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Banken-Gipfel Nachhaltigkeit ist als Thema in den Chefetagen angekommen

Kreditinstitute spielen als Finanziers eine zentrale Rolle bei der nachhaltigen Umgestaltung der globalen Wirtschaft. HBSC will dafür die Wirtschaft transformieren.
Update: 31.08.2018 - 10:58 Uhr Kommentieren
Carola von Schmettow im Gespräch mit Daniel Schäfer, Ressortleiter Finanzen beim Handelsblatt: Die HSBC-Deutschland-Chefin will mehr nachhaltige Projekte finanzieren. Quelle: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt
Carola von Schmettow und Daniel Schäfer

Carola von Schmettow im Gespräch mit Daniel Schäfer, Ressortleiter Finanzen beim Handelsblatt: Die HSBC-Deutschland-Chefin will mehr nachhaltige Projekte finanzieren.

(Foto: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)

FrankfurtAutoindustrie, Energieunternehmen, Immobilienbranche: Wenn es um den Klimawandel und die Bewältigung seiner Folgen geht, stehen diese Wirtschaftszweige im Fokus. Die wichtige Rolle der Finanzbranche wird dabei noch immer unterschätzt.

Worum geht es? „Wir wollen eine Wirtschaft transformieren, die momentan zu viel Ressourcen verbraucht“, bringt Carola von Schmettow, Vorstandssprecherin von HSBC Deutschland, das Problem auf den Punkt. Der Mutterkonzern will bis 2025 100 Milliarden Dollar für nachhaltige Projekte zur Verfügung stellen. Die staatliche KfW Bankengruppe hat in den vergangenen sieben Jahren nach Angaben von Vorstandschef Günther Bräunig bereits 100 Milliarden Euro in nachhaltige Investments gesteckt.

In den vergangenen Monaten hat die Nachhaltigkeitsdebatte politisch kräftig an Bedeutung gewonnen. So hat eine von der EU beauftragte hochrangige Expertengruppe (High Level Expert Group on Sustainable Finance – HLEG) einen Abschlussbericht vorgelegt. Dieser war wiederum Grundlage für den Aktionsplan der EU-Kommission für ein nachhaltiges Finanzwesen.

Der Aktionsplan ist ehrgeizig. Er soll mit dazu beitragen, dass das auf dem Klimagipfel in Paris vereinbarte Ziel, die Treibhausgasemissionen um rund 40 Prozent bis 2030 zu reduzieren, tatsächlich erreicht wird. Überschlägig sind dafür Investitionen in Höhe von 180 Milliarden Euro erforderlich, schätzt die Kommission.

Daran gemessen sind die bisherigen Investments überschaubar. Aber das wird sich ändern, ist sich KfW-Chef Bräunig sicher. Das Finanzierungsverhalten der Banken habe sich in puncto Nachhaltigkeit schon verändert. „Und ich gehe davon aus, dass uns der eigentliche Boom noch bevorsteht.“

Im Detail ist man sich aber nicht immer einig, wie der Klimawandel effektiv bekämpft werden kann. So findet es die HSBC-Deutschland-Chefin prinzipiell positiv, wenn ein altes Kohlekraftwerk durch ein modernes ersetzt wird und die Finanzierung durch einen Green Bond gestemmt werden soll. Schließlich würden sich die Emissionen damit verringern. HSBC selbst hat sich von der Finanzierung neuer Kohlekraftwerke verabschiedet.

Ausreichend Luft nach oben

Doch da erntet sie Widerspruch von KfW-Vorstandschef Bräunig: Man sollte als Emittent transparent sein. Ein Kohlekraftwerk sei in seinen Augen kein grünes Investment. Aber wenn ein Energieversorger, der bislang auf Kohle setzte, jetzt einen Windpark betreiben will, sei das etwas anderes.

In den Vorstandsetagen ist das Thema Nachhaltigkeit zwar angekommen, urteilt Schmettow, aber es gebe noch Luft nach oben. Von den 4000 größten Unternehmenskunden der HSBC weltweit würde die Hälfte beispielsweise das Carbon-Disclosure Reporting anwenden – also Rechenschaft ablegen über ihre klimaschädlichen Treibhausgasemissionen und den Wasserverbrauch.

Bei den nächsten 40.000 Kunden würden sich allerdings nur 100 mit dem Thema beschäftigen. In Deutschland, dem Land der Mittelständler, dürfte es ähnlich sein, vermutet von Schmettow.

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