Bank aus Österreich Erste Group kurz vor Kauf der Citibank-Ungarn

Im Rennen um das ungarische Privatkundengeschäft der US-Bank Citi, steht die österreichische Erste Group Insidern zufolge kurz davor, den Zuschlag zu erhalten. Das Institut erwartet ab 2016 wieder Gewinne in Ungarn.
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Die österreichische Erste Group erhält Insidern zufolge den Zuschlag beim Privatkundengeschäft der Citibank Ungarn. Quelle: ap
Österreicher setzt auf Ungarn

Die österreichische Erste Group erhält Insidern zufolge den Zuschlag beim Privatkundengeschäft der Citibank Ungarn.

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Budapest/WienDie österreichische Erste Group steht Insidern zufolge vor dem Zuschlag für das ungarische Privatkundengeschäft der US-Bank Citi. Erste hatte ihr Interesse an dem zum Verkauf stehenden Kundenstock bereits vor einigen Monaten öffentlich gemacht. Nach Angaben von vier mit den Plänen vertrauten Personen ist das österreichische Institut auf gutem Weg, die Übernahme einzutüten.

Zwei der Insider sagten, die Entscheidung sei bereits gefallen. Einer davon fügte hinzu, dass die Transaktion in etwa einem Monat öffentlich verkündet werden könnte. Citi und Erste wollten sich zu den Details nicht äußern. „Wir können zu diesem Zeitpunkt keine Einzelheiten über den Verkauf unseres Retail-Geschäfts nennen“, sagte eine Citi-Sprecherin in Ungarn. Das Firmenkundengeschäft sowie das Service-Zentrum in Budapest seien nicht Teil des Deals. Eine Erste-Sprecherin sagte am Freitag, das Institut habe sein Interesse bekundet und warte nun auf das Ergebnis.

Die US-Bank ist seit zwanzig Jahren im Privatkundengeschäft in Ungarn tätig und verfügt dort eigenen Angaben zufolge über zehn Niederlassungen. Zuletzt hatte sich das Institut bereits von Teilen seines Auslandsgeschäfts getrennt.

Die wertvollsten Namen der Bankenwelt
Platz 10: Banco Santander
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Die spanische Großbank Santander eröffnet das Ranking der wertvollsten Bankenmarken der Welt. Die Auswertung für das vergangene Jahr lieferte das Magazin „The Banker“. Bei der Bewertung der Marke spiele besonders der Geschäftsausblick (Gewinnprognose) und die Wahrnehmung von Risiken eine entscheidende Rolle. Viele Institute arbeiten an ihrem Markenwert, der sich nicht nur in Kundenvertrauen widerspiegelt, sondern auch in Eigenständigkeit und Innovation. Sprich: Eine starke Marke fällt im Wettbewerb auf. Die Spanier kommen auf einen Markenwert von 18,7 Milliarden US-Dollar, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Das Markenrating ist AAA-.

Platz 9: Bank of China
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Die Bank of China zählt zu den vier riesigen Staatsbanken der Volksrepublik. Ihr Umsatz liegt bei über 300 Milliarden Yuan im Jahr. Das entspricht grob 40 Milliarden Euro. Im Boomland China haben die regulierten Institute reichlich zu tun. Die Bank of China wird zudem vom Finanzstabilitätsrat als systemrelevant überwacht und muss strenge Auflagen erfüllen. Der Markenwert beträgt rund 20,4 Milliarden Dollar, 22 Prozent mehr als zuletzt.

Platz 8: Agricultural Bank of China
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Die teilverstaatlichte chinesische Bank ist eine der größten ihrer Art. Die ABC hat schätzungsweise 320 Millionen Privatkunden und etwa 2,7 Millionen Geschäftskunden. Fast eine halbe Million Menschen arbeitet in knapp 24.000 Filialen. 2010 sammelte die Bank mit ihrem Börsengang 22,1 Milliarden Dollar ein. Ihr Markenwert beträgt 22,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 28 Prozent.

Platz 7: JP Morgan Chase
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First, we take Manhattan: JP Morgan Chase sitzt in New York und ist nach Marktkapitalisierung die größte Bank der USA und nach Eigenkapital das zweitgrößte Finanzinstitut der Welt. Den Markenwert können da auch die hohen Handelsverluste – also Fehlspekulationen – aus dem Jahr 2012 nicht nachhaltig schmälern. Die Marke Chase ist rund 24,8 Milliarden Dollar schwer. Der Zuwachs beträgt sieben Prozent.

Platz 6: Bank of America
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25,7 Milliarden Dollar beträgt der Markenwert der Bank of America – noch, muss man sagen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von vier Prozent. Das Fachmagazin „The Banker“, was die BoA 2008 noch als wertvollste Bankmarke führte, bescheinigt dem Finanzriesen, nach Eigenkapital das größte Institut seiner Art zu sein. Auch die Bank of America darf sich über das Prädikat „systemrelevant“ freuen – das stärkt natürlich das Markenvertrauen.

Platz 5: Citi
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Wie die BoA gehört auch die Citigroup zu den „Big Four“ der US-Banken. Zuletzt lag die Bilanzsumme des Riesen bei 1,88 Billionen Dollar, der Umsatz 76,4 Milliarden. Sie ahnen es – systemrelevant, streng kontrolliert. Der Markenwert beträgt 26,2 Milliarden Dollar, was einem Plus von sieben Prozent entspricht.

Platz 4: China Construction Bank
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China wächst buchstäblich in den Himmel. In den zahlreichen Millionenmetropolen kommen mit dem Industrie-Boom auch die Wolkenkratzer. Der Bauwirtschaft kommt das gelegen – und damit der China Construction Bank, die rund 27 Prozent aller Baukredite im Reich der Mitte vergibt. Der Markenwert liegt bei 26,4 Milliarden Dollar. Das sind stolze 39 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mit der Übernahme setzt die Erste verstärkt auf den zuletzt schwierigen ungarischen Markt: Dort hatte die Regierung den Banken durch hohe Steuern und Sonderkosten beim Umtausch von Fremdwährungskrediten hohe Lasten aufgebürdet. Doch im Februar hatte der Staat angekündigt, im Gegenzug für eine Beteiligung an der Erste-Tochter in Ungarn die Abgaben sukzessive zu senken. Spätestens 2016 erwartet das Institut in Ungarn wieder Gewinne.

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