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Abwicklung von HRE und WestLB Die flüchtige Rückkehr der „Bad Banks“

Bei ihnen lagern faule Wertpapiere in Milliardenhöhe. Dennoch erzielen die „Bad Banks“ von Hypo Real Estate und WestLB einen Gewinn. Die gute Marktlage macht es möglich. Doch erneute Erfolgsmeldungen erscheinen ungewiss.
23.04.2013 - 11:53 Uhr Kommentieren
Zentrale der HRE in München: Der Immobilienfinanzierer musste mit Staatshilfe gerettet und zerschlagen werden. Quelle: dpa

Zentrale der HRE in München: Der Immobilienfinanzierer musste mit Staatshilfe gerettet und zerschlagen werden.

(Foto: dpa)

München/Düsseldorf Die Abwicklung von faulen Wertpapieren im Volumen von mehreren Hundert Milliarden Euro erscheint kaum als gewinnträchtiges Geschäft. Dennoch weisen die „Bad Banks“ der verstaatlichen Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) und der WestLB in diesem Jahr Gewinne aus. Im vergangenen Jahr verbuchte FMS Wertmanagement, die Abwicklungsanstalt der HRE, vor allem dank eines deutlich höheren Zinsergebnisses einen Gewinn von 37 Millionen Euro.

Bereits gestern hatte die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) einen schmalen Gewinn von 6,6 Millionen Euro bekannt gegeben. Günstige Umstände wie eine Erholung des US-Immobilienmarktes helfen derzeit der WestLB-„Bad Bank“, die milliardenschweren Verluste für die Steuerzahler in Grenzen zu halten.

Beide „Bad Banks“ profitierten von der guten Stimmung an den Märkten. Das Gesamtportfolio an Staatsanleihen, Immobilienkrediten sowie Projekt- und Infrastrukturfinanzierungen schrumpfte bei der Münchner FMS Wertmanagement um rund 15 Prozent auf 136,9 Milliarden Euro. Die Abwicklungsbank profitierte nach eigenen Angaben davon, dass sich eine Reihe von Wertpapieren inzwischen wieder leichter verkaufen lassen, weil sich die Märkte zuletzt spürbar erholt haben. „Die Bad Bank ist in ruhigerem Fahrwasser angekommen“, sagte FMS-Chef Christian Bluhm.

2011 war wegen des Schuldenschnitts in Griechenland noch ein Minus von knapp zehn Milliarden Euro angefallen - was der Steuerzahler ausgleichen musste. Das ist auch in Zukunft nicht ausgeschlossen, sollte sich die Euro-Schuldenkrise wieder zuspitzen. Denn die Bad Bank sitzt etwa auf einem riesigen Berg an italienischen Staatsanleihen.

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    In die FMS hatte die HRE toxische Kredite und Wertpapiere im Volumen von ursprünglich über 175 Milliarden Euro geschoben, um selbst einen Neuanfang zu schaffen. Die Immobilienbank - Deutschlands größter Pleitefall in der Finanzkrise - konnte nur dank Staatshilfen überleben. Die HRE-Nachfolgerin Pfandbriefbank (pbb) schreibt inzwischen ebenfalls wieder Gewinne. Sie muss nach dem Willen der EU bis Ende 2015 privatisiert werden.

    Die Abwicklungsanstalt der HRE ist nach dem Gewinn 2012 auch für das laufende Jahr zuversichtlich. Ohne Sonderbelastungen sei ein ausgeglichenes Ergebnis für 2013 möglich, berichtete die FMS Wertmanagement. Dies belege, dass die Grundidee eines staatlichen Abwicklungsinstituts funktioniere, erklärte das Unternehmen.

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