Autoversicherung Auf diese 6 Punkte sollten Sie achten, wenn Sie die Kfz-Police wechseln

Bei einer Autoversicherung bleiben oder wechseln? Diese Frage stellen sich viele vor allem im November. Doch um die Frage zu beantworten, sollte man einige Dinge berücksichtigen.
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Autobesitzer müssen beim Policen-Wechsel einiges beachten. Quelle: E+/Getty Images
Auffahrunfall

Autobesitzer müssen beim Policen-Wechsel einiges beachten.

(Foto: E+/Getty Images)

MünchenVon den Werbebotschaften der Branche gibt es im Moment kaum ein Entrinnen. Überall in Funk und Fernsehen, im Netz und in gedruckten Botschaften animieren seit Wochen die Kfz-Versicherer, zu ihnen zu wechseln. Das kann sinnvoll sein, muss es aber nicht. Auf diese Punkte sollten Autobesitzer achten, wenn sie sich nach einem neuen Versicherer umschauen.

Die Grundidee

Wer mit dem Gedanken spielt, zu einer anderen Kfz-Versicherung zu wechseln, interessiert sich in der Regel vor allem dafür, künftig weniger zu bezahlen. Nicht von ungefähr wirbt beispielsweise das Vergleichsportal Check 24 mit bis zu 850 Euro, die Fahrzeughalter bei einem Wechsel pro Jahr sparen können.

Für das Gros der Autofahrer sind solche Dimensionen allerdings viel zu hoch gegriffen, zahlen sie doch nicht mal eine solche Jahresprämie. Eine Ersparnis von 100 Euro ist für die allermeisten Autobesitzer näher an der Realität. Ein zweiter Aspekt für einen Wechsel kann zudem ein besserer Service oder eine höhere Absicherung bei gleichem Preis sein. In der Praxis sind diese beiden Aspekte aber für die wenigsten Kunden ausschlaggebend – erfordern sie doch eine tiefe Einarbeitung in das hochkomplexe Innenleben unterschiedlicher Kfz-Policen.

Die Frist

Wer seine Kfz-Versicherung bis zum 30. November kündigt, der kann mit Beginn des nächsten Jahres zu einem anderen Versicherer gehen. Allerdings ist dieser Stichtag nicht die einzige Möglichkeit, um die Versicherung zu wechseln. Manche Anbieter bieten auch Policen mit einer Laufzeit an, die während des Jahres endet. Dann wäre ein Monat vor dem jeweiligen Ablaufdatum der Stichtag für die Kündigung.

Wer seine Versicherung wechseln möchte, der sollte somit zuerst die Bedingungen seiner bisherigen Police prüfen. Ein Sonderkündigungsrecht gibt es für Versicherte schließlich auch, wenn der Versicherer den Beitrag erhöht oder ein Schadensfall nicht nach den Vorstellungen des jeweiligen Kunden reguliert wurde. Und natürlich kann auch derjenige jederzeit kündigen, der sein Auto verkauft.

Die Kündigung

Sie muss auf alle Fälle schriftlich beim Versicherer bis zum 30. November eingegangen sein. Für jüngere Verträge, die ab Herbst 2016 abgeschlossen wurden, ist auch eine Kündigung per E-Mail möglich. Enthalten muss die Kündigung die aktuelle Adresse des Versicherten und die Vertragsnummer bei der Versicherung. Hilfreich sind auch Fabrikat und Modell sowie das Kfz-Kennzeichen.

Dankbar sind die Versicherer auch für Gründe, warum gekündigt wird, beispielsweise „zu teuer“ oder „günstigeres Angebot bei Wettbewerber“. Häufig übernimmt der neue Versicherer die Formalität für den Kunden und kündigt den alten Vertrag mit dessen Zustimmung. Der Kunde sollte allerdings darauf achten, dass ihm sein bisheriger Versicherer schnell den Eingang der Kündigung bestätigt.

Online oder Vertreter?

Hier gibt es keine pauschale Antwort. Auch muss der Onlineabschluss nicht zwangsläufig günstiger sein, wie es die weit verbreitete Meinung ist. Ein Berater hat zudem den Vorteil, tiefer in der komplexen Materie zu stecken, sodass er dem Kunden womöglich noch die eine oder andere Sparmöglichkeit aufzeigen kann, die er online sonst nicht erkannt hätte. Tendenziell ist bei dieser Frage aber wohl auch das Alter entscheidend. Jüngere Autobesitzer dürften sich eher für den Weg via Internet entscheiden.

Telematik- oder Standard-Tarif?

Seit gut zwei Jahren bieten Versicherer Telematik-Tarife an. Die Grundidee dahinter lautet, dass der Kunde nur noch das bezahlt, was er wirklich nutzt. Sparpotenzial ist dabei durchaus vorhanden.

Dabei dominierte bei den Versicherern anfangs das Modell „pay how you drive“. Hier wurde aus den unterschiedlichsten Aspekten wie Fahr-, Beschleunigungs- und Bremsverhalten ein „Score“ berechnet, zudem gingen bei manchen Tarifen die Gefährlichkeit der gefahrenen Strecke oder die Uhrzeit mit ein.

Viele Kunden fühlten sich so beobachtet und ließen die Finger davon. Neuerdings kommen auch „Pay as you drive“-Modelle auf den Markt, wo lediglich für die gefahrene Strecke zu bezahlen ist. Die lohnen sich aber nur für Wenigfahrer bis zu 10:000 Kilometer pro Jahr.

Saisonfahrzeuge

Wohnmobile, Motorräder, Cabriolets oder Oldtimer sind häufig nur von Frühjahr bis Herbst per Saisonkennzeichen zugelassen. Auch wenn im November keine Zulassung mehr besteht, kann trotzdem der Vertrag gekündigt werden.

  • scc
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