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Banken Wachstum der Kreditvergabe im Euro-Raum sinkt

Die EZB teilt mit, dass die Kreditvergabe, im Gegensatz zu letztem Jahr, deutlich gesunken ist. Sie will EU-Banken mit einer Geldspritze unterstützen.
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EZB: Wachstum der Kreditvergabe im Euro-Raum sinkt Quelle: dpa
Europäische Zentralbank (EZB)

Die EZB will außerdem prüfen, ob die Strafzinsen für Kreditinstitute abgemildert werden sollen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Kreditvergabe der Banken im Euro-Raum wächst nicht mehr so kräftig. Die Institute reichten im März lediglich 3,5 Prozent mehr Darlehen an Firmen aus als ein Jahr zuvor, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in Frankfurt mitteilte. Im Februar hatte das Wachstum noch bei 3,8 Prozent gelegen. An die Privathaushalte im Euro-Raum vergaben die Geldhäuser im März 3,2 Prozent mehr Kredite als vor Jahresfrist. Das ist ein Tick weniger als noch im Februar.

„Dem europäischen Unternehmenskreditmarkt geht offenbar die Puste aus“, kommentierte Stephanie Schoenwald, Kreditmarkt-Spezialistin bei der staatlichen Förderbank KfW. „Das nachlassende Tempo am Kreditmarkt wird die EZB in ihrem vorsichtigen Kurs bestärken.“ Die Aussicht auf steigende Zinsen sei bis auf weiteres vorbei.

Wegen der Konjunktureintrübung hatte die EZB bereits angekündigt, Banken mit einer neuen Serie gezielter Langfrist-Geldspritzen unter die Arme zu greifen. Zudem will sie prüfen, ob die Strafzinsen für die Kreditinstitute abgemildert werden sollen. So soll verhindern werden, dass die Geldhäuser wegen der Konjunkturabkühlung ihre Kreditvergabe an Unternehmen und Haushalte zurückfahren.

Seit 2014 liegt der Einlagensatz unter null Prozent. Seitdem müssen Banken Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht überschüssige Gelder bei der EZB horten. Die Geldmenge M3 nahm im März um 4,5 Prozent zu. Volkswirte hatten mit plus 4,2 Prozent gerechnet. Die Kennziffer umfasst Bargeld, Einlagen auf Girokonten, aber auch Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen.

Ökonomen zufolge ist M3 auf mittlere bis lange Sicht eng mit der Inflationsentwicklung verknüpft. Die EZB beobachtet daher die Geldmengenentwicklung genau.

  • rtr
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