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Aufsichtsrat muss Umbau noch zustimmen Blessing soll Commerzbank-Mittelstand-Ressort führen

Der bisherige Privatkundenvorstand Martin Blessing soll ein neues Ressort für den Mittelstand im Commerzbank-Vorstand übernehmen. Für das Privatkundengeschäft soll überraschend Achim Kassow, derzeit Vorstandschef der Online-Tochter Comdirect, neu in den Vorstand der Bank berufen werden, berichtet das Blatt.

HB FRANKFURT. Die Commerzbank wird nach Angaben aus Bankenkreisen wegen der Kosten für die deutliche Verkleinerung ihrer Investmentbanking-Sparte im dritten Quartal unter dem Strich einen Verlust von gut 200 Mill. € ausweisen.

„Der Verlust nach Steuern liegt bei gut 200 Mill. €, alleine für die Restrukturierung des Investmentbanking sollen etwa 130 Mill. € gebucht werden“, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntagabend aus den Kreisen. Vor Steuern kommt Deutschlands drittgrößte Bank den Angaben zufolge auf einen Gewinn von mehr als zehn Mill. €. Das liegt am unteren Ende der Schätzungen, denn die Prognosen der von Reuters befragten Analysten lagen in einer breiten Spanne von sieben bis 290 Mill. €. Ein Sprecher der Commerzbank gab am Sonntagabend keinen Kommentar ab und auch Kassow wollte sich nicht zu seinen neuen Aufgaben äußern.

Die Commerzbank will ihre Zahlen und die neue Struktur des Vorstandes am Dienstagnachmittag im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung bekannt geben.

Bankchef Müller schließt mit der Berufung Kassows zum neuen Filialvorstand die Verjüngung seiner Führungsmnnschaft ab. „Kassow ist eine gute konzerninterne Lösung. Er kennt die Bank und hat bei der Comdirect seine Stärken bewiesen“, sagte ein mit dem Umbau vertrauter Manager. Der bisherige Privatkundenvorstand Martin Blessing überlässt Kassow eine intakte Sparte, die schon seit mehreren Quartalen schwarze Zahlen schreibt. Für Blessing wird es jetzt darum gehen, auch das Mittelstandsgeschäft auf Profitabilität zu trimmen. „Er muss zeigen, dass er auch ein zweites Geschäftsfeld drehen kann - dann kommt er mittelfristig auch für größere Aufgaben in Frage“, hieß es dazu.

Nicholas Teller soll im Vorstand künftig das Firmenkundengeschäft für die Großkunden leiten und diesen Bereich zugleich mit dem deutlich ausgedünnten Investmentbanking zu einer Einheit formen. Erwartungsgemäß wird die Commerzbank ihren kostspieligen Ausflug in das internationale Investmentbanking beenden, sich hier auf die für das Firmenkundengeschäft relevanten Produktlinien beschränken und massiv Personal abbauen. Allein von den rund 450 Mitarbeitern in der Londoner City müssten sich etwa die Hälfte einen neuen Job suchen, hieß es in den Kreisen. „Die Einschnitte bei den rund 600 Investmentbankern in Frankfurt bleiben dagegen überschaubar, hier können die meisten Arbeitsplätze erhalten bleiben“, sagte ein Bank-Manager. Der Standort Tokio mit seinen gut 30 Mitarbeitern soll ganz geschlossen werden und von den rund 125 Mitarbeitern in New York dürfte nur noch eine Rumpftruppe übrig bleiben.

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