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Aufwand nimmt nach dem Wegfall der Staatshaftung dramatisch zu Sparkassen droht Kostenlawine

Die öffentlich-rechtlichen Sparkassen in Deutschland müssen sich auf eine drastische Verteuerung ihrer Refinanzierung einstellen, wenn sie nicht rechtzeitig ihre bisherigen Strategien der Mittelbeschaffung umstellen.

pk FRANKFURT/M. „Die zusätzlichen Kosten bauen sich in den nächsten Jahren schrittweise auf und können am Ende mit 400 Mill. Euro jährlich in der Gruppe zu Buche schlagen“, warnt Walter Herzog, Vorstand der Kölner ifb AG, einer Beratungsgesellschaft für Banken und Sparkassen.

Auslöser für die drohende Kostenlawine sind die schlechteren Bonitätsnoten, mit denen die Ratingagenturen auf den Wegfall staatlicher Ausfallgarantien reagieren werden. Analog zu den Landesbanken müssen auch die Sparkassen künftig ohne Staat im Rücken auskommen. Denn die bisherigen Haftungsgrundlagen in Form der Anstaltslast und Gewährträgerhaftung sind seit Mitte Juli nicht mehr gültig. Unter der Anstaltslast versteht man die Verpflichtung der Länder und Kommunen, ein Institut bei Bedarf mit den nötigen Finanzmitteln auszustatten. Durch die Gewährträgerhaftung war bisher garantiert, dass die Träger der Sparkassen im Fall einer Pleite für die Verbindlichkeiten des Instituts geradestehen.

Zwar weist der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) darauf hin, dass die Sparkassen kaum auf die Finanzmärkte angewiesen seien, weil sie sich überwiegend durch die Einlagen ihrer Regionen finanzierten. Trotzdem bleibt nach Berechnungen der ifb noch ein ratingempfindliches Refinanzierungsvolumen von 200 Mrd. Euro bei den Sparkassen. Und das Problem könnte sich laut Herzog noch verschärfen, wenn die Konjunktur anspringt und die Kreditvergabe wieder an Fahrt gewinnt. Außerdem werden die Sparkassen von den Direktbanken bedrängt, die mit hohen Zinsen im Einlagengeschäft konkurrieren.

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