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Banken Deutsche Bank beendet Ära im Investmentbanking und baut 18.000 Stellen ab

Ein massives Umbauprogramm soll der Bank zu neuer Stärke verhelfen. Für das zweite Quartal 2019 erwartet das Geldhaus allerdings einen Verlust in Milliardenhöhe.
Update: 07.07.2019 - 17:27 Uhr Kommentieren
„Soll“ und „Haben“ sind die Spitznamen der Türme. Hier fielen am Sonntag weitreichende Entscheidungen für die Zukunft der Bank. Quelle: dpa
Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt

„Soll“ und „Haben“ sind die Spitznamen der Türme. Hier fielen am Sonntag weitreichende Entscheidungen für die Zukunft der Bank.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Drei Jahrzehnte lang wollte die Deutsche Bank ganz groß im Investmentbanking mitspielen. Jetzt stutzt sie das Geschäft zurück. Das hat der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am Sonntag beschlossen.

Weiterhin plant das Geldhaus im Zuge der Umstrukturierung bis 2022 den Abbau von rund 18.000 Stellen. Die Bank werde damit nach dem Umbau noch rund 74.000 Vollzeitstellen haben.

Auch der Vorstand wird umgebaut: Regulierungsvorständin Sylvie Matherat und Privatkunden-Chef Frank Strauß werden die Bank verlassen. Bereits vor der Sitzung hatte die Bank veröffentlicht, dass Investmentbank-Chef Garth Ritchie seinen Posten verliert.

Im Gegenzug werden Christiana Riley, Bernd Leukert und Stefan Simon werden zu neuen Vorständen berufen. Auf die Position von Strauß rückt Manfred Knof, der bis 2017 Deutschland-Chef der Allianz war. Anders als Strauß jedoch nicht dem Deutsche-Bank-Vorstand angehören wird. Zur Privatkundenbank gehört unter anderem auch die Postbank.

Leukert wird zum 1. September neuer Vorstand für Digitalisierung, Daten und Innovation. Von 2014 bis 2019 war er Mitglied im Vorstand des Dax-Konzerns SAP. Simon wird Regulierungsvorstand und ist für die Rechtsabteilung verantwortlich.

Die Deutsche Bank will sich aus dem Aktienhandelsgeschäft zurückziehen, lediglich ein fokussiertes Aktienemissionsgeschäft soll fortgeführt werden. Die Deutsche Bank wird ein Kostensenkungsprogramm umsetzen, das ihre bereinigten Kosten auf 17 Milliarden Euro im Jahr 2022 senken soll. Sie strebt im selben Jahr ein Aufwands-Ertrags-Verhältnis von 70 Prozent an.

In der Summe rechnet die Deutsche Bank mit Belastungen von insgesamt 7,4 Milliarden Euro bis Ende 2022. Der Vorstand der Deutschen Bank plant, die Transformation mit den vorhandenen Ressourcen zu finanzieren und kein neues Kapital aufzunehmen.

Das Geldhaus gründet zudem eine interne „Bad Bank“, um Bilanzpositionen abzuwickeln, die aus den Geschäftsfeldern stammen, die aufgegeben oder verkleinert werden sollen. Diese Positionen umfassen 74 Milliarden Euro an risikogewichteten Aktiva. 

Einschließlich der Belastungen durch die Restrukturierung rechnet die Deutsche Bank für das zweite Quartal 2019 mit einem Verlust von etwa 500 Millionen Euro vor Steuern und 2,8 Milliarden Euro nach Steuern. Bereinigt um diese Belastungen erwarte die Bank für das zweite Quartal einen Gewinn vor Steuern in Höhe von rund 400 Millionen Euro und nach Steuern von 120 Millionen Euro. Die Zahlen für das zweite Quartal 2019 will der Dax-Konzern wie geplant am 24. Juli veröffentlichen.

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