Ausgabe neuer Aktien Unicredit-Probleme Warnung für Commerzbank

Happiger Abschlag: Die Hypo-Vereinsbank-Mutter Unicredit muss große Zugeständnisse an die Investoren machen, um an frisches Geld zu kommen. Das ist auch für die Commerzbank eine schlechte Nachricht.
Update: 04.01.2012 - 15:20 Uhr 5 Kommentare
Unicredit-Zentrale in Mailand: Italiens größte Bank kann sich frisches Kapital nur zu ungünstigen Bedingungen beschaffen. Quelle: AFP

Unicredit-Zentrale in Mailand: Italiens größte Bank kann sich frisches Kapital nur zu ungünstigen Bedingungen beschaffen.

(Foto: AFP)

MailandDie Unicredit muss bei der anstehenden Mega-Kapitalerhöhung große Zugeständnisse an die Investoren machen. Italiens größte Bank teilte am Mittwoch nach einer Vorstandssitzung mit, die neuen Aktien zu einem Preis von jeweils 1,943 Euro zuteilen zu wollen. Das entspricht einem Abschlag von rund 43 Prozent.

Die Mailänder betonten, dass der Abschlag für die Kapitalspritze, die dem Geldhaus 7,5 Milliarden Euro in die leere Kasse spülen soll, den derzeitigen Marktbedingungen entspreche. Immerhin wird es dem Geldhaus gelingen, Käufer für sämtliche Aktien zu finden.

Unicredit-Chef Federico Ghizzoni hatte im Dezember einen marktüblichen Abschlag für Anleger in Aussicht gestellt. Die kleinere italienische Banca Popolare di Milano hatte zuletzt mit einem Discount von 40 Prozent neue Anteilsscheine zugeteilt, bei der Commerzbank im vergangenen Mai waren es 30 Prozent.

Unicredit-Aktien gerieten dennoch deutlich unter Druck und verloren 14 Prozent. Das belastete auch andere Banken-Papiere.

Was der Abschlag für die Commerzbank bedeutet
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5 Kommentare zu "Ausgabe neuer Aktien: Unicredit-Probleme sind Warnschuss für Commerzbank"

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  • wie soll das funktionieren? Die Banken leihen sich doch Geld i.d.R. nur overnight??

    Und Anleihen wie bei Staaten kauft der Staat von Banken sicherlich nicht!

  • Danke für die Zahl. Kann diese ewige Hexenjagd auf die Commerzbank auch nicht nachvollziehen. Schließlich sind die meisten europäischen Großbanken, nicht nur die Commerzbank, weit von einer Kernkapitalquote von 9% entfernt.

  • @Handelsblatt-Redaktion:
    "Das betrifft auch die Commerzbank, die sich im ersten Halbjahr 5,3 Milliarden besorgen muss."

    Die Zahl ist länsgt veraltet. Durch den Rückkauf eigener Hybrid-Anleihen beträgt die Kapitallücke nur noch 4,6 Mrd.

    eine von zahlreichen Quellen dazu: http://green.finanztreff.de/green/news_news.htn?u=5610268&i=111868&id=7878079

  • @Handelsblatt-Redaktion:
    "Das betrifft auch die Commerzbank, die sich im ersten Halbjahr 5,3 Milliarden besorgen muss."

    Die Zahl ist länsgt veraltet. Durch den Rückkauf eigener Hybrid-Anleihen beträgt die Kapitallücke nur noch 4,6 Mrd.

    eine von zahlreichen Quellen dazu: http://green.finanztreff.de/green/news_news.htn?u=5610268&i=111868&id=7878079

  • Es wird langsam Zeit dass die Banken durch Aktienrückkäufe die Kurse nach oben befördern und damit wieder Vertrauen bei den Anlegern schaffen.
    Liquidität von der EZB haben sie dafür ja wohl genug bekommen. Ansonsten wird es wirklich eine Abwärtsspirale ohne Ende, die auch zu einem Kollaps führen kann.

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