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Banken Sparkasse und Volksbank wollen Filialen im Taunus zusammenlegen

Eine große Volksbank und eine Sparkasse betreiben künftig gemeinsame Geschäftsstellen. Sie wollen so weitere Filialschließungen verhindern.
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Gemeinsame Geldautomaten betreiben einige Sparkassen und Volksbanken schon seit längerem. Auch mit ihren Filialen sind manche Häuser bereits zusammengerückt. Quelle: dpa
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Gemeinsame Geldautomaten betreiben einige Sparkassen und Volksbanken schon seit längerem. Auch mit ihren Filialen sind manche Häuser bereits zusammengerückt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Frankfurter Volksbank und die Taunus Sparkasse aus Bad Homburg legen in großem Stil Filialen zusammen – ein Schritt, den es bisher in dieser Form noch nie gab. Das bestätigte ein Sprecher der Frankfurter Volksbank auf Anfrage. Einem Insider zufolge geht es um rund 50 Filialen. Beide Kreditinstitute sind im Frankfurter Umland stark vertreten.

Zuvor hatten die „Welt am Sonntag“ sowie der „Spiegel“ über Details zu dem Vorhaben berichtet. So sollen die Gemeinschaftsfilialen künftig an vier Wochentagen geöffnet sein. An zwei Tagen werden Kunden der Sparkasse betreut, an den zwei anderen Tagen Kunden der Volksbank. Die beiden Geldhäuser wollen demnach fünf Millionen Euro in den Umbau der Geschäftsstellen stecken und Filialen an anderen Standorten schließen.

Die Zusammenarbeit in diesem Umfang ist bemerkenswert, weil Sparkassen und Genossenschaftsbanken eigentlich Rivalen sind und sich gegenseitig noch mehr als Wettbewerber betrachten denn die Onlinebanken. Die gut 380 Sparkassen sind mit rund 35 Millionen Girokonten Marktführer in Deutschland, die Volks- und Raiffeisenbanken zählen knapp 26 Millionen Girokonten.

Gleichwohl ringen Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit denselben Problemen. Sie verdienen derzeit zwar noch gut, müssen aber damit rechnen, dass ihre Gewinne in den kommenden Jahren angesichts der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank deutlich sinken werden. Deshalb stehen viele regionale Geldhäuser bereits auf der Kostenbremse. Eine Folge sind Filialschließungen.

Die Schließung von Geschäftsstellen aber ist für Sparkassen wie Volksbanken ein Balanceakt, weil sie sich gerade auf dem Land durch die Präsenz vor Ort von anderen Geldhäusern abheben können. Für viele Kunden ist die Filiale auch wichtig, bei weitem nicht alle erledigen ihre Bankgeschäfte online.

Bundesweit gibt es etliche Beispiele dafür, dass Sparkassen und Volks- oder Raiffeisenbanken Filialen teilen oder dass ihre Kunden die Geldautomaten der anderen Finanzgruppe nutzen dürfen. Meist geht es dabei allerdings maximal um eine Handvoll Standorte.

Die Kreditinstitute versuchen über die Kooperationen, vor Ort präsent zu bleiben, ohne Filialen ganz schließen zu müssen. Die Zusammenarbeit von Frankfurter Volksbank und Taunus Sparkasse geht aber sehr viel weiter und könnte Vorbild für andere Häuser beider Sektoren sein. So ist die Frankfurter Volksbank mit gut zwölf Milliarden Euro Bilanzsumme die zweitgrößte Volksbank in Deutschland. Die Taunus Sparkasse kommt auf knapp sechs Milliarden Euro und zählt zu den 50 größten Sparkassen.

Zuletzt hat sich das Filialsterben in Deutschland beschleunigt. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Geschäftsstellen um 2239 auf 27.887 Filialen, wie die Bundesbank kürzlich mitteilte. Das ist ein Minus von 7,4 Prozent und ein deutlich stärkerer Rückgang als in den Vorjahren.

Mehr: Die Commerzbank steht unter Druck, mit einer neuen Strategie den Abwärtstrend zu stoppen. Das Geldhaus erwägt, mehr als hundert Filialen zu schließen. Lesen Sie hier mehr.

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