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Aachen-Münchener-Mutter Generali sagt Allianz den Kampf an

Der italienische Versicherungskonzern will die Nummer eins in Europa werden. Und drückt dafür aufs Gaspedal: Die Dividendenausschüttung soll bis 2018 mehr als verfünffacht werden. Das freut die Anleger.
27.05.2015 - 11:45 Uhr 3 Kommentare
Der Sitz der Generali Holding in Köln. Die Deutschland Holding soll mit den Tochtergesellschaften Generali Versicherung und Generali Leben zur Generali Deutschland AG verschmolzen werden und von Köln nach München umziehen. Quelle: dpa
Generali Köln

Der Sitz der Generali Holding in Köln. Die Deutschland Holding soll mit den Tochtergesellschaften Generali Versicherung und Generali Leben zur Generali Deutschland AG verschmolzen werden und von Köln nach München umziehen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Generali will eine höhere Dividende zahlen. Die Nummer drei der Versicherungsbranche in Europa will bis 2018 insgesamt fünf Milliarden Euro an seine Eigner ausschütten. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen 930 Millionen Euro an Dividenden gezahlt. In Deutschland gehören Marken wie Aachen-Münchener und Cosmos Direkt zu Generali.

Die Mittelzuflüsse (Free Cash Flow) sollen in diesem Zeitraum auf zusammengerechnet sieben Milliarden Euro steigen, nach 1,2 Milliarden Euro 2014, teilte der im italienischen Triest beheimatete Versicherer mit. Die Firma will mit einem Kostensenkungsprogramm bis 2018 jährlich 250 Millionen Euro sparen.

Am Markt wurden die aktuellen Aussagen zur Ausschüttung positiv aufgenommen. Die im Euro Stoxx 50 notierte Aktie stieg in den ersten Handelsminuten um rund zwei Prozent. Das Papier setzte damit die Kurserholung der vergangenen Wochen infolge der besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zum ersten Quartal fort.

Generali-Chef Mario Greci will mit seinem Unternehmen zum führenden Versicherer in Europa werden. „Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, werden wir auf unser einzigartigen Stärke mit einer großen Kundenbasis in Europa aufbauen“, sagte er. Derzeit ist die deutsche Allianz vor dem französischen Konzern Axa die Nummer ein aus dem europäischen Markt.

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    Der 55-Jährige übernahm 2012 den Chefsessel bei Generali und fokussiert das Unternehmen auf den Versicherungsmarkt in Europa, um die Profitabilität zu erhöhen. Er hat bereits vier Milliarden Euro durch den Verkauf von nichtstrategischen Vermögenswerten erlöst. Zudem baut Greco an einer neuen Strategie, nachdem er seine Ziele beim Verkauf von Vermögenswerten, Cash-Generierung und Verschuldungsgrad früher als geplant errreicht hat.

    Hierzulande ist die Generali Deutschland nach der Allianz der zweitgrößte Erstversicherer mit rund 13,5 Millionen Kunden und rund 34 Millionen verwalteten Verträgen. In Deutschland hat Generali einen Generalumbau der Gruppe beschlossen und zieht unter anderem mit der Holding von Köln nach München.

    • rtr
    • Bloomberg
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    3 Kommentare zu "Aachen-Münchener-Mutter: Generali sagt Allianz den Kampf an"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich bin Kunde bei der Cosmosdirekt Direktversicherung und auch Central Krankenversicherung und frage mich immer wieder, wie unterschiedlich in Bezug auf Kundenservice zwei Unternehmen innerhalb der Generali Gruppe doch sein können. Während ich mit Cosmosdirekt äußerst zufrieden bin und nur Positives berichten kann, sieht es bei der Central leider komplett anders aus. Bezüglich verweigerten Kostenübernahmen und der entsprechenden Argumentation kann man nur den Kopf schütteln. Anderen Kunden scheint es ähnlich zu gehen - Cosmosdirekt top, Central flop. Da bin ich gespannt, ob die Generali die Central irgendwann im Zuge einer Umstrukturierung abstößt oder wie es hier weitergeht...

    • Eine insgesamt unappetitliche Branche, wie Generali erneut unter Beweis stellt mit ihrer Public Relations Division.

    • Durch ein Squeeze-Out hattte man doch die Minderheitsaktionäre vegrätzt. Und ob die Mitarbeiter/-innen auf die Italiener gut zu sprechen sind, lasse ich mal so stehen.

      Und völlig unter ging in der Vergangenheit, dass die Kundendaten der AachenMünchener-Tochter bei der Mutter in Triest gelandet sind. Kein Aufschrei, keine Beschwerden, keine Demos. So geht digitale Technik heute.Und alle machen mit.

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