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Banken Bankhaus Lampe: Drei Interessenten prüfen angeblich Angebot für die Oetker-Bank

Die Familie Oetker denkt über einen Verkauf ihres Geldhauses nach. Die Interessenten sollen aus Frankreich, China und den Niederlanden kommen.
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Bankhaus Lampe: Drei Interessenten prüfen angeblich Angebot Quelle: dpa
Bankhaus Lampe

Das Geldhaus kommt um eine Sanierung nicht herum.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die französische Privatbank Oddo, die niederländische ABN Amro und der chinesische Mischkonzern Fosun erwägen offenbar eine Übernahme des Bankhauses Lampe. Dies berichten der Anlegerinformationsdienst „Platow-Brief“ sowie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Das Institut mit Stammsitz in Bielefeld gehört der Industriellenfamilie Oetker, die hinter dem gleichnamigen Nahrungsmittelimperium steht.

Ein Sprecher der Familie Oetker sagte, der Konzern prüfe Optionen für Bankhaus Lampe, einschließlich eines Verkaufs, und lehnte weitere Kommentare ab. Im September war bekannt geworden, dass die Familie mehrere Optionen für die Zukunft des Bankhauses prüft, darunter auch die Möglichkeit einer Veräußerung. Schon damals hieß es, dass mögliche Interessenten angesprochen würden, darunter deutsche Privatbanken und Finanzkonzerne.

Nach Informationen von Bloomberg erwägen nunmehr Fosun, ABN Amro und Oddo BHF Gebote für die Privatbank, hieß es von informierten Personen. Bei einem Verkauf könnte das Bielefelder Bankhaus mit 200 Millionen Euro oder mehr bewertet werden, sagte eine der Personen.

Das Bankhaus Lampe existiert als unabhängige Privatbank bereits seit 1852. Kunden sind vermögende Privatanleger, Mittelständler, institutionelle Investoren und Großunternehmen. Das Geschäft lief jedoch zuletzt immer schleppender.

Die negativen Zinsen und eine sehr konservative Haltung vieler Kunden haben das Vermögensmanagement in Deutschland zuletzt zu einem schwierigen Geschäft gemacht. Die Familie Oetker hatte in den letzten Jahren bereits andere Vermögenswerte abgestoßen.

Verkauf von Hamburg Süd brachte Oetkers Milliarden ein

Im November 2017 hatte die Gruppe nach langem Ringen in der Oetker-Familie bereits seine Schifffahrtssparte verkauft. Die Reederei Hamburg Süd war Ende November 2017 für 3,7 Milliarden Euro an den dänischen Wettbewerber Maersk veräußert worden. Vor ein paar Jahren hat Dr. Oetker auch seine Hotelsparte auf den Prüfstand gestellt.

Die Unternehmensberatung KPMG berät den informierten Kreise zufolge die Familie Oetker bei einem möglichen Verkauf des Bankhauses. Die Überlegungen dauerten jedoch noch an, und es gebe keine Gewissheit, dass die Interessenten verbindliche Angebote unterbreiten würden, sagten die Personen.

Vertreter von ABN Amro, Fosun, KPMG und Oddo BHF lehnten Stellungnahmen ab. Die in Schanghai ansässige Fosun wird vom Milliardär Guo Guangchang kontrolliert und erwarb 2016 den deutschen Vermögensverwalter Hauck & Aufhäuser. ABN Amro hatte bereits 2013 das deutsche Privatkundengeschäft der Schweizer Bank Credit Suisse gekauft.

Lampe kommt um eine Sanierung nicht herum. 38 der insgesamt 626 Stellen sollen in diesem Jahr wegfallen, hieß es im April.

„Geschäftsfelder sind operativ defizitär, so dass nur Sondereffekte wie zum Beispiel die Veräußerung von Beteiligungen in der jüngeren Vergangenheit zu einem positiven Geschäftsergebnis geführt haben“, war damals in einer Betriebsvereinbarung zu lesen.

Mehr: Dem „Global Wealth Report“ zufolge leben in Deutschland über zwei Millionen Millionäre. Das treibt jedoch die Vermögensungleichheit in die Höhe.

  • HB
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