noch nicht abgeben, sagte Carsten Rogge-Strang, Geschäftsführer Tarifpolitik im Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AVG Banken).

Zum Auftakt-Warnstreik an diesem Mittwoch in Hamburg zeigte sich auch die Hamburger Sparkasse (Haspa), die zu den betroffenen Geldinstituten gehört, gelassen: Man rechne zunächst nicht damit, dass es durch den Warnstreik zu Auswirkungen für die Kunden komme.

Derzeit verhandeln die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der privaten und öffentlichen Banken für etwa 200 000 Beschäftigte einen neuen Tarifvertrag. Verdi will unter anderem sechs Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mehr Urlaub, kürzere Arbeitszeiten und einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildung durchsetzen.

Verdi wirft den Arbeitgebern vor, die Warnstreiks provoziert zu haben, weil sie die Fortführung der Verhandlungen davon abhängig machten, dass die Gewerkschaft nahezu alle Forderungen zurücknimmt. Die Arbeitgeberverbände weisen die Vorwürfe zurück. Aus ihrer Sicht sei das Forderungspaket der Gewerkschaft „historisch umfangreich, viel zu dick“. Der nächste Verhandlungstermin ist am 11. April in Berlin.

  • dpa
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