Ausblick auf die kommenden 5 Jahre Citigroup sieht gewaltigen Stellenabbau im Investmentbanking auf sich zukommen

Technologie wird das Investmentbanking stark verändern. Angestellte der Citigroup könnte es besonders hart treffen.
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In den kommenden fünf Jahren könnten im Zuge einer beschleunigten Automatisierung die Hälfte der rund 20.000 Jobs im technischen und operativen Bereich gestrichen werden. Quelle: AFP
Citigroup

In den kommenden fünf Jahren könnten im Zuge einer beschleunigten Automatisierung die Hälfte der rund 20.000 Jobs im technischen und operativen Bereich gestrichen werden.

(Foto: AFP)

BangaloreFür die Mitarbeiter der Citigroup dürften das keine guten Nachrichten sein. Die US-Großbank könnte einem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden fünf Jahren bis zu 10.000 Angestellte im Investmentbanking durch Maschinen ersetzen. Den nüchternen Ausblick wagt der Leiter der Sparte, James Forese, laut einem Bericht der „Financial Times“ (FT). Mit Blick auf die Finanzkrise von vor zehn Jahren interviewte das Blatt mehrere Bankenchefs.

„Am fruchtbarsten für die maschinelle Verarbeitung“ seien die operativen Positionen, sagte Forese. Die machten fast zwei Fünftel der Mitarbeiter in dem Bereich aus. Laut „FT“ erinnere Foreses Perspektive an Aussagen des Ex-Chefs der Deutschen Bank, John Cryan, der in der Vergangenheit bereits über den Verlust von der Hälfte der Belegschaft an Zukunftstechnologie gesprochen hatte.

Sollte sich ein solcher Trend in der Branche durchsetzen, könnte das einen stärkeren Jobabbau als in den Jahren 2007 bis 2017 bedeuten, schreibt die „FT“ weiter. Eine Studie des Wirtschaftsblattes ergab damals, dass acht von zehn weltweit führenden Investmentbanken 60.000 Stellen abbauten. Von der Untersuchung ausgeschlossen waren allerdings sowohl Citi wie auch die Bank of America.

Andere Bankenchefs sehen die Zukunft des Investmentbankings ähnlich wie Forese. Der Leiter von Barclays Investmentbank, Tim Throsby, formuliert es aber anders: Er glaubt, dass künftig weniger Angestellte mehr Geld machen werden. Maschinen würden „Aufgaben mit geringerem Wert“ übernehmen. „Wenn Ihr Job aus einer Menge Tastaturanschlägen besteht, ist es weniger wahrscheinlich, dass Sie eine glückliche Zukunft haben werden“, sagte er.

Laut Richard Gnodde, Chef von Goldman Sachs International, seien bereits viele Funktionen durch die Technologie ersetzt worden. „Ich sehe nicht, wieso das bald enden sollte.“ Gnodde glaubt aber auch an die positiven Seiten des technologischen Wandels und daran, dass neue Geschäftsmöglichkeiten geschaffen werden.

Das sieht auch Forese so. Seine Bank werde in anderen Bereichen einstellen – beispielsweise im Verkauf und in der Forschung. „Die Form der Arbeit, die von Menschen ausgeübt wird, wird sich ändern.“

HSBC-Mann Samir Assaf, Chef für globale Märkte und globales Banking, schlägt für Mitarbeiter weniger beunruhigende Töne an. Ihm zufolge gebe es nicht mehr viel, dass Technologie ersetzen könnte. „Ich denke, dass zwischen jetzt und den nächsten fünf Jahren vielleicht noch fünf bis zehn Prozent liegen“, sagte er.

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