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Banken Sparkassen-Bundesobmann für Zentralinstitut um Helaba und Dekabank

Walter Strohmaier hat sich für ein Sparkassen-Spitzeninstitut ausgesprochen. Das Zentralinstitut könne helfen, Risiken in der Gruppe zu reduzieren.
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Derzeit haben die Sparkassen mehrere Spitzeninstitute. Quelle: dpa
Banken in Frankfurt

Derzeit haben die Sparkassen mehrere Spitzeninstitute.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das geplante Sparkassen-Zentralinstitut ist eine gute Idee, sagte Walter Strohmaier, Bundesobmann der Sparkassen. Es liege auf der Hand, die Umsetzung mit Helaba und Dekabank zu beginnen.

„Ein Zentralinstitut kann helfen, die Risiken in der Gruppe zu reduzieren. Je stärker die Erträge unter Druck geraten, desto mehr muss man auf die Risiken achten“, erklärte Strohmaier in einem Interview mit Bloomberg. „Ich war als Bundesobmann in den vergangenen zwei Jahren an der Rettung von zwei Landesbanken beteiligt. Ich möchte solche Situationen für die Zukunft nach Möglichkeit ausschließen.“

Momentan haben die Sparkassen mehrere Spitzeninstitute, etwa die Dekabank und diverse Landesbanken, mit teils ähnlichen Geschäftsmodellen. „Innerhalb der Sparkassen-Familie machen wir derzeit noch zu viele Mehrfacharbeiten, an manchen Stellen uns sogar gegenseitig Konkurrenz“, sagte Strohmaier, der als Bundesobmann die Interessen aller Sparkassen in den Gremien des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) vertritt.

DSGV-Präsident Helmut Schleweis, Verfechter eines Sparkassen-Zentralinstituts, hatte vor zwei Wochen durchgesetzt, dass in einem ersten Schritt Dekabank und Helaba Gespräche zur Prüfung einer „vertieften Zusammenarbeit bis hin zu einer Zusammenführung“ aufnehmen werden.

Start mit Helaba und Deka macht Sinn

„Bei der Schaffung eines solchen Spitzeninstituts muss man da loslegen, wo man mehrheitlich mitbestimmen kann“, sagte Strohmaier, der auch Chef der Sparkasse Niederbayern-Mitte ist. „Von daher macht es Sinn, Helaba und Deka dazu aufzufordern, sich zu beschnuppern. Ich sehe in der Gruppe eine große Bereitschaft, die Schaffung eines Spitzeninstituts anzugehen.“

Die Dekabank gehört den Sparkassen ganz, an der Helaba halten sie die Mehrheit. Bei anderen Landesbanken ist das anders. So besitzt beispielsweise der Freistaat Bayern rund 75% an der BayernLB, die Sparkassen haben nur 25%.

Laut Strohmaier werden die Gremien von Helaba und Dekabank jetzt ihre Arbeit aufnehmen. „Ich wünsche mir natürlich, dass dieser Prozess zu dem Ergebnis kommt, dass eine Zusammenarbeit Mehrwert bringt“, sagte er. Grundsätzlich sei er für eine Konsolidierung innerhalb der Sparkassen-Gruppe. Das gelte nicht nur für die Landesbanken, sondern auch für die verschiedenen Versicherer und Landesbausparkassen.

Kein zusätzliches Geld für die NordLB

Mit Blick auf das Rettungspaket für die angeschlagene NordLB, das die Sparkassen zusammen mit Mehrheitseigner Niedersachsen geschnürt hatten, zeigte sich Strohmaier optimistisch.

„Beim Thema NordLB und der noch ausstehenden Entscheidung der Europäischen Kommission stehen die Ampeln meines Wissens auf Grün, soweit ich das beurteilen kann. Ich habe keine Störsignale bekommen“, sagte er. „Demzufolge bin ich zuversichtlich, dass wir in den nächsten Wochen auch grünes Licht aus Brüssel erhalten werden.“

Unabhängig davon könne er sich nicht vorstellen, dass die Sparkassen noch einmal zusätzliches Geld für die NordLB in die Hand nehmen würden. „Sie sind bereits bis an ihre Belastungsgrenze gegangen“, erklärte er.

Wenig wollte er zur BayernLB sagen, deren stellvertretender Aufsichtsratschef er ist und die gerade eine Strategieprüfung durchläuft. Es gebe keinen Zeit- und Handlungsdruck für die Bank. Strohmaier: „Der Plan, Ergebnisse bis zum Jahresende zu haben, steht meines Wissens“.

Mehr: Der Sparkassenpräsident überrascht mit einem Konzept für eine Fusion von Helaba und Dekabank. Eine Befürchtung ist: Die Sparkassen könnten sich verzetteln. Lesen Sie hier mehr.

  • Bloomberg
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