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Banken IT-Panne bei der Commerzbank – Kunden „unglaublich genervt“

Bereits zum zweiten Mal in diesem Monat gibt es beim Frankfurter Geldhaus wegen technischer Störungen Beeinträchtigungen im Privatkundengeschäft.
Update: 28.06.2019 - 15:54 Uhr 1 Kommentar
Die Bank kämpft erneut mit einer IT-Panne. Quelle: dpa
Commerzbank

Die Bank kämpft erneut mit einer IT-Panne.

(Foto: dpa)

Frankfurt Vorstandschef Martin Zielke will die Commerzbank zu einem digitalen Technologieunternehmen entwickeln. Doch in letzter Zeit fällt die zweitgrößte deutsche Privatbank eher durch IT-Pannen auf als durch Innovationen. In der Nacht auf Freitag gab es bei der Commerzbank bereits zum zweiten Mal in diesem Monat ein großen Störfall. Viele Kunden konnten deshalb mit ihrer Girocard am Automaten kein Geld abheben oder damit bezahlen. Außerdem konnten sie sich nicht im Onlinebanking des Instituts einloggen.

Zahlreiche Kunden machten ihrem Unmut in den sozialen Netzwerken Luft. „Wann habt ihr Mal keine Störung?“, fragte eine Nutzerin auf Twitter. „Als jahrlanger Sparkassen-Kunde, der zu Euch ging, weil man mir die Commerzbank empfahl, bin ich eigentlich nur unglaublich genervt.“

Ein anderer Nutzer schrieb auf Facebook, er habe im Supermarkt seinen Wochenendeinkauf stehen lassen müssen, weil die Commerzbank-Karte nicht funktioniert habe. „Super peinlich und die strafenden Blicke der Kassiererin und der anderen Kunden waren auch nicht gerade freundlich.“

Die Commerzbank hat die Panne nach eigenen Angaben im Laufe des Freitags behoben. Seit dem späten Vormittag funktionierten Geldhautomaten und Kartenzahlungen wieder, erklärte das Institut auf Twitter. Seit dem frühen Nachmittag stehe auch das Onlinebanking wieder uneingeschränkt zur Verfügung. „Wir entschuldigen uns vielmals bei unseren Kunden.“

Für die Commerzbank, die auf starkes Wachstum im Privatkundengeschäft setzt, ist die Panne mehr als ärgerlich. Wie viele der 13 Millionen Privatkunden von der Störung betroffen gewesen seien, sei unklar, sagte ein Sprecher der Bank. Die Ursache für die Panne sei eine andere gewesen als bei der Störung Anfang des Monats.

Anfang Juni waren bei der Commerzbank und der Online-Tochter Comdirect zahlreiche Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften nicht verarbeiten worden. Bei eingehenden Zahlungen mussten Kunden deshalb zum Teil auf den Absender zugehen und diesen bitten, die Zahlung erneut in Auftrag zu geben.

"Lustige Verquickung von Einzelumständen"

Bereits im August 2018 hatte die Commerzbank zwei Mal mit IT-Pannen für Schlagzeilen gesorgt. Zunächst wurden auf einem Teil der Pfändungsschutzkonten keine Zahlungseingänge verbucht. Zahlreiche Kunden klagten daraufhin, nicht an Bargeld zu kommen. Zudem wurden Daueraufträge und Lastschriften nicht ausgeführt, weil auf den Konten nicht genug Guthaben vorhanden war. Wenige Wochen später funktionierte das Online- und Mobile-Banking-Angebot des Geldhauses rund vier Stunden lang nicht.

Auch in den Jahren zuvor mussten sich die Kunden der Gelben mehrmals mit technischen Problemen herumschlagen. Bei Comdirect bekamen wegen einer Panne einige Kunden sogar Einblick in die Kontoauszüge fremder Menschen.

Bei größeren IT-Pannen werden Banken in aller Regel aufgefordert, die Finanzaufsicht Bafin ausführlich über die Gründe der Störungen zu informieren. „Die große Mehrzahl von Cybervorfällen ist nicht Ergebnis krimineller Attacken von außen, sondern das Ergebnis von internen Fehlern“, sagte Bafin-Chef Felix Hufeld Anfang der Woche bei einem Auftritt im Frankfurt Presseclub ICFW. „Manchmal ist es eine fast merkwürdige, lustige Verquickung von Einzelumständen, die zu so etwas führt.“

Nicht jeder IT-Störfall ziehe aufsichtliche Konsequenzen nach sich, betonte Hufeld. Aber wenn es Hinweise auf systemische Mängel gebe, schreite die Finanzaufsicht ein.

Mehr: Wegen einer technischen Störung sind viele Zahlungen nicht bei Kunden von Commerzbank und Comdirect angekommen. Es ist nicht die erste Panne.

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1 Kommentar zu "Banken: IT-Panne bei der Commerzbank – Kunden „unglaublich genervt“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Schade, dass Banken weder ehrlich kommunizieren, und eigene Fehler offen angeben, sondern deren Unzulänglichkeiten und Fehler bei den Kunden abzuwälzen versuchen.

    Zum Beispiel, Commerzbank, die sogar behauptet, dass ein Kunde 10 Tag im Voraus einen
    Dauerauftrag innerhalb der EU anmelden muss, und zugleich bei der Commerzbank es gar nicht
    online möglich ist, diesen simplen Vorgang zu bewerkstelligen.

    Was sind das für Banken?