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Autoversicherung Kfz-Beiträge stark gesunken – Wechselwillige sollten sich beeilen

Die Beiträge für die Kfz-Haftpflicht sind seit August um 17 Prozent gefallen. Wer wechseln will, sollte nicht länger warten: Stichtag ist der 30. November.
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Kfz-Beiträge stark gesunken – Wechselwillige sollten sich beeilen Quelle: dpa
Verkehrsunfall

Die Kfz-Versicherung ist in Deutschland Pflicht.

(Foto: dpa)

DüsseldorfJeder deutsche Autohalter muss eine Kfz-Versicherung haben. Ein Fünftel der Autobesitzer hat diese noch nie gewechselt - dabei kann sich das aktuell richtig lohnen. Denn die durchschnittlichen Haftpflichtbeiträge für Versicherungswechsler sind seit August 2018 um 17 Prozent gesunken. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Vergleichsportals Check24. Momentan kostet die Kfz-Haftpflichtversicherung durchschnittlich 274 Euro, im August zahlten Verbraucher im Schnitt 331 Euro.

Das liegt hauptsächlich an dem starken Wettbewerb unter den Anbietern. Bis zum 30. November können sich Verbraucher noch zu einem Wechsel entschließen. Deshalb werben viele Versicherungen verstärkt mit Extraanreizen um neue Kunden.

„Jetzt, kurz vor dem Wechselstichtag am 30. November, beobachten wir einen starken Preiskampf zwischen den Versicherern“, sagt auch Dr. Tobias Stuber, Geschäftsführer Kfz-Versicherung bei Check24. „Dadurch sind die Preise sogar deutlich unter das Niveau des vergangenen Jahres gefallen.“

Der Wert im November 2018 liegt fünf Prozent unter dem Tiefpunkt des vergangenen Jahres. Insgesamt ist das Beitragsniveau aber 44 Prozent höher als noch 2009. Damals zahlten Kunden im Schnitt 84 Euro weniger als heute.

Wer wechseln will, sollte allerdings aufpassen, mahnen Verbraucherschützer. In Zeiten des Internets sollten Preisvergleiche selbstverständlich sein. Doch längst nicht alle Autobesitzer tun es. So hat jeder fünfte noch nie seine Kfz-Versicherung gewechselt, lautet das Ergebnis einer Studie im Auftrag der gemeinnützigen Verbraucherratgeber Finanztip.

Fast 40 Prozent der Autofahrer wählen weiter den Weg über die Filiale des Versicherers oder den Versicherungsvertreter, wenn sie eine Kfz-Versicherung abschließen wollen. „Das kann teuer werden“, warnt Finanztip-Versicherungsexpertin Silke Kursawe. Schließlich sei die Wahrscheinlichkeit gering, dass diese Angebote zu den günstigsten gehören. Online, so die Empfehlung, ließen sich die Konditionen der Versicherer leichter vergleichen.

Finanztip ist der Frage nachgegangen, wie der Verbraucher eine möglichst günstige Kfz-Versicherung finden kann. Dabei haben die Verbraucherberater 32 Musterprofile von Kunden angelegt und die Preise auf vier Onlineportalen sowie bei einem Direktversicherer ausgewählt. Es waren die Portale Verivox, Check24, autoversicherung.de, geld.de sowie der Direktversicherer Huk24.

Kein Anbieter oder Portal bietet immer den besten Preis

Eine wichtige Erkenntnis lautet dabei: Kein Anbieter oder Portal bietet immer den besten Preis. Kunden sollten daher mehrere Angebote von Portalen und Direktversicherern vergleichen. Wer Check24 und Huk24 kombiniere, erhalte die besten 23 Angebote für die 32 Musterprofile. Bei einer Kombination von Verivox und Huk24 seien es 20, bei Check24 und Verivox 18.

Im Schnitt zahlen die Deutschen für ihre Kfz-Versicherung einschließlich Teil- und Vollkasko rund 430 Euro im Jahr. Und bewegen damit ein großes Versicherungsvolumen. Denn nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts rollen rund 46 Millionen Pkw auf Deutschlands Straßen.

Das aktuell größte Sparpotenzial hat Berechnungen von Check24 zufolge eine Frau, die den versicherten Wagen gemeinsam mit ihrem Kind nutzt. Im günstigsten Tarif zahlt sie 888 Euro weniger als beim teuersten Anbieter. Zu dem Ergebnis kamen die Vergleichsexperten, indem sie 15 typische Fahrerprofile berechneten und verglichen.

Wie man seine Kfz-Versicherung wechselt

Wer sich entschieden hat, den Versicherungsanbieter zu wechseln, sollte noch auf ein paar formale Dinge achten. Die Kündigung der Kfz-Versicherung ist in der Regel zum Jahreswechsel fällig. Da die Kündigungsfrist einen Monat beträgt, sollte zum 30.11. gekündigt werden.

Wird im Vertrag die Kündigung als „Textform“ verlangt, genüge eine E-Mail, bei „Schriftform“ sei ein unterschriebener Brief oder ein Fax nötig. Dabei sollten die Adresse, das Datum, die Adresse des Versicherers, Versicherungsschein-Nummer und das Kennzeichen nicht fehlen.

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